08.07.15

Nachdem ich euch im ersten Teil zur Beitragsreihe „Kistenregal selber bauen“ von meiner Bestellung bei Vinterior erzählt habe, geht es heute ans Eingemachte! In Teil 2 zeige ich euch, wie ich aus zwei alten Kisten kleine Schmuckstücke für mein Kistenregal gemacht habe.

Kisten für das Kistenregal

Im Beitrag zum Ordnungstag mit dem Thema „Kommode ausmisten“ bin ich darauf eingegangen, wie es dazu kam, dass ich ein Kistenregal selbst bauen wollte. Nachdem die alte Kommode ausgemistet und verkauft war (übrigens über die Flohmarkt App Shpock, dazu folgt ebenfalls ein Beitrag) habe ich damit begonnen das Kistenregal vorzubereiten. Ich werde euch wie gewohnt in Schritten zeigen, wie ich dieses DIY-Projekt realisiert habe. So könnt ihr es ganz leicht nachmachen!

Für das Regal verwendete ich insgesamt drei Kisten: Die neue Weinkiste von Vinterior und zwei alte Obstkisten, die ihr euch hier anschauen könnt:

Solche Kisten bekommt man auf Bauernhöfen, Flohmärkten oder auf dem Sperrmüll günstig beziehungsweise kostenlos. Fragt aber auch mal bei Freunden, Verwandten und Bekannten nach! Nicht selten schlummern solche Schätze auf den Dachböden oder im Keller. Je nach dem, was ihr daraus machen wollt, ist lediglich wichtig, dass die Kisten stabil sind!

Wie ihr seht, konnten diese beiden Kisten natürlich nicht so bleiben. Gebrauchsspuren und die Witterung haben dem Holz über die Jahre stark zugesetzt.

1. Kisten schleifen

Die beiden alten Obstkisten, die ich mir hierzu ausgesucht hatte, mussten dafür zunächst gründlich abgeschliffen werden. Alle Zwischenräume müssen gründlich bearbeitet werden. Schließlich soll sich später niemand an dem Regal verletzen. Gleichzeitig sehen geschliffene Oberflächen natürlich wesentlich ordentlicher und schöner aus.

Mit grobem Schleifpapier geht das in diesem Fall am besten. Ich trage dazu meistens Handschuhe da man sich ansonsten schnell selbst verletzt, während man am Holz entlang schleift.

2. Kisten streichen

Um den Kisten neues Leben einzuhauchen und sie für die Aufstellung in unserem Flur brauchbar zu machen, entschied ich mir für weiß. Ich verwendete die gleiche Grundierung von Caparol, wie bei der Küchenbrett-Umgestaltung. Im Artikel dazu findet ihr einen Link zu Amazon. Dort könnt ihr die Farbe kaufen, falls ihr die gleiche nehmen wollt.

Damit die Farbe gut in das Holz der Kisten eindringen konnte und ich schneller voran kam, verdünnte ich sie mit etwas Wasser. Mit meinem Lieblingspinsel (der ebenfalls hier vorgestellt wird) kam ich wieder sehr gut klar. Eines sollte euch beim Streichen von derartigen Kisten immer klar sein: Ihr braucht Zeit und Geduld : )

Diese Kisten verfügen über viele Flächen und kleine Zwischenräume. Das Streichen ist deshalb relativ zeitaufwändig. Aber echte DIY-Liebhaber schreckt das natürlich nicht ab. Schließlich macht es auch super viel Spaß zu streichen und mit etwas Farbe alten Sachen eine neue Optik zu verleihen!

Ich habe die Kisten an den meisten Stellen zweimal gestrichen. Wenn ihr die Holzfarbe unverdünnt verwendet, kann es sein, dass ein Anstrich völlig ausreicht. In diesem Fall war mir aber wichtig, dass die Holzmaserung am Ende gut zu sehen ist und dafür ist das Verdünnung fast unumgänglich. Auch bei der anderen, noch dunkleren Kiste waren zwei Schichten nötig. Dazwischen müsst ihr stets ausreichend Zeit zum Trocknen einplanen.

Den zeitlichen Aufwand dürft ihr nicht unterschätzen. Ich möchte damit niemanden von solchen Aktionen abhalten, sondern stattdessen nur gut darauf vorbereiten. Viele meinen, sie können solche Projekte an einem Tag „durchziehen“. Wer sich einen ganzen Tag Zeit nehmen und am Stück daran arbeiten kann, schafft es womöglich auch. Ob das Ergebnis zufriedenstellen ist, weiß ich nicht. Denn die Farbe sollte immer gut trocknen dürfen bevor es weiter geht. Bedenkt, dass ihr die Kiste mehrmals drehen müsst, um alle Stellen zu erreichen und zu streichen.

Zeit nehmen!

Ich empfehle euch: Nehmt euch Zeit und habt Spaß an der Arbeit. Wenn ihr nach einer Stunde keine Lust mehr habt, lasst es stehen und macht ein anderes Mal weiter. So macht man sich selbst das Projekt nicht kaputt und erhält sich die Freude daran dauerhaft. Auch ich ziehe etwas gerne möglichst zügig durch, aber erstens fehlt mir die Zeit, um alles sofort fertig zu stellen und zweitens möchte ich ein gutes Ergebnis haben. Do-it-yourself-Projekte sind etwas wunderbares, wenn man sie in Ruhe angehen und fertigstellen kann.

Ich habe den zusätzlichen Aufwand von zwei Anstrichen daher gerne in Kauf genommen und mehrere Tage immer wieder daran gearbeitet. Die Belohnung dafür sind zwei wirklich schöne Kisten, welche mit einer gut erkennbaren Maserung und natürlichen Struktur für die Arbeit entschädigen. 

Voraussetzung ist aber nicht nur eine geduldige Hand, sondern auch eine hochwertige Farbe und ein guter Pinsel! Wählt euer Material daher mit Bedacht.

Im nächsten Teil zeige ich euch, wie aus den drei Kisten ein richtiges Regal wurde und wie es mittlerweile genutzt wird : )

 

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