30.05.14

Eine Bekannte hat mich vor einigen Wochen gebeten einen Kinderstuhl und eine kleine Garderobe für sie umzugestalten. Beides sollte weiß werden. Gerne machte ich mich an die Arbeit. Zunächst bearbeitete ich den kleinen Stuhl, der künftig zu Dekorationszwecken genutzt werden sollte mit dem Osmo Dekorwachs. In Teil 1 zur Stuhl Umgestaltung zeige ich euch wie es mit der ersten Farbschicht dieses Materiales geklappt hat.

Der Holzstuhl vorher

Erst einmal ein Bild von dem Kinderstuhl, wie er vorher aussah. Es handelt sich um einen kleinen Holzstuhl. Da das Holz bereits geschliffen war, musste ich bei diesem Möbelstück nicht selbst schleifen. Das war mir ganz recht, denn das Schleifen gehört nicht gerade zu meiner Lieblingsbeschäftigung. Streichen gehört da schon eher dazu ; )

Stuhl vorher

Das Material – Osmo Dekorwachs

Anders als bisher verwendete ich auf Wunsch der Bekannten keine herkömmliche Grundierung und Decklack, sondern Dekorwachs von der Firma Osmo. Das kam wie gerufen, denn ich war echt gespannt, wie sich dieses Material verarbeiten lässt. Zuvor habe ich noch nicht mit Dekorwachs gearbeitet. Das Osmo Dekorwachs ist weiß transparent (deckt also nicht vollständig, was einen hübschen Shabby-Look zulässt), seidenglänzend, wasserabweisend und abriebfest. Die Naturöl-Wachs-Basis ist besonders schonend für die Gesundheit, denn es sind keine schädlichen Stoffe enthalten! Ein großer Vorteil angesichts der großen Auswahl an Lacken und Farben, die Umwelt und Gesundheit belasten.

Als ich die neue Dose öffnete, erinnerte die Masse nicht wirklich an Wachs. Eher an Wasser ; ) Denn der Inhalt war enorm flüssig. Doch aus Erfahrung weiß man ja, dass man erst nach gründlichem Rühren ein Urteil fällen darf.

Und siehe da, nach einigen Minuten Rühren war das Wachs schön weiß und auch dickflüssiger. Es konnte also los gehen.

Der erste Anstrich

Beim ersten Anstrich mit dem Dekorwachs befürchtete ich erst, dass das Ganze nix wird. Denn das Holz saugte das Wachs so dermaßen schnell auf, das kaum etwas übrig blieb. Aber ich hielt mich streng an die Angaben auf der Dose. Dort stand nämlich extra drauf, dass man keinesfalls mehr als zwei Schichten auf Holz aufbringen soll. Und würde ich gleich mehrmals drüber streichen, weil es meiner Meinung nach zu wenig deckt, hätte ich diese Vorgabe direkt missachtet. Und da es ja auch heißt „transparent“ hatte ich Hoffnung, dass der zweite Anstrich den erhofften Effekt mit sich brachte.

Der Stuhl sollte nämlich ein schönes Vintage-Stück werden und kein Möbelstück mit deckender Oberfläche. Eine perfekte weiße Schicht war nicht gewollt. Vielmehr sollte die Holzmaserung möglichst gut zur Geltung kommen und dafür war das Dekorwachs rückblickend betrachtet ideal! Aber das seht ihr dann im zweiten Teil.

Wie ihr auf dem folgenden Bild gut erkennen könnt, sieht die erste Schicht ziemlich schlimm aus. Deshalb hatte ich auch solche Bedenken. Man sah jeden Pinselstrich und das ziemlich heftig…

…. auch hier könnt ihr es gut sehen. Schön ist etwas anderes ; ) aber…

Lehne

… die Struktur veränderte sich langsam, wie ihr auf dem nächsten Bild gut erkennt. Die Holzmaserung kam immer besser zum Vorschein.

Nach und nach nahm der Stuhl „Form“ an. Auch wenn das meiste Wachs im Holz auf nimmer Wiedersehen verschwand, konnte man schon erahnen wie das Ergebnis wird.

Stuhl vorne 1. Anstrich

Das Ergebnis

Am Ende sah das dann folgendermaßen aus:Wie gesagt, war der erste Anstrich ziemlich dünn und die Holzfarbe blitzte noch stark durch. Aber der zweite Anstrich sollte hier Besserung bringen. Vorher musste der Stuhl 48 Stunden trocknen. Denn am nächsten Tag war das Wachs noch ziemlich klebrig. Deshalb hing ich noch einen weiteren Tag dran.

Mehr dazu im nächsten Teil : )

 

Stuhl Umgestaltung – Teil 2

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