10.04.15

Der Keller ist vielerorts die Stelle im Haus, die in Sachen Ordnung am wenigsten Aufmerksamkeit bekommt. Schnell entstehen chaotische Rumpelkammern, in denen man nichts mehr findet. Falls es euch genauso geht, könnten euch die folgenden Tipps dabei helfen, langfristig mehr Ordnung in Kellerräume zu bekommen.

Keller aufräumen – Zeit im Auge behalten

Zeit ist kostbar. Heute scheinbar mehr denn je. Deshalb solltet ihr sie auch beim Aufräumen des Kellers im Auge behalten. Schnell verzettelt man sich bei größeren Aktionen und ohne dass man es merkt, sind fünf Stunden vorbei. Deshalb rate ich euch ein festes Zeitlimit im Voraus festzusetzen. Nehmt euch einen bestimmten Tag vor und plant nicht mehr als drei Stunden ein. Denn alles was darüber hinaus geht, sorgt bei vielen für Demotivation. Ist euer Keller klein, könnte es sogar sein, dass euch diese Zeitspanne reicht um fertig zu werden. Aber in den wenigsten Fällen ist das der Fall.

Sobald ihr einen festen Zeitraum festlegt, geht ihr auch eine stärkere Verpflichtung eurer wertvollen Zeit gegenüber ein. Möglicherweise werdet ihr euch bei einzelnen Dingen umso schneller entscheiden.

Schritt für Schritt

Es bringt nichts, wenn ihr in den Kellerräumen überall anfangt. Ihr müsst Schritt für Schritt vorgehen, ansonsten verliert ihr schnell den Überblick was für noch mehr Chaos sorgt. Wenn euer Keller aus mehreren Räumen besteht, geht ihr ein Zimmer nach dem anderen durch. Erst wenn ein Raum vollständig entrümpelt und ordentlich sortiert ist, geht ihr zum nächsten über. Habt ihr nur einen Kellerraum, wird es leichter. Jeden Raum wiederum in Abschnitte unterteilen. Vielleicht habt ihr mehrere Regale, Kisten oder Schubladen? Dann arbeitet euch von vorne nach hinten durch.

Konsequent entrümpeln

Viele entdecken beim Aufräumen des Kellers längst vergessene „Schätze“. Sich davon einfach zu trennen, fällt schwer. Doch wenn euch Dinge erst wieder in den Sinn kommen, wenn ihr sie nach Jahren seht, solltet ihr euch verabschieden. Fragt euch, ob diese Dinge tatsächlich nützlich sind, eurem Geschmack entsprechen und von tiefstem Herzen gewollt sind! Ist das nicht der Fall, sind es diese Sachen nicht wert weiterhin aufbewahrt zu werden.

Was ihr länger als ein Jahr nicht benötigt habt, kann weg! Hier gibt es nur ganz wenige Ausnahmen. Und die solltet ihr so gut es geht vermeiden. Wirkliche Schätze, wo euer Herz dran hängt, könnt ihr in einer schönen Box separat und gemeinsam aufbewahren. Dann verpackt diese Sachen so, dass man sie als etwas wichtiges erkennt und ihr Freude daran habt, sie irgendwann wieder auszupacken.

Zur Orientierungshilfe hier eine sinnvolle Liste nach der ich mich richte:

  1. Müll raus: Als erstes den Müll aus dem Keller entfernen. Egal ob unbrauchbare Kartons, Batterien, Plastikmüll oder alte Prospekte!
  2. Defektes entsorgen: Viele nutzen den Keller als kleine Mülldeponie. Kaputte Radios, defekte Spielsachen, zerbrochene Gläser. All das solltet ihr beim Entrümpeln konsequent entsorgen und im Idealfall alles zu den entsprechenden Sammelstellen bringen.
  3. Ungeliebtes verschenken/verkaufen: im dritten Schritt müsst ihr euch von allem trennen, was ihr nicht mehr mögt und braucht! Sortiert die Sachen in drei Kategorien: Müll, Verkaufen, Verschenken

