24.04.15

Heute möchte ich mich anlässlich des Ordnungstages dem Thema Minimalismus widmen. Denn ich bin der Meinung, dass ein minimalistischer Lebensstil maßgeblich zu mehr Ordnung beiträgt. Sowohl in der Wohnung als auch im Kopf. 

Im Kampf gegen den Konsumzwang- Minimalismus tut gut

Ich bin schon immer ein Mensch, der sich bei Neuanschaffung zehn mal überlegt, ob das nun wirklich sein muss. Das mache ich nicht aus Geiz, sondern weil ich mich und meine Wohnung nicht mit unnötigen Dingen zumüllen will. Und das ist genau das, wonach sich immer mehr Menschen sehen. Das Glück im Kleinen und Überschaubaren finden, nicht im ständigen Konsum. Minimalisten gibt es viele. Während die einen ihr materielles Dasein erfolgreich auf ein Rucksack beschränken und damit glücklich durch die Welt reisen, gestalten andere ihr Zuhause minimalistisch. Ich gehöre eher zur zweiten Truppe : ) Im Grunde hat der Minimalismus viele Facetten. Man kann ihn nicht als absolut betrachten. Jeder kann für sich selbst herausfinden, wie viel Minimalismus für ihn gut ist. Man muss es ja nicht gleich übertreiben ; )

Doch eins steht fest: minimalistisch zu leben, heißt gleichzeitig sich auf das Wesentliche zu besinnen und Abstand zu nehmen von der konsumgesteuerten Gesellschaft. Brauchen wir wirklich jede Woche neue Dekoration, jeden Monat neue Kleider oder ständig neue Schuhe und Accessoires? Müssen wir jeder Werbung nachgehen und uns verleiten lassen zum unerschöpflichen Kaufrausch? Sicher nicht. Ich möchte wohncore nutzen euch die Vorteile eines minimalistischen Lebensstils näher zu bringen.

Weniger haben, mehr sein

In der modernen Welt ist es leider so, dass sich viele Menschen über ihren Besitz definieren. Sie meinen, sie sind nur jemand, wenn sie viel besitzen. Doch was ist Besitz? Im Grunde nur flüchtige Materie. Wenn wir uns selbst darauf reduzieren, sind wir im Grunde nicht reich, sondern ziemlich arm. Wer seine Umgebung von unnötigem Ballast befreit, tut gleichzeitig seiner Seele einen großen Gefallen. Denn wenn um uns herum Ordnung und Ruhe herrscht, können wir mehr zu uns selbst finden und uns mit den wichtigen Dingen beschäften. Dann werden wir weniger abgelenkt und können uns mehr auf unsere Ziele fokussieren.

Es ist bereits erwiesen, dass Unordnung Stress verursacht und das gleiche gilt auch für zu viele Sachen. Sicherlich kennt ihr das befreiende Gefühl nach dem Ausmisten. Genau das meine ich. Wir fühlen uns freier, geordneter. Vielleicht werden wir uns dabei auch bewusst, wie viel wir eigentlich haben und was wir davon alles gar nicht brauchen. Ich finde, umso mehr wir spüren, dass wir zum Glücklichsein nur ganz wenige Dinge benötigen, desto dankbarer werden wir und desto intensiver können wir jeden Tag leben. Eine schöne, aufgeräumte und minimalistisch ausgerichtete Wohnung bedeutet für mich wohl fühlen, genießen und Freiraum.

Das folgende Zitat bringt es auf den Punkt (ich weiß leider nicht von wem es ist, falls jemand schlauer ist, bitte melden, dann ergänze ich das : ))

Sammle Momente, nicht Dinge!

Und genau darum geht es: Statt ständig mehr und mehr Dinge anzuhäufen, sollten wir mehr erleben, mehr genießen und mehr entspannen.

Mehr Zeit

Umso mehr wir besitzen, desto mehr Zeit benöitgen wir um uns um all die Dinge zu kümmern. Umso größer die Wohnung/das Haus desto mehr gibt es zum Aufräumen. Je mehr Autos und Fahrzeuge, desto mehr müssen wir uns um Instandhaltung und Wartung kümmern. Je mehr Gegenstände sich in der Wohnung befinden, desto mehr müssen wir aufräumen, abstauben und sortieren. Je mehr Möbel wir benötigen, je mehr steigt der Aufwand für Reinigung und Pflege. Dies lässt sich auf alles und jeden Bereich ausweiten.

