06.03.15

Heute ist schon wieder Ordnungstag. Wie ihr von letzter Woche vielleicht noch wisst, habe ich kürzlich unsere Küche aufgeräumt. Ein Küchenschrank war ebenfalls an der Reihe. Besonders die Aufbewahrung von Gewürzen beschäftigte mich. Im heutigen Beitrag zeige ich euch, wie ich das Chaos in den Griff bekommen habe.

Küchenschrank vorher

In einem meiner Küchenschränke bewahre ich neben Gewürzen auch Tee und diverse Dinge zum Backen auf. Darunter Mehl, Zucker, eine Waage und einiges mehr. Mit der Zeit entstand allerdings eine gewisse Unordnung, die mich ziemlich nervte. Besonders die Gewürze waren mir ein Dorn im Auge. Wie ihr auf folgendem Bild sehen könnt, befinden sich alle Gewürze im untersten Fach des Küchenschranks. Allerdings stehen alle Gläser, Döschen und Packungen einzeln im Fach

Das ist vor allem deshalb unpraktisch, weil man beim Kochen zahlreiche Gewürze einzeln aus dem Schrank holen muss. Das ist nicht nur zeitaufwändig, beim Herausholen muss ich zudem auch immer suchen, bis ich die passenden Gewürze finde. Währenddessen schiebe ich alles was ich nicht brauche zur Seite und kämpfe mir quasi meinen Weg frei. Dadurch fällt das dauerhafte Ordnung halten einfach schwer. Selbst wenn ich das Regal regelmäßig sortierte, hat es nicht wirklich geklappt. Eine Lösung musste her!

Aufbewahrung

Die Lösung kam dann auch. Und zwar in Form eines Holztabletts. Im Grunde ist es kein richtiges Tablett. Das Holzelement stammt ursprünglich von einem Brot-Schneidebrett. Es war total unpraktisch, weshalb ich es auch nie benutzt habe. Ich habe es vor Jahren mal irgendwo geschenkt bekommen. Es lag nur in der Ecke, hatte aber keinen Zweck. Als ich aber kürzlich überlegte, wie ich meine Gewürze besser aufbewahren könnte, kam mir die Idee, das Innenteil des Brot-Schneidebretts (Auf dem Innenteil hat man eigentlich das Brot aufgelegt zum Schneiden.) herauszunehmen und nur das untere Teil dafür zu verwenden. Dank des Rands eignet sich das Teil prima, weil nichts herausfliegen kann.

Allerdings passen natürlich nicht alle Gewürze und Dosen darauf. Aber das muss auch gar nicht sein. Denn mir war wichtig, dass auf dem Holztablett alles landet, was ich ständig zum Kochen benötigte. Das hat den Vorteil, dass ich dann mit einem Handgriff alles parat habe, was ich zum Würzen des Essens brauche. Ich hole also künftig nicht mehr jedes einzelne Gewürzbehältnis raus, sondern das ganze Tablett. Natürlich habt ihr wahrscheinlich nicht genauso ein Tablett zur Verfügung. Aber schaut mal nach etwas ähnlichem Ausschau. Auch Plastikbehälter, die als Verpackung von Gemüse oder sonstigen Lebensmitteln nach dem Auspacken bereits ausgedient haben und im Mülleier landen, eignen sich.

Bevor es ans Einräumen ging, musste der Schrank natürlich erst mal gereinigt werden.

Ausräumen – Reinigen – Ausmisten – Einräumen

Das ist ein grundlegender Ordnungstipp: Wenn ihr Fächer, Schränke, Schubladen oder sonstiges aufräumen wollt, rate ich euch zuerst alle Gegenstände auszuräumen, dann die leeren Flächen zu reinigen und erst im Anschluss neu einzuräumen. Im Idealfall nutzt ihr die Gelegenheit und mistet gleichzeitig aus. Dabei spielt es keine Rolle wo und was ihr gerade aufräumt. Dieses Prinzip könnt ihr immer anwenden. So habt ihr gleich richtig aufgeräumt und nicht nur oberflächlich. Also: Ausräumen – Reinigen – Ausmisten – Einräumen!

Nachdem das Fach schön sauber war, räumte ich alles wieder ein, was ich nicht täglich brauche. Dazu gehören Vorratspackungen und Soßen. Die Soßenpulver benutzt ich nur selten, weil ich meistens alles selber mache. Aber wenn es mal schnell gehen muss, bin ich dankbar für die Alternative.

Alle anderen Gewürz-Behälter, die ich ständig in Verwendung habe, kamen auf das Tablett. Dazu gehören bei mir zum Beispiel:

Salz

Pfeffer

Paprika-Pulver

Chili

Koriander

Vegeta

Majoran

Oregano

Curry

Masala

Gläser zum Aufbewahren

Glücklicherweise passten alle meine Gewürze auf das Tablett. An dieser Stelle noch ein Tipp: Ich verwende zum Aufbewahren von getrockneten Kräutern, Gewürzen und Co. gerne Marmeladen-Gläser. Aber auch Gläser, die ich durch den Kauf bestimmter Lebensmittel erhalte, nehme ich dafür. Zum Beispiel liebe ich getrocknete Tomaten. Die sind immer in sehr schönen Gläsern verpackt, die nach einem Durchgang in der Spülmaschine sofort einsatzbereit sind.

