11.12.15

Ihr fühlt euch zuhause nicht mehr wohl, wisst aber nicht genau woran es liegt? Möglicherweise ist Unordnung oder eine ungünstige Raumgestaltung schuld. Oft helfen kleine Veränderungen, um Räume gemütlicher zu gestalten. Ich habe mal ein paar Tipps und Ideen zusammengestellt, die euch dabei helfen können euren Wohnraum zu optimieren. Mit einer kleinen Wohnraum-Analyse gelingt euch die Umgestaltung leichter.

Positives erkennen

Wenn ihr einen Raum umgestalten wollt, um ihn ordentlicher und schöner zu machen, gilt es zunächst eine kleine Analyse durchzuführen. Keine Sorge, das hört sich jetzt aufwändiger an als es ist. Zunächst geht es darum den Raum in Ruhe zu betrachten und sich die positiven Dinge bewusst zu machen. Was gefällt euch an diesem Zimmer? Sind es die Wandfarben, die euch ein angenehmes Gefühl vermitteln? Oder wirken möglicherweise die Möbel angenehm? Schaut euch um und entscheidet für euch, was gut ist und bleiben kann.

Was nervt euch?

Wenn ihr die guten Seiten eines Raums erkannt habt, fällt es leichter alles zu erfassen, was stört. Ist es das offene Regal, das für eine unordentliche Optik sorgt und völlig überladen ist? Bringt euch der Kabelsalat neben dem Schrank auf die Palme? Oder ist es vielleicht die Wandfarbe, die euch längst nicht mehr gefällt? Notiert euch am besten einfach mal frei von der Seele weg alles, was nervt und ihr künftig anders haben wollt. Denkt dabei bitte nicht gleich fünf Schritte weiter und malt euch aus wie viel Arbeit das macht oder wie teuer das werden könnte. Hier geht es zunächst um eine objektive Bestandsaufnahme.

Ihr habt alles negative aufgeschrieben? Pefekt, jetzt solltet ihr die objektiv Dinge betrachten und schauen, ob ihr diese Problemzonen möglicherweise in anderen Räumen eurer Wohnung besser gelöst habt. Vielleicht findet ihr schon die eine oder andere Idee, um das Problem zu beheben und den entsprechenden Raum zu optimieren. Packt es jetzt an und nicht erst irgendwann. Schließlich wollt ihr euch doch wohl fühlen und das fällt schwer, wenn ständig Störfaktoren auftreten.

Euch fällt es schwer zu beurteilen, warum euch ein Raum nicht gefällt? Stellt euch folgende Fragen:

  • Welchen Eindruck vermittelt der Raum beim Betreten?
  • Fühlt ihr euch beengt?
  • Ist der Raum hell genug?
  • Fällt euch sprichwörtlich die Decke auf den Kopf?
  • Gefallen euch die verwendeten Farben?
  • Ist der Raum überfüllt?
  • Wie würdet ihr den Raum einrichten, wenn ihr bei Null anfangen könntet? Was würde es dann nicht mehr in dieses Zimmer schaffen? Worauf würdet ihr verzichten?
  • Stört euch Unordnung?
  • Könntet ihr etwas Ausmisten, um mehr Freiraum zu schaffen?
  • Könnte man durch Umräumen eine Verbesserung erzielen?

Anschließend geht es darum mit etwas Kreativität eine bessere Option zu erarbeiten. Falls sich keine geeignete Lösung findet:  Ich habe mir mal vier Beispiele ausgesucht, um euch Anregungen und kleine Orientierungshilfen zu liefern:

Problem: Offenes Regal, wirkt unordentlich

  • Lösung: Ihr könntet zum Beispiel mehrere Körbe besorgen und diese in die einzelnen Fächer stellen, um sämtlichen Kleinkram darin verschwinden zu lassen. So sieht ein Regal gleich viel ordentlicher aus. Zudem muss man weniger abstauben : ) Solltet ihr keine passenden Behälter finden oder diese zu teuer sein, könnt ihr aus stabilen Kartons dekorative Aufbewahrungen basteln. Wie das geht, habe ich in einem Beitrag zum Thema Aufbewahrungsboxen selbst basteln bereits erklärt. Alternativ könnt ihr dir Front von Regalen auch mit einem dekorativen Tuch zuhängen. Verwendet am besten ein einfarbiges Modell, wenn der Raum bereits relativ vollgestellt oder klein ist. Das erzeugt eine ruhgie Optik. Wollt ihr stattdessen optische Akzente setzen, wären Muster ideal.