Ich will damit nicht sagen, dass ihr euch ein Zelt kaufen und campen gehen sollt um euren Besitz auf ein Minimum zu bringen. Mir geht es darum, dass man sich bei jeder Anschaffung überlegen sollte, ob das nötig ist und ob man mit dem Mehraufwand tatsächlich etwas zu tun haben will. Möchtet ihr noch mehr Deko abstauben, noch mehr Dinge verstauen, noch mehr Kleider waschen / bügeln? Oder wollt ihr Freizeit? Macht euch mal Gedanken darüber, wie viel euch der Kauf eines neuen Gegenstandes langfristig Zeit kostet. Da ist nicht nur die Fahrt ins Geschäft oder das Stöbern im Netz. Dazu kommen die Zeiten, die ihr braucht um etwas instand zu halten, zu pflegen und es wieder loszuwerden.

Natürlich ist es im Einzelnen vielleicht nicht viel. Aber im Gesamten kommen da einige Stunden Lebenszeit zusammen. Ich selbst merke das auch. Ich habe bereits auf Flohmärkten gestanden und nutze eine App zum Verkaufen von Gebrauchtwaren. Ich habe schon sehr viele Stunden damit verbracht Dinge loszuwerden. Ich bin froh, dass ich meinen Besitz von vielen unnützen Dingen befreien konnte.

Mehr erleben

Wer mehr Zeit hat, kann mehr erleben. Und das passt wunderbar zum Minimalismus. Wenn ihr weniger besitzt, müsst ihr weniger tun. So einfach ist das. Und die freie Zeit könnt ihr sinnvoller nutzen. Vielleicht zum genießen eurer schönen Wohnung? Die kann nämlich auch ohne Tausende Dinge wunderbar aussehen und vielleicht sogar einladender erscheinen!

Eine ordentliche und übersichtliche Wohnung mit weniger Dingen lässt Platz für Gedanken, Gespräche und schöne Momente. Vielleicht nutzt ihr aber auch die Gelegenheit und unternehmt etwas schönes. Lasst eurer Fantasie freien Lauf. Sicherlich wird euch etwas einfallen ; )

Mehr Geld

Auch das Thema Finanzen spielt beim Minimalismus eine Rolle. Viele überzeugte Minimalisten greifen bei notwendigen Neuanschaffungen zu hochwertigen Produkten. Damit beugen sie der Wegwerfgesellschaft vor und ersparen sich in den meisten Fällen viel Ärger. Denn: Wer billig kauft, kauft zweimal. Statt von allen Dinge zu viel zu kaufen und zu oft, gilt es sich vom Massenkonsum zu verabschieden.

Konsumiert wird, um etwas nützliches zu besorgen, das tatsächlich Mehrwert hat. Wer bewusster kauft, und das fängt bei Lebensmitteln an und hört bei Wohnaccessoires auf, wird auf Dauer viel Geld sparen. Minimalismus kann auch bedeuten, defekte oder Dinge mit Gebrauchsspuren nicht zu entsorgen, sondern zu überlegen, ob man daraus noch etwas machen kann. Das kommt sowohl eurem Geldbeutel als auch der Umwelt zugute.

Minimalismus beim Wohnen

Minimalismus betrifft das gesamte Leben. Doch mich beschäftigt es besonders beim Wohnen. Ich distanziere mich gern vom gängigen Kaufen und Ansammeln. Ich brauche keine dritte Küchenschere, zwanzig Geschirrtücher, zehn verschiedene Duschutensilien oder dutzende von Tellern und Dosen. Stattdessen hat das meiste was ich besitze einen realen Zweck. Es liegt nicht wochen- oder gar Monate lang herum bevor ich es brauche. Der Großteil meiner Besitztümer ist ständig in Verwendung. Und das freut mich immer wieder.

Jeder von uns besitzt zu viel. Bis auf die rigorosen Minimalisten  ; ) Deshalb: Packt es an und probiert es aus. Wie wäre es mit einem Monat Konsum-Verbot? Testet euch selbst und schaut mal wo ihr landet!

Folgende Tipps zum Schluss um dem Minimalismus eine Chance zu geben:

  • Kaufe nur das Nötigste
  • Trenne dich bei jedem neu gekauften Gegenstand von einem „alten“
  • trenne dich von allen ungeliebten und unbrauchbaren Dingen
  • Überdenke deinen Besitz, was brauchst du wirklich?
  • Kaufe weniger oder nichts mehr als „Ersatz“. Sollte etwas kaputt gehen, kannst du es jederzeit nachkaufen

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