17.01.15

In diesem Jahr hatte ich eine besondere Idee für Weihnachtsgeschenke. Inspiriert hat mich eine Wanddekoration, die ich selbst mal geschenkt bekam. Mit Holz, etwas Farbe, Zeit und schönen Sprüchen entstanden kleine Geschenkideen zu Weihnachten. Diese könnt ihr ganz einfach selber machen und auch für diverse andere Anlässe nutzen. Was ihr dafür braucht und wie es geht, zeige ich euch in diesem Beitrag.

Die Vorlage

Zur selbst gemachten Wanddekoration inspiriert, hat mich ein Geschenk von Freunden. Wir bekamen es vor einem Jahr zu Weihnachten. Schon damals dachte ich, dass ich das gut selbst ausprobieren könnte und zum nächsten Weihnachtsfest mal was anderes verschenken könnte. Auch unser Geschenk hier ist selbst gemacht und wurde auf dem Weihnachtsmarkt gekauft.

Es besteht aus mehreren kleinen Hölzern, Dekorationsdraht, Farbe und Befestigungsmaterial. Wie man auf der Rückseite sieht, konnte ich mir hier auch ungefähr abschauen, wie das Ganze zusammengehalten wird.

Das Material

Für die Wanddeko aus Holz benötigt ihr folgende Materialien:

  • Holzleisten
  • Farbe (Holzlack, Acryllack, Lasur, Dekorwachs usw.)
  • Dekorationsdraht
  • Krampen (Befestigungsmaterial für Draht)
  • Edding bzw. Schönschreibstift
  • Säge
  • Hammer
  • Pinsel
  • Zange (Zum Abknipsen des Drahtes)

1. Schritt – Holz zusägen

Wenn ihr wie ich keine fertig zugesägten Holzelemente habt, müsst ihr die Holzlatten selbstständig zusägen. In meinem Fall habe ich die Latten in jeweils 18 Zentimeter lange Stücke gesägt. Wie groß eure Holzteile werden, bleibt euch überlassen. Ihr müsst euch einfach überlegen, wie die Wanddeko am Ende aussehen soll und welche Sprüche ihr drauf schreiben wollt. Entsprechend der Länge des Textes braucht ihr ausreichend Platz. Bedenkt, dass die Schrift nicht zu klein sein sollte, man soll sie ja ohne Mühe lesen können ; ) Auch von etwas weiter entfernt.

Ich habe zum Zusägen diese Säge hier auf dem Bild verwendet. Sie steht in der Werkstatt meines Vaters (habe ich schon erwähnt, dass ich ihn um diesen Raum beneide ; )) und ist super praktisch. Sie ist fest mit der Werkbank verankert, so dass nichts verrutscht. Nach dem Sägen muss man die Kanten schön schleifen damit alle Kanten glatt sind und man sich nicht an groben Holzsplittern verletzt.  Falls ihr keine Säge oder keine Zeit zum Sägen habt, könnt ihr euch das Holz im Bau- bzw. Fachmarkt zusägen lassen.

2. Schritt – Holzlatten streichen

Im zweiten Schritt habe ich die Holzlatten mit meinem noch übrigen Acryllack vom letzten Projekt gestrichen. Mit meinem guten Pinsel ging das wunderbar. Hierfür müsst ihr mehrere Streicheinsätze einplanen. Schließlich müsst ihr das Holz irgendwo festhalten beim Streichen und die Seite, wo das Holz aufliegt zum Trocknen sollte nicht gleich mitgestrichen werden. Denn beim Trocken der Farbe gibt es ansonsten Abdrücke vom Untergrund. Ich spreche aus Erfahrung ; ) Beim ersten Mal hab ich nämlich auch den Fehler gemacht und gleich beide Seiten möglichst vollständig gestrichen. Doch nach dem alles Trocken war, musste ich feststellen, dass durch die kleinen Stäbe auf denen die Latten trockneten überall kleine Abdrücke zurückblieben.

Bei der zweiten Schicht Lack, die sowieso nötig war, habe ich dann eine Seite nach der anderen gestrichen und zwischendurch alles trocknen lassen. Also habt es Geduld und fangt frühzeitig mit der Vorbereitung der Geschenke an. Dies ist keine Geschenkidee, die man mal so eben in einer Stunde erledigt. Zudem solltet ihr individuell schauen, ob ihr euren Lack etc. verdünnt. Das kommt ganz drauf an, wie das Holz nachher aussehen soll.

