19.06.15

Ihr habt das Gefühl in euren eigenen 4-Wänden zu ersticken, weil alles voll gestellt ist? Dann wird es höchste Zeit Platz zu schaffen. Und womit würde das besser funktionieren, als mit einer Runde Aufräumen? Eben, deshalb habe ich euch ein paar praktische Tipps zusammengestellt, die euch das Vorhaben erleichtern.

Verschafft euch den Überblick!

Egal ob im Küchenregal, auf dem Wohnzimmerschrank oder in der Abstellkammer: Nach und nach sammeln sich vielerorts auf wundersame Weise dutzende Dinge an. Immer „wenn es mal wieder schnell gehen muss“ werden Dinge dort abgestellt, wo gerade Platz ist. Und nicht selten entsteht auf diese Weise ungewollt ein ganz schönes Chaos. In solchen Situationen fällt es schwer überhaupt mit dem Aufräumen anzufangen. Es wirkt von vorne herein aussichtslos. Aber das ist es natürlich nicht!

Ich habe diese Woche endlich Zeit gefunden unseren Badezimmerschrank aufzuräumen. Das war längst überfällig, wie man unschwer erkennen kann ; ) An diesem Beispiel, will ich näher erläutern, was ich meine.

Statt euch von dem Durcheinander überrumpeln zu lassen, solltet ihr euch Schritt für Schritt durch eure Zimmer beziehungsweise Ordnungssysteme arbeiten. Euer Badschrank quillt über und ist voll von Cremes, Tuben und Co., doch ihr habt das Gefühl nur die Hälfte davon zu nutzen? Dann solltet ihr den gesamten Schrank (bei großen Schränken Fach für Fach) komplett ausräumen. Stellt alle Dinge vor euch auf und verschafft euch einen Überblick. Ich habe unseren Badschrank komplett leer geräumt und alles auf die Waschmaschine gestellt. So konnte ich sehen, was wir haben, konnte mir überlegen, wie ich es am besten sortieren soll und alles entsprechend einräumen.

Idealerweise sortiert ihr die Sachen entsprechend ihres Zwecks, um beispielsweise doppelt und dreifache Ausführungen eines Produktes zu erkennen. Ich stelle zum Beispiel alle Body-Lotions im Schrank hintereinander. Die fordere Tube ist die angefangene, die zuerst leer gemacht wird, bevor ich die nächste öffne.

Geht alles durch und prüft, ob gewisse Dinge vielleicht entsorgt werden müssen, weil sie abgelaufen sind. Nachdem ihr den Schrank ausgewischt habt, räumt ihr eure Sachen ordentlich ein. Natürlich nicht genauso wie zuvor, sondern mit einem praktischen System. Um beim Beispiel des Badschranks zu bleiben: Stellt alle Cremes zusammen in ein Körbchen, um zu vermeiden, dass ihr erneut den Überblick verliert. Auf diese Weise solltet ihr den gesamten Schrankinhalt gewissen Themen zuordnen. Das erleichtert euch nicht nur das Zurechtfinden, sondern beugt erneutem Chaos vor. Automatisch erhaltet ihr mehr Platz.

In unserem Beispiel hat es bereits viel ausgemacht, alles ordentlich in den Schrank zu sortieren und die Kleinigkeiten in eine Box und dessen Deckel zu stellen. So fallen sie nicht mehr um und man muss nichts mehr suchen. brauche ich etwas von den Sachen, hole ich die Box aus dem Schrank und komme bequem überall dran, ohne alles andere beiseite räumen zu müssen. Genau aus diesem Grund entsteht in solchen Schränken die Unordnung. Sobald man andere Dinge wegschieben muss, um an etwas zu gelangen, bringt man alles durcheinander. Durch das Aufräumen ist nun mehr Stauraum frei geworden und ich kann andere Kleinigkeiten, die bisher lose und offen herumlagen, ebenfalls im Schrank verschwinden lassen.

Stauraum und Präsentationsfläche unterscheiden

Mehr Freiraum und Ordnung kehrt ein, indem man zwischen Stauraum und Präsentationsfläche unterscheidet. Alles, was weniger dekorativ aussieht, sondern eher zweckmäßig ist, sollte hinter geschlossenen Schranktüren oder in Boxen, Körben und ähnlichem verschwinden. Optisch attraktive Dinge müsst ihr nicht verstecken, sondern könnt sie stilvoll als Dekorationsobjekte einsetzen. Auch Gebrauchsgegenstände wie Handtücher oder Seifen könnt ihr offen zeigen und schick inszenieren. So könntet ihr beispielsweise im Bad Platz schaffen, indem ihr statt zusätzlicher Dekoration, die unnötig Fläche in Anspruch nimmt, einfach die schönsten Gebrauchsgegenstände zum Dekorieren verwenden. So spart ihr Stauraum in den Schränken, der euch für andere Utensilien bereitsteht!

Freiraum nutzen

Wenn in einem Raum viel zu wenig Stauraum für die benötigen Dinge vorhanden ist, wird es schwer Ordnung zu halten. Daher muss euer Ziel sein zusätzlich Flächen und Ablagen zu schaffen, damit ihr alles verräumen könnt. Auch in kleinen Räumen wie dem Badezimmer stehen häufig ausreichend Flächen zur Verfügung. Nur kommt man meistens nicht darauf sie einzusetzen. Hier ein paar Anregungen zum Auslasten toter Ecken und Bereiche:

  • Nischen (Regalbretter montieren)
  • über der Tür (Regal anbringen)
  • Wandvorsprünge (schmale Regale oder Schränke integrieren)
  • Räume zwischen Waschbecken, WC, Badewanne und Co. nutzen (mit Boxen, Regalen, mobilem Trolley)
  • Bereich über Toilette, Badewanne oder dem Spiegel

Zwischenräume vermeiden

Damit mehr Platz entsteht, kann es hilfreich sein das aktuelle Ordnungssystem zu überdenken. Wird in Schränken, Regalen und Kommoden tatsächlich jeder Zentimeter clever genutzt? Häufig entstehen luftleere Zwischenräume, die wertvollen Platz einnehmen. Greift ihr stattdessen zu Kisten, Boxen, Körben und Co. mit unterschiedlichen Formaten, könnt ihr jede noch so kleine Ecke optimal einsetzen, um Dinge zu verstauen. So verschenkt ihr keinen Platz und werdet innerhalb der Möbel wesentlich mehr verstauen können. Daraus resultiert, dass außerhalb des Mobiliars viel weniger lose herumsteht, ihr sichtbar Platz gewinnt und Ordnung entsteht!

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende und viel Erfolg beim Umsetzen : )

Grüße Gaby

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