02.10.15

Diese Woche war es mal wieder Zeit Tabula rasa zu machen und die Wohnung auf Vordermann zu bringen. Dabei habe ich nicht nur die wöchentlichen Arbeiten erledigt, sondern mein Zuhause auch mal wieder von einigen Dingen befreit, die durch Neues ersetzt wurden oder einfach nicht mehr zu meinen Lieblingssachen gehören und deshalb weg müssen. Im heutigen Beitrag habe ich diesbezüglich ein paar Tipps und Anregungen für euch arrangiert, die es euch erleichtern sollen langfristig mehr Ordnung zu schaffen.

Altes oder defektes durch Neues austauschen

Der Alltag bringt es mit sich, dass regelmäßig Dinge kaputt gehen. Das ist nicht schlimm, sondern einfach normal. Wichtig ist sowohl für unser Gemüt als auch für einen schöneren Alltag, dass wir diese Dinge konsequent und vor allem regelmäßig ausrangieren. Bei mir sah das diese Woche zum Beispiel folgendermaßen aus:

  • kaputte Tassen-Untersetzer entsorgt
  • alte Schreibtischlampe durch neues, sparsameres und helleres Modell ausgetauscht
  • alte Lampe verschenkt
  • unbrauchbare Pfanne ausrangiert und entsorgt
  • alte Geschirrtücher ausrangiert (mit Flecken, die nicht mehr rausgehen und kleinen Löchern)

Einige asiatische Völker sind davon überzeugt, dass jeder kaputte Gegenstand in einer Wohnung die Seele belastet. Ob das so ist, kann ich nicht beweisen, aber ich finde es klingt logisch. Ist etwas kaputt, ärgern wir uns oft darüber oder bringen zumindest negative Gedanken damit in Verbindung. Ich bekam das erst diese Woche zu spüren. Ich hatte im Küchenschrank noch Tassen-Untersetzer mit abgebrochenen Kanten stehen. Als ich einen davon herausnahm, schnitt ich mir in den Finger. Der Frust war natürlich groß. Vor allem ärgerte ich mich über mich selbst und fragte mich, warum ich diese Teller nicht schon längst entsorgt habe. Gästen kann und will ich diese Dinge sowieso nicht servieren und warum sollte ich mich selbst damit frustrieren? Sind wir es uns denn nicht schuldig intakte und schöne Dinge zu verwenden? Gerade die einfachen Dinge sind es doch bekanntlich, die den Alltag einfacher und angenehmer machen.

Das Leben ist eindeutig zu kurz, um die schönen Dinge für irgendwann aufzubewahren. Das ist der nächste Punkt auf meiner Liste, den ich euch vermitteln will. Viele haben von allem immer zu viel oder bewusst alles doppelt, um die „schlechten“ Dinge für jeden Tag zu nehmen und die „guten“ Sachen für besondere Anlässe. Dabei stellt sich die ultimative Frage: WARUM? Warum sollten wir den Alltag weniger wertvoll einstufen, als Weihnachten, Ostern oder einfach den Besuch von Gästen? Ist nicht jeder Tag unseres Lebens wertvoll? Ich finde doch und deshalb hole ich die Kristallgläser aus dem Schrank obwohl kein Feiertag ist, verwende das gute Parfum täglich, hole mir Blumen aus dem Garten und nutze jeden Tag das schöne Geschirr, das viele für Besuch „aufsparen“. Dazu fallen mir noch ein paar Zitate ein, die wir uns täglich bewusst machen sollten:

Jeder Tag ist ein Geschenk.

Jeder Tag ist ein kleines Leben.

Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden.

Tu deinem Leib etwas Gutes, damit die Seele Lust hat, darin zu wohnen.

Glück entsteht oft durch Aufmerksamkeit in kleinen Dingen.

Erledigungen möglichst schnell abarbeiten

Kennt ihr das, wenn sich nach und nach diverse Erledigungen anhäufen und in eurem Kopf langsam aber sicher ein kleines Chaos entsteht, weil ihr ständig an die unerledigten Aufgaben denken müsst? Mein Tipp: Alles was ihr nicht in den nächsten 5 Minuten erledigen könnt, auf ein leeres Blatt Papier schreiben. So sind die Aufgaben erst einmal aus eurem Kopf und ihr vergesst es nicht mehr. Macht daraus eine übersichtliche To-Do-Liste, die ihr möglichst zügig abarbeitet. Bei mir steht auf einer derartigen Haushalts-To-do-Liste zum Beispiel folgendes:

  • Defekte Leuchtmittel austauschen
  • Griffe an Pfannen und Töpfen nachziehen
  • Schubladen leimen
  • Küchengeräte entkalken
  • Wohnzimmerkissen waschen
  • Abflüsse reinigen

Das sind alles Dinge, die einem ständig im Kopf herumschwirren, aber wenn man dann mal zwischendurch Zeit hat, denkt man nicht daran. Habt ihr eine solche To-do-Liste für den Haushalt beugt ihr auch der bekannten Aufschieberitis vor ; ) Probiert es mal aus. Ihr könnt die Aufgaben auch auf Familienmitglieder aufteilen und eine Deadline setzen.

Konsequenter Austausch

Was mir generell dabei hilft meine Wohnung vor der Überflutung von Dingen zu bewahren, ist der konsequente Austausch. Sobald ein neuer Gegenstand in meine Wohnung gelangt, versuche ich etwas anderes zu verbannen. Im obigen Beispiel könnt ihr das direkt nachvollziehen. Kaufe ich mir eine neue Lampe, wird die alte nicht anderweitig abgestellt, nur damit sie bleiben kann, sondern verschenkt, verkauft oder entsorgt. Vorausgesetzt ich brauche sie nicht an anderer Stelle. Ist etwas kaputt, tausche ich es aus.

Gleiches gilt für Dekoration oder andere brauchbare Dinge wie Handtücher und ähnliches. Durch diesen Austausch umgebt ihr euch gleichzeitig nur mit schönen und intakten Dingen. Natürlich bin ich nicht für einen verschwenderischen Umgang mit Dingen. Im Gegenteil. Aber man sollte auch nicht anfangen altes und kaputtes zu sammeln. Ist etwas noch brauchbar, aber ihr wollt es dennoch durch etwas dekorativeres und neueres ersetzen? Dann spendet es doch einfach. So erfüllen eure Besitztümer einen sinnvollen Zweck, statt in eurer Wohnung für Monate oder gar Jahre ungenutzt herumzuliegen.

Räume regelmäßig ausmisten

Auch wenn ich ordnungsliebend bin, klappt es auch bei mir nicht immer, dass ich tatsächlich nur Dinge um mich habe, die ich mag und brauche. Über Wochen und Monaten schleichen sich scheinbar unbemerkt Gegenstände in die Wohnung, wo ich mich irgendwann frage, wo die überhaupt her kamen. Da das für mich auf Dauer nicht geht, weil mich sowas nervt, gehe ich regelmäßig mit einem wachsamen Blick durch die Zimmer und sammle alles ein, was ich nicht mehr benötige oder behalten möchte. Anschließend entscheide ich, ob ich die Sachen verschenke, verkaufe, spende oder direkt entsorge.

Ich hoffe ihr findet darunter ein paar sinnvolle Ideen und Anregungen für euren Alltag. Und immer dran denken: Lasst es euch jeden Tag gut gehen : )

Falls ihr weitere Ideen oder besondere Problemzonen in eurer Wohnung habt, freue ich mich über euren Kommentar.

Viele Grüße,

eure Gaby

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