Problem: Raum wirkt dunkel und trüb

  • Lösung: Ist ein Raum dunkel und trüb, müsst ihr schauen, dass ihr mit großen Flächen mehr Helligkeit erzeugt. Zum einen gelingt das mit einer helleren Wandfarbe. Zum anderen könnt ihr aber auch mit großflächigen Textilien wie Teppichen, Gardinen oder Kissen viel erreichen. Manchmal reicht es schon einen dunklen Teppich zu entfernen und schon wirkt der Raum freundlicher.  Vielleicht habt ihr aber auch das Fenster zugestellt und deshalb kommt nicht ausreichend Tageslicht rein? Dann solltet ihr die Fensterbank freiräumen und zu dunkel geratene Vorhänge austauschen. Durch die Platzierung von Spiegeln könnt ihr das Tageslicht übrigens „vermehren“ und für mehr Licht sorgen. Falls ihr große Schränke habt, die dunkel sind und so den Raum düster erscheinen lassen, könntet ihr an den Türen zusätzlich Spiegel-Platten anbringen. Die gibt es relativ günstig. Auch diese kleine Maßnahme wirkt wahre Wunder in Sachen Erscheinungsbild.

Problem: Raum wirkt überfüllt

  • Lösung: Achtet mal darauf ob eure Möbel alle direkt auf dem Boden stehen. Verfügen Sofa, Schränke, Regale und Co. über Füße? Warum ich das Frage? Ganz einfach: Je mehr Bodenfläche in einem Raum bedeckt ist, desto kleiner und beengter wirkt er. Werden Regale an die Wand montiert oder erhalten Möbelstücke Rollen beziehungsweise Füße sorgt das für ein Plus an Leichtigkeit. Grundregel: Je mehr vom Fußboden frei bleibt, desto besser. Darüber hinaus kann es helfen ein paar Möbel umzustellen. Eine kleine Änderung kann viel bewirken. Wenn man zum Beispiel beim Betreten eines Raum direkt auf einen üppigen, dunklen und hohen Schrank zuläuft, wirkt das zwangsläufig erdrückend. Vielleicht könnt ihr das Möbelstück an eine andere Stelle stellen und dessen Platz nimmt stattdessen ein filigranes Sideboard mit hohen Füßen ein. So sehen Räume gleich viel freundlicher, ordentlicher und einladender aus!

Problem: Raum wirkt niedrig

  • Lösung: Generell sollten Decken bei niedrigen Wänden hell gestrichen werden, um das Zimmer optisch in die Höhe zu strecken. Weiß oder helle Pastellfarben öffnen Räume optisch nach oben. Kleiner Trick: Falls ihr für Wände eine andere Farbe verwendet als für die Decke, könnt ihr einen schmalen Rand der Decke in der gleichen Farbe wie die darunter liegenden Wände streichen. Wände werden so visuell gestreckt. Bei niedrigen Räumen solltet ihr hohe Möbel meiden. Sie lassen den Raum kleiner wirken, als er tatsächlich ist. Eine Luftige Einrichtung mit vielen transparenten Oberflächen wäre ideal.Vielleicht könnt ihr ja ein Möbelstück aus dem Raum entfernen und in einem anderen Zimmer platzieren?

Anhand dieser Beispiele möchte ich euch dazu anregen, Problemzonen in eurem Zuhause nicht länger zu ignorieren, sondern aktiv etwas dagegen zu unternehmen. Meistens kann man mit wenig oder ohne Geld und einfachen Anpassungen eine Menge erreichen. Probiert es aus! Eine Wohnraum-Analyse bringt Klarheit.

Solltet ihr ein Problem in einem Raum haben und keine Lösung finden, dürft ihr mir gerne einen Kommentar hinterlassen. Ich werde versuchen euch eine passende Anregung zu liefern : )

PS: Wie ich die Kiste auf dem Titelbild gestaltet habe, um die Kabel verschwinden zu lassen, verrate ich euch hier.

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