3. Schritt – Beschriften

Nachdem alles trocken war konnte  der nächste Schritt, nämlich das Beschriften folgen. Hierzu schaute ich zunächst, welche Latten am besten zueinander passen. Wie viel Latten ich pro Geschenk benötigte, hatte ich mir ja schon vorher ausgerechnet, als ich die Latten zusägte. Jetzt ging es mehr darum zu sehen welche Latten genau gleich lang waren und wie sie vom Holz her am besten zueinander passte.

Wie ihr auf dem obigen Foto sehen könnt, hat man bei meiner Variante hier die Holzmaserungen schön durchgesehen. Das ist aber nur gelungen, weil ich den Lack ausreichend verdünnt hatte. Hätte ich ihn dickflüssig gelassen wie er war, wäre von der Maserung gar nichts mehr zu sehen gewesen. Aber so finde ich sieht es doch schöner aus. Anschließend habe ich mir die Latten in der Reihenfolge zurecht gelegt, wie sie zum Beschriften ideal waren.

Übrigens habe ich mir hierfür einen speziellen Stift im Schreibwarenladen gekauft. Ich wollte eine etwas verschnörkelte Schrift und das geht finde ich besonders schön mit einem Stift mit schräger Kante vorne. Der Stift hat unter 2 Euro gekostet und es hat sich gelohnt. Denn mit einem herkömmlichen Edding mit einfacher Spitze hätte ich es nicht so hinbekommen.

 Bevor ich direkt das Holz beschriftet habe, teste ich zunächst einige Wörter auf Papier um auch zu schauen wie groß ich schreiben muss, damit alles auf das Holz passt. Als ich mir sicher war, ging es dann ans Schreiben auf Holz.

Geklappt hat das gut. Man muss sich nur etwas konzentrieren. Denn schnell passieren Fehler die man dann nicht mehr rückgängig machen kann. Eine Latte musste ich auch umdrehen, weil ich mich verschrieben habe ; ) Aber das ist nicht weiter schlimm. Plant euch vielleicht einfach zwei drei Latten mehr ein, damit es am Ende nicht knapp wird. Hier ein Beispiel für einen netten Spruch, der seither die Wohnung meiner Freundind schmückt : )

Und hier fast alle Geschenke im Überblick. Die Sprüche habe ich mir aus kleinen Büchern mit diversen Zitaten und im Internet zusammengestellt.

Schritt 4 – Holzlatten fixieren

Damit Die Holzlatten auch gut halten und die Wanddekoration keiner wackeligen Angelegenheit gleicht, habe ich mich schlau gemacht, was ich dafür brauche. Da sich mein Vater bei so was gut auskennt, habe ich natürlich zunächst ihn gefragt. Er meinte dann sogenannte „Krampen“ wären hierfür ideal. Diese schlägt man wie Nägel einfach ins Holz. Man kann damit auch Draht fixieren und dafür sorgen, dass alles bleibt, wo es hin gehört.

Also ging ich in den Baumarkt und bekam dort auch genau das! Die Dinger sind nicht besonders teuer. Auch den Draht habe ich im Baumarkt gekauft. Leider habe ich keinen schwarzen bekommen. Das hat mir bei meiner Vorlage oben so gut gefallen. Aber silber ist auch ok und ist ja immerhin neutral. Solchen Draht gibt´s auch in gold, rot, grün und im Bastelladen bestimmt in noch mehr Farben. Was ganz wichtig ist: Die Krampen müssen von der Länge her kürzer sein als die Holzlatten dick sind. Sonst kommen euch die Spitzen nämlich auf der anderen Seite wieder raus. Also vorher abmessen und prüfen!

Nach und nach verband ich auf diese Weise alle Latten miteinander. Während unten der Draht verknotet wurde, damit der Draht nicht irgendwann nach oben hin rausrutschen kann, wurde oben ein Bogen geformt an dem man die Wanddeko aufhängt. Den Draht kann man mit einer entsprechenden Zange (wie oben auf dem Bild) komfortabel und ohne Kraftaufwand abknipsen.

Auf der Rückseite sieht das dann folgendermaßen aus:

Das Ergebnis

Das Ergebnis stellt mich dann recht gut zufrieden. Die Latten halten fest zusammen ohne das etwas verrutscht. Wer mag kann den sichtbaren Teil des Drahts auch noch mit Perlen, Schleifen oder ähnlichem Dekorieren. Dieser Spruch hier hängt übrigens seither im Haus meiner Schwester : )

Ich hoffe ich konnte euch inspirieren auch mal wieder was selbst zu machen. Solche Geschenk sind nicht nur mal was anderes. Sie kommen auch gut an, weil die Beschenkten genau wissen, das eine Menge Arbeit darin steckt und das Präsent auf jeden Fall von Herzen kommt.

Ich wünsche euch viel Spaß bei Werkeln und ein erholsames Wochenende : )

Lasst es euch gut gehen!

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