Den Garten pflegeleicht gestalten mit Rindenmulch

Rindenmulch habe ich für meinen Garten als kleine Geheimwaffe entdeckt. Es hat viele Vorteile und schmückt den Garten auf natürliche und dezente Weise. Rindenmulch besteht im Prinzip aus kleinen Rindenstückchen von Bäumen, die im Sägewerk übrig bleiben.

Somit verwertet man mit der Benutzung von Rindenmulch auch Abfall, der sonst auf dem Müll landen würde. Höchst vorbildlich : ) Heute möchte ich euch die Vorteile von Rindenmulch kurz erläutern:

Unkraut wächst kaum

Rindenmulch bietet eine tolle Möglichkeit, um Unkraut den Kampf an zu sagen. Und das ganz ohne Unkraut-Vernichter oder sonstige Mittel. Unter einer ausreichenden Schicht Rindenmulch wächst Unkraut nämlich kaum noch. Man kann sich damit also die Gartenarbeit deutlich erleichtern! Ich habe das selbst ausprobiert und bin begeistert. Beim Auftragen von Rindenmulch ist allerdings sehr wichtig, dass ihr nicht spart. Verteilt ihr eine zu dünne Schicht bringt euch das Rindenmulch überhaupt nichts. Denn dann gelangt noch genug Licht zum Boden und Unkraut hat genug Kraft um an die Oberfläche zu dringen. Die Schicht sollte immer zwischen fünf und sieben Zentimeter dick sein. Nur dann wird das Wachstum von Unkraut verhindert.

Tolle Dekoration

Es gibt viele verschiedene Arten von Rindenmulch. Es gibt sehr feines, grobes, helles, dunkles und sogar rötliches Rindenmulch. Hier kann man daher ganz nach Geschmack auswählen. Aber egal welche Art von Rindenmulch ihr euch aussucht, jede Sorte erfüllt einen sehr dekorativen Zweck im Garten. Egal ob Blumenbeet oder unter Bäumen, Rindenmulch wertet jede Fläche auf und sorgt für ein schöneres und ordentlicheres Gesamtbild.

Erde bleibt feucht

Ein weiterer großer Vorteil von Rindenmulch ist, dass es verhindert, dass der darunter liegende Boden zu schnell austrocknet. Rindenmulch bindet Wasser und hält die Erde feucht. Gerade an trockenen Stellen kommt diese Eigenschaft zum Tragen. Daher eignet sich das Material auch zum Verteilen unter Bäumen und Büschen, die viel Wasser benötigen. Außerdem muss man an allen Stellen wo Rindenmulch platziert wurde, weniger gießen. Regenwasser wird länger gespeichert und versorgt die Pflanzen mit Feuchtigkeit.
Zudem wird die Erde bei starken Regengüssen nicht mehr so schnell weggeschwemmt. Das saugfähige Rindenmulch nimmt viel Regen auf und gibt es anschließend an den Boden ab, so dass dieser es besser aufnehmen kann.

Kleintiere fühlen sich wohl

Rindenmulch bietet zudem vielen kleinen Lebewesen einen Lebensraum. Diese kleinen Tierchen unterstützen auf Dauer sogar die Fruchtbarkeit des Bodens, was dem Pflanzenwachstum wiederum zu Gute kommt.

Einfaches Auftragen

Rindenmulch ist einfach aufzutragen. Auch Anfänger im Garten haben hier leichtes Spiel. Das einzige was ihr beachten müsst, ist eben die Dicke der Schicht. Auch zuviel Rindenmulch ist schädlich. Hier kann das Rindenmulch dann eventuell schimmeln. Immer an die Richtlinie von 5-7cm halten, dann klappt´s. Rindenmulch findet ihr normalerweise in jedem Baumarkt oder in der Baumschule. Im Baumarkt wird das günstige Material meistens in Säcken verkauft. Im Garten einfach Säcke an die gewünschte Stelle legen, aufschneiden und raus mit dem Rindenmulch. Anschließend einfach mit den Händen gleichmäßig verteilen.

Kompostierfähigkeit

Ein Abtragen ist nicht notwendig. Da Rindenmulch sich zersetzt, wird es in einen natürlichen Dünger für den Boden umgewandelt. Das einzige was man daher von Zeit zu Zeit machen muss, ist das Rindenmulch aufzufrischen. Ich rate dazu dies einmal pro Jahr zu tun. Bevor ihr Rindenmulch auftragt, solltet ihr zusätzlich etwas Stickstoffdünger auf der Erde verteilen. Das ist nötig weil Rindenmulch auch Stickstoff bindet und diesen den Pflanzen entzieht.
Bildquelle: © Hans-Jörg Nisch – Fotolia.com

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