10.07.15

Auch im Kühlschrank sollte Ordnung herrschen. Damit immer alles schnell griffbereit ist und keine Lebensmittel unnötig verderben, ist ein gewisses System erforderlich. Ich habe zehn praktische Tipps für das Ein- und Aufräumen von Kühlschränken zusammengefasst. Sie sollen es euch erleichtern euren Kühlschrank sinnvoll zu nutzen. 

1. Kühlschrank putzen

Bevor ihr euren Kühlschrank einräumt, solltet ihr ihn zunächst komplett ausräumen und reinigen. Mit einem frischen Reinigungstuch und etwas Essigessenz alle Flächen gründlich abwischen. Essigessenz könnt ihr hierfür direkt auf das Wischtuch tröpfeln. Anschließend trocken nachwischen mit einem Baumwolltuch. Wenn euch der Geruch des Essigs stört einfach mit einem anderen Tuch, das ihr mit ein paar Tropfen Zitronen- oder Limettensaft beträufelt, über die größten Flächen wischen. Kühlschränke sollten übrigens regelmäßig ausgewaschen werden, um die Bildung von Bakterien zu verhindern! Besonders die Obst- und Gemüse-Fächer sollten häufig gesäubert werden, da sich hier schnell kleine Überreste sammeln. Wer viel Gemüse und Obst lagert sowie verarbeitet, kann die Boxen gerne einmal pro Woche oder mindestens alle zwei Wochen auswaschen.

2. Temperaturzonen beachten

Jeder Kühlschrank verfügt über mehrere Temperaturzonen, welche alle eine andere Temperatur aufweisen. Lebensmittel sollten dementsprechend einsortiert werden. Während Fleisch und Wurst zum Beispiel weitaus empfindlicher reagieren, können Dressings, Butter oder Soßen etwas wärmer gelagert werden, ohne direkt zu verderben. Grundsätzlich ist es so, dass bei älteren Kühlschrankmodellen das Fach direkt über der Glasplatte das kälteste ist. Je weiter man von dieser Zone nach oben geht, desto höher die Temperatur. Um euch das Einräumen zu erleichtern nachfolgend eine Kurzübersicht zu den verschiedenen Zonen im Kühlschrank und den empfohlenen Lebensmitteln:

  • Oberstes Fach: Marmelade, Eier, Dressings, Soßen, Butter, blanchierte/gegarte Lebensmittel
  • Mittleres Fach: blanchierte/gegarte Lebensmittel, Milch, Käse, Milchprodukte
  • Fach über Glasplatte: Fleisch, Wurst, Fisch
  • Unterstes Fach: Gemüse, Obst
  • Kühlschranktür: Marmelade, Eier, Dressings, Soßen, Butter, Getränke, Senf usw.

Gemüse und Obst werden am besten in den Behältern ganz unten getrennt voneinander aufbewahrt. Diese Zone ist bei älteren Kühlschränken am wärmsten. Abhängig davon, wie viele Fächer euer Kühlschrank hat, verändert sich die Sortierung etwas. Aber als Orientierung dient diese Liste denke ich gut. Mein Kühlschrank hat beispielsweise nur drei Fächer, sodass ich Käse und Joghurt gemeinsam mit Butter und Co. ganz oben aufbewahre. In der Mitte befinden sich die empfindlichen Sachen und ganz unten Gemüse. Da ich nur sehr selten Obst kühle, nutze ich die rechte Kunststoffbox unten für Süßigkeiten und Brot.

Neue Kühlschränke sind meist so konzipiert, dass sie nahezu überall eine ähnliche Temperatur aufweisen. Besonders kühl sind die Zonen, die unmittelbar beim Kondensator liegen. Damit ihr diese Fächer findet, markieren sie die Hersteller meistens deutlich. Falls ihr einen neuen Kühlschrank anschaffen wollt, wäre ein Modell mit Feuchtfach praktisch. Hier herrscht eine hohe Luftfeuchtigkeit wodurch Obst und Gemüse besonders lange frisch bleiben. Trockenfächer gehören ebenfalls häufig zum Umfang von modernen Geräten. Dort sind Wurst, Käse und Fleisch bestens aufgehoben.

3. Die richtige Verpackung

Damit Lebensmittel nicht verderben und frisch bleiben, müsst ihr sie richtig verpacken. Besonders empfindliche Lebensmittel sind in Gefäßen aus Glas optimal versorgt. Denn Glas kühlt wesentlich besser als Kunststoff und hält den Inhalt besser kalt. Wurst ist in Plastikdosen beispielsweise völlig fehl am Platz. Kunststoffe können schlechter kühlen und Geruch, Geschmack und Optik negativ beeinflussen. Die Folien, die ihr an den Wursttheken (nicht die abgepackten Varianten) bekommt, sind ideal. Sie schließen die Wurstwaren gut ein und schützen sie vor dem Verderben. Falls ihr Müll sparen wollt, nehmt zum Metzger eine Glasaufbewahrung mit.

Für Käse solltet ihr Pergament- oder Wachspapier nehmen – keinesfalls Plastik oder Folien. Käse muss atmen! Ansonsten bildet sich Kondenswasser, welches dem Käse schadet. Gekochte Menüs, angemachte Salate oder Suppen könnt ihr dagegen in geschmacksneutralen Vorratsdosen aus Kunststoff aufbewahren. Die Gefahr, dass diese Sachen schnell schlecht werden, ist geringer.

4. Platz sparen

Ich wundere mich immer wieder, was für riesige Kühlschränke es mittlerweile gibt. Dabei frage ich mich gleichzeitig, wie man so ein Gerät voll bekommen soll. Bei Großfamilien ist das klar, aber selbst in 2-Personenhaushalten sind mir derartige Modelle schon aufgefallen. Wenn man dann reinschaut, wird schnell klar, dass viele mit der Hälfte an Platz auskommen würden und somit gleichzeitig eine Menge Geld sparen könnten. Vorausgesetzt sie sparen Platz im Kühlschrank und räumen die Lebensmittel clever ein. Besonders gut funktioniert das mit unterschiedlich großen Frischhaltedosen (Kunststoff/Glas) in verschiedenen Formaten. Durch die Kombination kann man jeden Zentimeter ausfüllen, ohne Fläche zu verschwenden!

5. Regelmäßige Kontrolle

Trotz ordentlicher Aufbewahrung kann es passieren, dass etwas im Kühlschrank verdirbt. Auch bei mir kommt es vor, dass ich einen angefangenen Becher Joghurt oder einen Rest Käse vergessen. Um zu verhindern, dass man etwas schlechtes isst und sich möglich Schimmelsporen im Kühlschrank verteilen, ist regelmäßige Kontrolle unverzichtbar. Schaut euch einmal in der Woche den Inhalt eures Kühlschrank genauer an, um Verdorbenes schnellstmöglich aus dem Kühlgerät verbannen zu können.

Es gibt übrigens verschiedene Vorgehensweisen bei verschimmeltem Käse: Während ihr Weich- und Frischkäse bei Schimmelbefall stets vollständig entsorgen müsst, reicht es bei Hartkäse die verschimmelten Stellen großzügigen abzuschneiden.

Fortsetzung folgt!

Um die Informationen übersichtlicher zu gestalten, habe ich die 10 Tipps zum Kühlschrank zwei Beitrags-Teilen mit jeweils fünf Tipps zugeordnet. Die ersten fünf gab es heute, die anderen folgen nächste Woche. Darunter dann einige Energiespartipps.

Freitag ist Ordnungstag – 10 Tipps zum Kühlschrank – Teil 2

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