25.02.15

Nachdem ihr im ersten Beitrag erfahren habt, welche Vorbereitungen wir für die umfangreiche Wohnzimmerrenovierung erledigt haben und welche Materialien wir einsetzten, geht es heute im zweiten Teil weiter. In diesem Beitrag zeige ich euch, wie sich die Zimmerdecke veränderte und wie das gesamte Wohnzimmer langsam aber sicher in neuem Glanz erstrahlte : )

Zweiter Anstrich Zimmerdecke – Grundierung

Nachdem die erste Schicht der Grundierung getrocknet war, strichen wir die Decke ein zweites Mal. Auch wieder zuerst die Zwischenräume mit Pinsel, dann die großflächigen Paneelen mit Rollen. Wie auf folgendem Foto erkennbar, deckt die Grundierung die schöne Holzmaserung nicht ab. Hier sei kurz erwähnt, dass es sich um eine Massivholz-Decke handelt. Das ist wichtig, damit sie am Ende bestehen bleibt. Wäre schade gewesen, hätte man diese völlig mit Farbe zugeklatscht.

Und hier ein Foto des Zwischenstopps. Bei einer kurzen Pause. Diese hatten wir übrigens dringend notwendig. Noch nicht einmal wegen der körperlichen Anstrengung, auch wenn diese enorm war, sondern vielmehr wegen des furchtbaren Geruchs!! Das lag aber keinesfalls an den Materialien. Denn da meine Schwester gelernte Malerin ist, weiß sie genau welche Farben qualitativ hochwertig sind und welche nicht. Die Lacke stanken überhaupt nicht. Es war das Nikotin, das von der Grundierung quasi herausgezogen wurde aus dem Holz. Dieser Geruch wurde dann an die Raumluft abgegeben und das war echt widerlich. Der Gestank war so schlimm, dass uns beiden regelmäßig schlecht wurde. Also liebe Raucher, an dieser Stelle eine Bitte die wirklich nur gut gemeint ist: Raucht draußen!!

Der erste Wandanstrich

Damit die Decke nach der zweimaligen Grundierung in Ruhe trocknen konnte, haben wir uns in der Zwischenzeit an die Wände gemacht. Zuerst haben wir die dunkle Rückwand gemacht, weil klar war, dass diese sowieso zweimal gestrichen werden muss. Zu erst kümmerten wir uns um die Ecken und Kanten.

Das sollte man im Grunde immer so machen, damit man am Ende keinen unschönen Rand sieht. Das könnte nämlich passieren, wenn ihr die Ecken mit einem Pinsel streicht, nachdem ihr die großen Flächen mit Farbrollen bearbeitet habt.

Die große Fläche einer Wand streicht man dann mit einer großen oder mittelgroßen Rolle. Dabei bewegt man die Rolle nicht nur von oben nach unten, sondern auch kreuz und quer. Damit wird sichergestellt, dass überall Farbe hingelangt und nichts übersehen wird. Gerade bei Raufaser, wie in unserem Beispiel ist diese Technik vorteilhaft, weil die Farbe dann in jeden noch so kleinen Zwischenraum gelangt. Nachdem die erste Wand fertig war, strichen wir direkt den Rest. Bis auf die eine dunkle Rückwand reichte glücklicherweise ein Anstrich der weißen Wandfarbe aus, um die Verschmutzungen abzudecken. Nur die dunkle Wand mussten wir zweimal bearbeiten, bis nichts mehr von der alten Farbe zu sehen war.

Auf dem nächsten Bild könnt ihr glaube ich sehr gut sehen, was ich mit den gelben Verfärbungen an der Decke gemeint hatte. Da auf diesem Bild die erste Wand bereits frisch weiß gestrichen ist, kommt sehr gut zur Geltung wie gelb die Decke wurde. Pfui, das Nikotin hat uns echt zu schaffen gemacht. In jeglicher Hinsicht.

Die Kanten an den Türrahmen hat meine Schwester übernommen, weil sie als Malerin den perfekten Pinselstrich draufhat ; ) Mit einem mittelgroßen Pinsel zog sie perfekte Kanten.

Tipp – Klebeband abziehen!