Keller organisieren

Sobald euer Keller aufgeräumt ist und ihr alles entsorgt habt, geht es ans ordnen. Schließlich soll ja dauerhaft Ordnung im Keller einkehren. Das geht nur, wenn ihr ein Ordnungssystem einführt. Hierbei könnt ihr euch mit folgenden Elementen helfen:

  • Regale
  • verschließbare Boxen
  • verschließbare Gläser
  • verschließbare Eimer
  • Hakensysteme für die Wand
  • Beschriftungen

Generell wichtig ist meiner Meinung nach in einem Keller, dass alles ordentlich beschriftet und sichtbar platziert wird. Räumt ihr einen Keller neu ein beziehungsweise habt noch kein richtiges Ordnungssystem, kann ich euch zu offenen Regalen raten. Im Wohnraum rate ich davon ab, weil es für eine unschöne Optik sorgen und das Gesamtbild eines Raumes negativ beeinflussen kann. Aber im Keller wo es ja ausschließlich darum geht, Dinge aufzubewahren, sind offene Systeme genau das richtige. Ihr wohnt ja nicht im Keller ; )

In Regalen könnt ihr zum Beispiel transparente Boxen platzieren. Da seht ihr auf einen Blick was drin ist und habt alles schnell griffbereit. Kartons, Eimer und sonstige Behälter immer beschriften. Das fördert die schnelle Übersicht und Ordnung.

Abraten möchte ich euch von Kartons! Auch in sauberen Kellern gilt: kleine Mikroorganismen tummeln sich dort immer und machen sich überall breit wo es was zu futtern gibt. Und mit Futter meine ich alles mögliche. Mikroskopisch kleine Pilze können sich an verschiedensten Stellen ansiedeln. Das sieht nicht nur hässlich aus, es riecht auch furchtbar. In Plastikboxen (wie auf dem Titelbild), Gläsern und anderen wasserdichten Dingen könnt ihr alle Gegenstände sicher lagern. Pilze lassen sich dort nur selten nieder. Habt ihr einiges was in Papierkartons aufbewahrt wird, solltet ihr den Inhalt in Plastiktüten packen.

Ich spreche hier leider aus Erfahrung: Mir ist es mit Winterstiefeln passiert, die ich im Keller in Kartons gelagert habe. Nach einem Jahr habe ich sie hervorgeholt für die Wintersaison. Der Anblick und Geruch war nicht gerade berauschend. Überall waren kleine Schimmelsporen. Damit macht man sich nur zusätzlich Arbeit.

Auch gegen Feuchtigkeit solltet ihr die Sachen schützen. Stellt deshalb Kartons oder ähnliches nie direkt auf den Boden. Nutzt Regale mit ausreichend Bodenabstand! Denkt daran, dass im Keller immer ein Wasserschaden möglich ist. Alles was dann auf dem Boden steht, ist gefährdet.

Wie oft sollte man seinen Keller aufräumen?

Hier gibt es keine pauschale Antwort. Um langfristig Ordnung im Keller zu halten, kann es nicht schaden mindestens einmal im Jahr aufzuräumen. Wer Zeit hat auch gerne öfter. Da gerade im Keller häufig Dinge zwischengelagert und „vorübergehend“ abgestellt werden, geht es schnell und alles ist wieder zugestellt. Habt ihr ein Ordnungssystem sollte das natürlich nicht mehr der Fall sein. Aber ein Keller ist nunmal ein Keller. Mindestens zweimal im Jahr finde ich durchaus angebracht.

Nun wünsche ich euch viel Erfolg beim Keller aufräumen : )

Eure Gaby

2 Kommentare für “Keller aufräumen – Freitag ist Ordnungstag”

  1. Jetzt hab ich ein schlechtes Gewissen und sollte auch mal wieder den Keller aufräumen. Wenigstens hab ich jetzt genug Tipps für eine perfekte Aufbewahrung.

  2. Hey Ron,

    vielen Dank für deinen Kommentar.

    Am besten nicht lange drüber nachdenken, sondern einfach anfangen ; ) Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg!

    Viel Erfolg

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