05.06.15

Ich habe vor einigen Wochen ein DIY-Projekt abgeschlossen, über das ich demnächst auch berichten werde! Es geht um ein Regal aus Kisten, das eine alte Kommode im Flur ersetzt hat. Bevor ich jedoch damit angefangen habe, ging es darum das alte Möbelstück auszumisten und die darin verstauten Sachen zu sortieren.

Die ausrangierte Kommode

Wie ihr vielleicht aus einigen anderen meiner Beitrag bereits wisst, bin ich seit einigen Monaten damit beschäftigt, den Flur umzugestalten. Nach und nach habe ich einige Möbel umgestaltet wie zum Beispiel einen Schuhschrank und ein Schuh-Regal. Zudem habe ich etwas Dekoration selbst gemacht und aus einer alten Obstkiste einen dekorativen Hocker gemacht. Und weil ich inzwischen zwei weitere schöne Kisten gesammelt habe, wollte ich das letzte Möbelstück im Flur, das mir bislang ein Dorn im Auge war, austauschen. Es handelt sich um diese Kommode:

Sie gefällt mir schon länger nicht mehr und passt überhaupt nicht mehr zu unserem maritimen Einrichtungsstil in diesem Raum. Daher war klar: dieses Möbelstück muss weg! Doch bevor das DIY-Projekt starten konnte, war mir wichtig das Schränkchen auszumisten und die darin untergebrachten Dinge zu sortieren. Ich bin zwar grundsätzlich ordentlich, aber wie es manchmal so ist, sammeln sich über die Jahre einige Kleinigkeiten an und die Zeit zum Aufräumen ist nicht immer gegeben. So kam es leider, dass sich in den Schubladen und Fächern einige Dinge ansammelten.

Die Kommode hat relativ viel Stauraum, aber im Flur verleitete sie dazu Dinge darin abzulegen, von denen man nicht so recht weiß, wo man sie hin räumen soll. Darunter beispielsweise der Fahrradhelm, Mützen, Hundeleine, Telefonbücher, Straßenkarten usw. Der Austausch durch ein Kisten-Regal war daher eine gute Gelegenheit alles auszuräumen und endlich richtig zuzuordnen.

Alles ausräumen!

Falls ihr auch so ein Möbelstück vor euch habt und es aufräumen wollt, rate ich euch alles auszuräumen und auf den Boden oder einen Tisch zu legen. So könnt ihr euch zunächst einen Überblick verschaffen. Bei größeren Möbelstücken wäre es sinnvoll Stück für Stück vorzugehen und eine Schublade bzw. ein Fach nach dem anderen aufzuräumen. Ansonsten könnte das Chaos vor euch schnell zu groß werden und ihr seid überfordert.

In meinem Fall entschied ich mich dafür alles auf einmal zu machen. Wie ihr seht, passte mehr in die Kommode als erwartet! Ich fragte mich ehrlich, wo die ganzen Sachen herkommen ; )

Müll entsorgen

Im Anschluss sammelte ich alle Dinge, die nicht mehr benötigt werden und legte sie beiseite. Anschließend sortierte ich den Müll nach Papier und Kunststoffen und entsorgte ihn sofort. Somit sind diese Sachen schon mal weg und man hat weniger zum Sortieren.

Dinge sortieren und verräumen

Anschließend ging es darum alles, was künftig nicht mehr im Flur aufbewahrt werden soll bzw. an anderer Stelle sinnvoller unterbracht wäre, vom Rest zu trennen. In diesem Fall war es einiges. Auf dem folgenden Foto seht ihr alle Gegenstände, die sich seither an anderen Plätzen befinden.

Generell solltet ihr immer schauen, dass alles dort aufbewahrt wird, wo ihr es am häufgisten benötigt. Eine logische Zuordnung ist deshalb so wichtig, weil man sich dadurch Zeit und Nerven spart. Ihr müsst weniger Suchen und erleichtert euch den Alltag. Um euch an meinem Beispiel zu zeigen, wie ich das meine, habe ich eine Liste dazu erstellt:

  • Kleine Kühltasche: Brauche ich selten, befindet sich jetzt im Schlafzimmer bei allen Taschen
  • Fahrradhelm: Hängt auf der Rückseite der Zimmertür an einem Haken. Ist selten in Gebrauch, nimmt an der Tür kaum Platz in Anspruch und ist im Falle schnell griffbereit
  • Sommerschuhe: Befinden sich nun auch in diesem Schuhschrank
  • Mützen: Habe ich ins Schlafzimmer zu allen anderen Mützen und Hüten geräumt
  • Unterlagen Inline-Skates: Befinden sich jetzt bei den Inline-Skates im Keller
  • Brillenputztücher: Der Nachfüllpack befindet sich auf dem Vorratsregal. Einige davon habe ich im Flur bei den Brillen
  • USB-Stick: seither im Büro in der Schublade. Dort brauche ich ihn sowieso regelmäßig
  • Smartphone-Hülle: Im Büro in der Schublade bei den Handy-Kabeln
  • Kamera: im Büro bei den entsprechenden Kabeln in der Schublade
  • Lavendelsäckchen: Im Schlafzimmerschrank