Was ihr beim Streichen keinesfalls vergessen dürft, ist das direkte Abziehen des Klebebands. Lasst ihr das Klebeband, das ihr zum Abkleben diverser Elemente vorher angebracht habt, nach dem Streichen längere Zeit dran, trocknet die Farbe und sobald ihr das Klebeband abzieht, reißt ihr die Farbe an den Kanten mit ab. Das Ergebnis sind mehr als hässliche Stellen, die ihr dann nochmals bearbeiten müsst. Deshalb: Klebeband immer abziehen solange die Farbe noch frisch ist! Am besten ihr zieht das Klebeband ab sobald ihr mit der entsprechend Wand komplett fertig seid.

 3. & 4. Deckenanstrich mit Decklack

Nachdem wir die Wände fertig hatten und diese trocknen mussten, machten wir uns wieder an die Decke. Die Grundierung war nun trocken und das Ergebnis ihrer Arbeit war nicht zu übersehen. Das nächste Bild zeigt deutlich, wie sehr das Nikotin Verfärbungen hervorrufte. Einfach eklig!! Dank der Grundierung konnten wir dann den Decklack auftragen, ohne Angst haben zu müssen, dass die gelben Flecken durchdringen werden. Denn die Grundierung wirkt wie eine Blockade für derartige Substanzen.

Den Decklack kann man klar erkennen. Strahlend weiß ließ dieser endlich Hoffnung aufsteigen ; ) Dabei gingen wir wieder wie bei der Grundierung vor: Erst die Fugen, dann die Flächen! Beim Decklack ist dann noch wichtiger, dass man die Flächen immer in einer Richtung streicht und stets die gleiche Rolle mit der selben Struktur verwendet…

…schließlich soll das Ergebnis möglichst gleichmäßig sein.

Trotz unserer Bemühungen reichte eine Schichte Decklack nicht aus. Also machten wir den ganzen Spaß noch einmal und strichen die komplette Decke ein zweites Mal. Doch der Aufwand hat sich wirklich gelohnt.

Das Ergebnis ist mehr als zufriedenstellend. Die Holzmaserung kommt super zur Geltung und gelbe Flecken sind bis heute nicht zu sehen!

Leisten streichen und anbringen

Da wir die Leisten von der Decke nicht braun lassen konnten nachdem die Decke schön weiß war, mussten wir auch die streichen. Dafür verwendeten wir den Decklack der Decke. mit einem breiten Pinsel ging das recht fix.

Wir mussten allerdings auch zweimal drüber, damit das Holz gut bedeckt war. 

Als die Deckenleisten trocken waren, schraubten wir alle Leisten wieder an. Wir fingen am Boden an und hörten an der Decke auf. Alle Leisten wurden nachdem Abschrauben zuvor gründlich gereinigt, damit alles schön sauber war.

An der Decke kommt die Veränderung natürlich besonders toll zur Geltung : ) Alles ist jetzt schön weiß und unglaublich hell.

Das Ergebnis

Ich muss sagen, am Ende waren wir mehr als zufrieden mit unserem Ergebnis. Die Verwandlung von einer dunklen Kammer in ein kleines helles Paradies für unsere Eltern ist gelungen : ) Es war harte Arbeit und wir waren nach den zwei Tagen auch echt körperlich am Ende, aber wenn man dann ein gutes Ergebnis sieht, wird man für alles belohnt.

Die Decke sorgt hier natürlich für den größten Effekt. Der Raum wirkt dermaßen anders als vorher. Einfach toll.

Auch das schöne Sofa kommt jetzt viel besser zur Geltung als vorher. Alles wirkt edler und moderner. Und das nur durch weiße frische Farbe.

Auf der anderen Seite kommen nun auch die dunklen Möbel angenehmer zum Vorschein. Sie wirken jetzt irgendwie sogar schöner und weniger wuchtig, finde ich.

Hier nochmals die Bilder vom Wohnzimmer vorher zum Vergleich,  beziehungsweise kein Vergleich ; )
Ich hoffe ich konnte euch vielleicht dazu anregen auch mal wieder den Pinsel zu schwingen und ans renovieren zu gehen. Wie man sieht, kann man damit tolle Effekte erzielen und Räume einen neuen Charakter verleihen.
wohncore wünscht viel Spaß beim Werkeln : )

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