10.05.14

Um das gleich vorwegzunehmen: Nein, ich habe keinen Flohmarkt bei mir Zuhause veranstaltet ; ) Ich habe mir die Zeit genommen und bin zwei Mal auf einen Flohmarkt gestanden, um ungeliebte und unnütze Dinge zu verkaufen. Heute will ich mit euch meine Erfahrungen teilen.

Mein erster Flohmarkt

Wie ihr beim Lesen einiger meiner Beiträge vielleicht schon gemerkt habt, bin ich grundsätzlich jemand, der gern nur geliebte Dinge um sich hat. Sobald ich merke, dass sich Gegenstände ansammeln, die ich nicht mehr mag oder brauche, miste ich aus, um Ordnung zu schaffen. So landen regelmäßig diverse Kleinigkeiten auf der Abschussliste : )

Als ich einen netten Haufen dieser Dinge zusammen hatte, kam mir die Idee eines Flohmarktes. Schon immer wollte ich das mal ausprobieren. Also entschied ich mich letztes Jahr im November trotz eisiger Kälte und Erkältung einen Samstag dafür zu opfern. Damit es sich so richtig lohnt, habe ich auch meine Eltern gebeten, auszumisten (weil es auch dort mal notwendig war). Daher war unser Kombi am Ende ziemlich voll! Auf folgendem Bild könnt ihr meine Wenigkeit mit den Flohmarkt-Artikeln sehen. Der linke Tisch mit lila Tischdecke ist komplett mit Gerümpel von mir voll. Der rechte Tisch dagegen ist voll mit Geschirr und Co. meiner Eltern.

An dem Tag muss ich sagen lief es ganz gut. Also relativ, will ich mal sagen. Bekannte von mir hatten mir Hoffnung gemacht. Und eigentlich dachte ich auch, dass ich ganz schöne Sachen hätte, die bestimmt für einige Leute interessant sein könnten. Darunter Diddl-Artikel (die habe ich früher gesammelt), Bücher, Sportartikel, Deko, Geschirr und und und. Am Ende des Tages und abzüglich der Standgebühr von rund 20 Euro blieben als „Gewinn“ 60 Euro. Natürlich ist das für den ganzen Aufwand nicht wirklich üppig. Schließlich muss man bedenken, dass man das ganze Zeug ins Auto laden, Tische organisieren, am Ende wieder alles abbauen und einräumen sowie den ganzen Tag mit Verkaufen verbringen muss. Ich war an dem Tag von 7 Uhr früh bis 15 Uhr mittags auf dem Flohmarkt.

Aber ich habe es ja auch zum Spaß gemacht. Und ich muss sagen, dass mir das Verkaufen echt Freude bereitet hat und dafür waren die 60 Euro dann auch ok. Schließlich würden die Sachen sonst immer noch hier rumliegen und nichts nützen. Vor allem weil für die schlechten Wetterverhältnisse echt einige Leute da waren, war ich am Ende ganz zufrieden. Aber in dem Sinne lohnenswert, kann man es rein rechnerisch natürlich nicht nennen ; ) Immerhin war nachmittags einiges von meinem Zeug weg. Von meinen Kisten waren wenigsten zwei leer.

Der zweite Versuch 2014

100% zufrieden war ich aber beim ersten Versuch auf dem Flohmarkt nicht wirklich. Es war immer noch sooo viel Zeug übrig, das weg musste. Ich hatte Hoffnung, dass die begrenzte Ausbeute im Herbst mit dem Wetter zusammenhing und nahm mir vor, es noch ein Mal zu versuchen. Dann aber im Frühjahr wenn es warm und sonnig ist. Gesagt getan, ging es letzten Monat wieder auf den gleichen Platz auf den Flohmarkt. Und obwohl man ja sagt, „Morgenstund hat Gold im Mund“ war es an diesem Tag leider nicht so. Um ehrlich zusein, ging ich ziemlich enttäuscht nach Hause und das frühe Aufstehen brachte gar nichts.