Außerdem musste ich feststellen, dass einige Kleinigkeiten, die ins Auto gehören in dieser Kommode gelandet sind. Die Straßenkarte, die Eiskratzer, das Lack-Fläschchen für Lack-Ausbesserungsarbeiten, Clean-Park-Marken und weiteres Zubehör wanderte deshalb an seinen Platz im Auto! Somit hat sich die Menge an Sachen, die künftig im Flur bleiben, drastisch reduziert. Das muss auch künftig auf dem Regal Platz finden:

  • Schals
  • Mützen
  • Handschuhe
  • Tücher
  • Schuhcreme/Sprays
  • Schuhbändel
  • Schuhlöffel
  • Imprägnierspray
  • Hundeleine
  • Fusselrolle
  • Brillen
  • Brillenputztücher

Alle diese Dinge sind im Flur bestens aufgehoben, weil man sich dort richtet und Schuhe sowie Accessoires griffbereit sein sollten. Und da es mir wichtig ist, alles thematisch zu ordnen, kommt alles was Schuhe betrifft, wie Pflegeprodukte, hier hin. Zudem muss die Fusselrolle parat liegen, um sich vor dem Gehen von unerwünschten Fusseln zu befreien. Genauso wie der Schuhlöffel. Da ich plante ein Regal aus Kisten zu machen, boten sich Körbe zum Aufbewahren des Kleinkrams an. Ich besorgte mir zwei gleich große Exemplare um die Accessoires für mich und meinen Partner zu sortieren. Falls ihr natürlich mit einem Korb nicht auskommt, müsst ihr eben mehr Stauraum einplanen : )

Schals, Handschuhe und Mützen und Co, sortierte ich ordentlich in die Körbe. Alternativen zu einem Korb wären zumindest für Schals und Tücher montierte Stangen, an die man die Accessoires offen hängen kann. Vorteilhaft ist dies besonders bei größeren Mengen. Wer 30 Schals hat darf sich natürlich nicht wundern, wenn in einem solchen Korb das Chaos ausbricht. Ich habe Körbe nur deshalb gewählt, weil sich unsere Auswahl stark in Grenzen hält.

Für die sonstigen Kleinigkeiten habe ich mir noch zwei dekorative Kisten besorgt. In der einen bewahre ich zum Beispiel Brillen, Brillen-Putztücher und Etuis auf.

Schlüssel-Aufbewahrung

Ich weiß nicht wo und wie ihr eure Schlüssel aufbewahrt, aber bei uns ist es eine Holzschale. Die finde ich sehr praktisch. Für mich wäre beispielsweise ein Schlüsselbrett nichts. Wenn ich nach Hause komme oder gehe, habe ich keine Geduld den Schlüssel mühsam in eine solche Aufbewahrung zu friemeln. Und leider gleicht das Anbringen / Entnehmen von Schlüssel bei vielen Modellen einer Fummelei. Der Nachteil bei einer Schale ist, dass sich ab und zu ein paar Kleinigkeiten dort hinein verirren, die hier nichts verloren haben ; ) 

Ich habe deshalb im Zuge der Kommoden-Aufräum-Aktion gleich hier weitergemacht. Wie ihr seht, waren in der Schale einige deplatzierte Sachen wie Feuerzeuge, USB-Stick, Streichhölzer, Einkaufswagen-Chips oder Brillenputztücher. Das alles habe ich aussortiert und an den Platz geräumt. Für diese Dinge gibt es nämlich einen anderen!

Ich habe auch die Visitenkarten ausgemistet, einige entsorgt und nur noch wichtige zurückgelassen, die ich im Flur regelmäßig für unsere Gäste brauche. Jetzt befinden sich in der Schlüssel-Schale nur noch Schlüssel, die Visitenkarten und Stifte für Notizen. Außerdem noch Rabatt-Karten für die Tankstelle.

Praktische Tipps zum Aufräumen

Falls ihr auch mal wieder aufräumen müsst, aber nicht wisst wo ihr anfangen sollt, hier ein paar konkrete Tipps:

  • nehmt euch nicht zu viel vor!
  • beschränkt euch auf ein Möbelstück oder ein Zimmer!
  • räumt die entsprechenden Fächer vollständig aus!
  • entsorgt zunächst alles, was in den Müll kann!
  • sortiert die Dinge und ordnet sie festen sowie sinnvollen Plätzen zu!
  • putzt die Ablagen, Regale oder Schubladen!
  • räumt alles ordentlich ein
  • nutzt falls nötig Behälter, Körbe und Co. für einen besseren Überblick und mehr Ordnung

Demnächst folgt dann separat vom Ordnungstag der erste Teil zur Beitragsreihe „Kistenregal selber bauen“ und ihr erfahrt, wie aus einfachen Wein- und Obstkisten ein stylisches Möbelstück wird.

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