Die Vorteile von Gläsern im Überblick:

  • Der Inhalt ist stets trocken und luftdicht verpackt
  • Gewürze und Co. bleiben lange frisch
  • Aroma bleibt erhalten
  • transparent, man sieht den Inhalt
  • gut zu beschriften
  • einfaches Entnehmen des Inhalts

Ich mache es meistens so, dass ich das Etikett der Gewürzverpackungen ausschneide und mit Tesa auf die Gläser klebe. Selbst wenn sich der Inhalt einmal ändert, kann ich die Gläser weiterverwenden und muss nicht ständig die Beschriftung ändern. Beim Beschriften mit Stiften oder Etiketten nervt mich, dass man die so schlecht entfernen kann. Am Bild weiter unten seht ihr auch ein Beispiel. Da hatte ich bereits ein Glas von Bekannten bekommen, das zuvor Marmelade enthielt. Das Papieretikett geht einfach nicht mehr ab. Sieht nicht nur blöd aus, es ist auch unpraktisch zum Weiterverwenden. Vielleicht gibt es ja Papieraufkleber, die besser sind, als die, die ich kenne. Wer welche kennt bitte melden ; )

Super praktisch an dem Tablett ist auch, dass ich an jedes Gewürz gut drankomme. Von oben und der Seite sehe ich sofort, wo was ist und muss nicht mehr lange suchen. 

Und im Küchenschrank herrscht nun endlich Ordnung : ) Ein Griff und ich habe alles, was ich brauche.

Fächer sinnvoll einräumen

Neben dem Gewürz-Fach habe ich auch beim Tee und den oberen Boxen aufgeräumt. Wobei hier nicht wirklich Chaos herrschte. Ich habe lediglich ein paar Kleinigkeiten in die Boxen an ihren Platz gesteckt. Wie ihr seht, habe ich hier eine gewisse Grundordnung. Diese habe ich jedoch nicht nach dem Zufallsprinzip gewählt, sondern aus gewissen Gründen:

  1. oberes Fach: Dinge die ich nicht of brauche (Waage, Puderzucker, Kakao, Ausstechformen)
  2. zweites Fach von oben: Zuckerdose, Mehldose, Backzubehör, brauche ich auch nicht so oft, aber wenn dann komme ich bequem an alles dran
  3. drittes Fach von oben: Tee, wird oft benötigt und ist deshalb weiter unten griffbereit
  4. viertes Fach von oben: Gewürze, brauche ich fast täglich, deshalb im untersten Fach

Regalbretter richtig anordnen

Die Regalbretter wurden so angeordnet, dass kaum Platz verschwendet wird. Das kann ich euch nur raten, denn leider werden Küchenschränke oft so unpraktisch unterteilt, dass viel Raum gar nicht genutzt wird. Wir haben hier zwei zusätzliche Bretter eingesetzt, weil ich diese Aufteilung sonst gar nicht hätte realiseren können. Ohne sie würde jetzt alles durcheinander in zwei großen Fächern herumfliegen und ich würde mich jeden Tag darüber ärgern ; )

Boxen verwenden

Boxen für Mehl, Zucker und Co. sind einfach super praktisch. Der Inhalt ist sauber, ordentlich und hygienisch untergebracht und man kann die Lebensmittel wesentlich einfacher entnehmen und einfüllen. Gleiches gilt aber auch für größere Gläser. Ich nehme für Müsli, Sesam und Kandis-Zucker zum Beispiel dekorative Varianten, die ich sichtbar im Küchenregal aufbewahre. Allerdings wären mir Glas-Behältnisse für Mehl, Zucker und Co. zu schwer, weil diese ja von weiter oben rausgeholt werden müssen.

Schranktüren nutzen

Noch ein kleiner Tipps zum Schluss: Die Innenflächen von Schranktüren in meiner Küche nutze ich gerne zum Unterbringen von Kalendern und sonstigen Dokumenten, die zwar nützlich sind, aber nirgendwo schön aussehen. Bei mir in der Küche hängen auch Pläne für Müllabholungen, ein Sondermüll-Info-Blatt (Deponie-Auskunft) und Ernährungstipps innerhalb von Küchenschränken. So gibt es nirgendwo eine Zettelwirtschaft.

Ich hoffe ich konnte euch wieder ein paar nützliche Tipps an die Hand geben.

Solltet ihr Themenwünsche für die Ordnungstage oder konkrete Probleme mit Ordnung haben, kommentiert fleißig bei wohncore. Ich freue mich über jedes Feedback : )

Viele Grüße und schon mal ein schönes Wochenende.

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