09.11.13

Wie ich euch bereits in einigen Beiträgen erläutert habe, bin ich dabei den Flur umzugestalten. Als ich diesen Sommer in einem Heft eine originelle Dekoration mit einem einfachen Holzbrett und Bilderrahmen entdeckte, beschloss ich das Mal auszuprobieren. Im heutigen Beitrag zeige ich euch, was ich daraus gemacht habe.

 Die Grundlage – ein Holzbrett

Auf der Suche nach einem geeigneten Holzbrett sah ich mich auf unserem Schopf um. Die Auswahl an altem Kram und Brettern ist für Bastler wie mich, wie ein kleines Paradies ; ) Viele alte gebrauchte Dinge, die vor meinen Augen zu kreativen Kleinigkeiten werden. Beim Durchwühlen der Brettersammlung habe ich mich für folgendes Exemplar entschieden…

… warum gerade das? Weil es tolle Prägungen und Metallbeschläge hat, die einen einzigartigen Charakter ausstrahlen! Auf dem nächsten Foto könnt ihr die Schriften an den Seiten erkennen.

Besonders der Metallbeschlag an der Oberseite gefiel mir sofort!

Schritt 1 – gründlich abfegen und reinigen

 Da das Brett, wenn man damit fertig ist, in der Wohnung aufgestellt werden soll, muss es gründlich gereinigt werden. Natürlich hängt das auch vom Zustand des Brettes ab. Meines zumindest war enorm schmutzig und ich habe mir ausreichend Zeit genommen zum Abbürsten. Nach dem Bürsten habe ich das Brett mit reichlich Wasser abgespült. Damit wird auch feiner Staub und Schmutz in den Rissen und Lücken im Holz ausgespült. Danach muss das Brett natürlich lange genug trocknen. Am besten natürlich draußen an der frischen Luft. Ich habe es dort eine Woche stehen gelassen.

Schritt 2 – schleifen

Damit sich später niemand an abstehenden Holzspriesen verletzt und die Oberfläche  schön anzuschauen ist, habe ich anschließend das gesamte Brett mit Schleifpapier von Hand abgeschliffen. Von Hand deshalb, weil ich ich die rustikale Oberfläche nicht zerstören wollte. Mit einer  Schleifmaschine hätte die Gefahr bestanden, dass das Brett den gewollt alten Charme verliert.

Schritt 3 – Patina verstärken

Um die natürlich entstanden Patina zu verstärken und den alten Geruch des Holzes zu neutralisieren, habe ich das Holz mit Essigessenz behandelt. Diese Behandlung ist total günstig und leicht umzusetzen. Der Essig zieht tief ein und lässt den teilweise unangenehmen Geruch des Holzes verschwinden. Nachdem das Holz vollständig mit Essig bedeckt war, habe ich mit einer Stahlbürste die Oberfläche ein bisschen bearbeitet. Nicht lange und nicht stark. Einfach nur um die Holzstruktur etwas besser zur Geltung zu bringen und den rustikalen Look zu unterstreichen.

Anschließend das Brett wieder einige Tage im Freien stehen lassen, damit es gut durchtrocknet. Der strenge Geruch von Essig verflüchtigt sich nach ein paar Tagen und ein weiteres Abwaschen ist eigentlich nicht nötig. Wie ihr auf dem nächsten Bild seht, ist anschließend auch die helle Schicht auf dem Holz verschwunden, die die natürliche Maserung des Holzes vorher verdeckte.

Brett-trocken

Kartoffelsäcke als Dekorations-Element

Ein Brett allein wäre natürlich viel zu langweilig als Dekoration. Beim Stöbern auf dem Schopf vielen mir zwei alte Kartoffelsäcke auf. Sie haben tolle Beschriftungen, die einfach super zu dem alten Brett passen würden. Ich konnte mir die Kombination bereits gut vorstellen. Am Ende sollte alles ein bisschen nach Urlaub aussehen. Deshalb schnappte ich mir die Säcke und musste diese erst einmal gründlich waschen. Denn wie man sich vielleicht vorstellen kann, rochen die beiden nach Jahrzehnten auf dem Speicher nicht gerade lecker. Zumal die ja garantiert zum Lagern von Kartoffeln oder ähnlichem genutzt wurden. Mein Gott wenn ihr wüsstet wie die gestunken haben : )) Aber das war mir egal. Das Ergebnis zählt!

Die Kartoffelsäcke habe ich in der Badewanne mit warmen Wasser und gaaaaanz viel Shampoo eingeweicht und erstmal einige Tage liegen gelassen. Das Badezimmer roch dann zwar ähnlich schlimm, aber was muss das muss ; ) Dann habe ich die Kartoffelsäcke mehrmals gründlich ausgewaschen und gut trocknen lassen. Natürlich auch wieder draußen. Am Ende entschied ich mich für den schönsten der beiden Kartoffelsäcke. Wie der heute aussieht, seht ihr am Ende des Beitrags.

Bilderrahmen zum Kombinieren

Meine Idee war noch, das Brett mit einem schönen Bild aus dem diesjährigen Urlaub zu bestücken, um den gewünschten Look zu erzielen, der ein bisschen Urlaubs-Feeling ausstrahlen soll. Dazu kaufte ich mir schöne Bilderrahmen mit einer hübschen Struktur. Am Ende entschied ich mich nur für einen einen davon, weil das Brett sonst zu voll geworden wäre.

Die Struktur des Rahmens gefällt mir sehr gut…

…Sie passt optimal zum Holz des Brettes und der Kontrast zwischen Naturholz und Weiß kommt gut, wie ich finde.

Herzanhänger als verspieltes Element

Um die gesamte Dekoration ein bisschen aufzulockern, habe ich das Brett zusätzlich mit einem kleinen Herzanhänger ergänzt. In weiß passend zum Bilderrahmen entsteht ein harmonischer Gesamteindruck.

Un das blau-weiße Schleifchen ergibt zusammen mit dem Kartoffelsack mit charakteristischen Aufdruck und dem Bild eines Sonnenuntergangs eine Optik, die ein bisschen an ein Abenteuer auf hoher See erinnert : )

Das Ergebnis

Und das Ergebnis entspricht dem, was ich mir vorgestellt hatte. Ein Dekorations-Element mit eigenem Charakter und einer Geschichte. Das blöde leere Eck im Flur ist nun auf kreative Art und Weise aufgewertet und gefüllt. Ich hoffe euch gefällts. Vielleicht konnte ich euch damit ein paar Anregungen und Ideen an die Hand geben. Schaut mal in eurem Keller, auf dem Dachboden oder einem Flohmarkt nach solchen alten Sachen. Mit etwas Fantasie entstehen daraus die schönsten Dinge. Auch Treibholz eignet sich beispielsweise wunderbar zum Basteln und Gestalten.

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