Ich hatte mir noch mal die Mühe gemacht und den ganzen Kram von mir und meinen Eltern dort hingeschleppt und stand wieder für die gleiche Dauer auf dem Flohmarkt. Der Kassensturz brachte dann Ernüchterung: Nach Abzug der Standgebühren, die genauso hoch waren wie im Herbst, blieben mir ganze 6 Euro : (( Von Gewinn will ich gar nicht reden. Denn rechnet man noch den Sprit weg, den ich wieder verfahren habe, war es leider eine enttäuschende Null-Nummer! Warum das so war, kann ich mir bis heute nicht erklären. Das Wetter war top, Menschen waren genug da, aber kaufen wollte niemand!

Etwas erleichtert war ich, als ich auch andere Verkäufer jammern hörte. Ich versuchte nämlich am Ende des Flohmarkts noch meine Sachen an einen Händler zu verkaufen. Die kennt ihr bestimmt wenn ihr schon mal auf dem Flohmarkt wart. Das sind die typischen Marktschreier, die alles mögliche „professionell“ verkaufen. Die kaufen manchmal auch ganze Tische von privaten Flohmarkt-Ständen auf, um sie an anderen Tagen selbst zu verkaufen. Doch auch da hatte ich kein Glück. Da ich ziemlich viel gemischte Dinge hatte, war das meiste uninteressant für die. Aber auch alle Händler klagten darüber, dass kaum Umsatz gemacht wurde, trotz des Wetters. Einige haben noch nicht einmal die Standgebühr eingenommen. Die hatte ich wenigstens raus.

Mein Fazit

Mein Fazit zu meinem kleinen Flohmarkt-Experiment: Falls ihr es mal versuchen wollt, kann ich nur empfehlen die Erwartungen etwas runterzuschrauben. Man braucht auch ein bisschen Glück denke ich, wenn man guten Umsatz machen will. Und natürlich attraktive Sachen. Dann kommt es auch auf den Standort an. Informiert euch vorher, welche Flohmärkte attraktiv sind. Ich denke es kann sich lohnen eine etwas weitere Strecke in Kauf zu nehmen, dafür aber von mehr Betrieb zu profitieren.

Übrigens hier eine kleine Liste mit Dingen, die bei mir ganz gut verkauft wurden:

  • Figuren (Pferde, Terrakotta-Artikel)
  • Telefone, Fax, Handys
  • Schmuck (da waren die Leute echt scharf drauf)
  • Uhren (auch die kamen gut an)
  • Tupperware
  • Geschirr (Tassen, Gläser, Schüsseln und Co.)
  • Töpfe
  • Besteck, Kochlöffel usw.
  • Sonnenbrillen
  • Spielsachen

Was weniger gut bis gar nicht lief:

  • Bücher
  • Puzzle
  • Plüschtiere
  • Taschen
  • Tischdecken, Tücher und andere Textilien

Diese kleine Auflistung ist natürlich nicht repräsentativ. Aber ich will euch hier ja auch nur meine Erfahrungen aufzeigen ; )

Ich muss sagen, dass mir das erste Mal wirklich Spaß gemacht hat. Es war mega spannend weil man mit dutzenden Menschen ins Gespräch kommt. Aber das zweite Mal hat mir ehrlich gesagt die Freude daran wieder genommen. Was aber auch nicht schlimm ist. Ich wusste ja, dass das für mich eine einmalige oder höchstens zweimalige Sache wird, um meinen Kram zu verkaufen. Es sollte einfach ein Versuch sein, ob ich meine ausrangierten Dinge noch zu Geld machen kann. Wirklich gut geklappt hat es nicht. Weshalb ich mich anschließend nach Alternativen umgeschaut habe. Doch dazu nächste Woche mehr. Dann erzähle ich euch wie ich die Flohmarkt-Artikel doch noch losgeworden bin und welche Möglichkeiten es dafür gibt ; )

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