15.05.15

Beim Waschen und Bügeln kann man schon mal verzweifeln. Besonders wenn Flecken nicht raus gehen, die Wäsche komisch riecht oder es beim Bügeln nicht so recht klappen will. Ich habe ein paar Tipps zusammengestellt, mit denen diese Aufgaben künftig etwas leichter fallen.

Unangenehmer Schweißgeruch

Gerade wenn man regelmäßig Sport macht und stark ins Schwitzen kommt, können sich einige Düfte hartnäckig in den Textilien verankern. Einige unangenehme Gerüche sind sogar nach dem Waschen noch da. Zwar ist es dank der modernen Waschmittel sicherlich weniger markant wie früher, aber einige von euch werden das Problem dennoch kennen. Um alle Gerüche restlos zu beseitigen, behandelt ihr die Wäsche mit einfachem Essig vor. Dazu am besten etwas Essig (unverdünnt) in eine Sprühflasche geben und stark verschwitzte Kleidung damit vor dem Waschen einsprühen.

Glänzende Stellen auf Hosen und Röcken

Bei dunklen Hosen und Röcken kann es passieren, dass diese Kleidungsstücke nach und nach glänzende Stellen aufweisen. Beispielsweise am Knie oder am Gesäß. Auch hier ist Essig ein altbekanntes Hausmittel. Einfach vorher damit einsprühen und wie gewohnt waschen.

Grasflecken

Mit Grasflecken hat wohl jeder Mal zu kämpfen. Essig ist hier ebenfalls der Retter! Am besten Essigessenz nehmen. Zumindest geht das bei strapazierfähigem Jeansstoff. Bei empfindlicheren Kleidern wäre ich etwas vorsichtig. Auch Zitronensaft löst Gras heraus. Grasflecken direkt damit befeuchten und dann in der Maschine waschen. Hier solltet ihr die maximale Temperatur nehmen, die das Etikett im Kleidungsstück erlaubt. Falls die Grasflecken immer noch da sind, beim nächsten Waschgang etwas Bleichmittel beimischen.

Fleckenarten unterscheiden

Um Flecken clever behandeln zu können, macht es meiner Meinung Sinn mal zu überlegen, aus was diese eigentlich bestehen. Schließlich sind die Substanzen im Alltag sehr unterschiedlich. Von Ketchup über Rotwein bis hin zu Ölen, Erde oder Gras ist alles dabei. Daher klingt es auch logisch, wenn es heißt, dass man für unterschiedliche Flecken auch unterschiedliche Lösungen braucht. Zum Verständnis hier drei Kategorien, denen sich alltägliche Verschmutzungen auf Kleidern zuordnen lassen:

  1. Fettflecken (Fette, Öle)
  2. eiweißhaltige Flecken (Blut, Schokolade, Milchprodukte)
  3. bleichbare Flecken (Kaffee, Rotwein, Obst, Gras, Tee, Blütenstaub, Karotten)

Bleichbare Flecken

Oxidationsmittel helfen bei bleichbaren Flecken. Das können zum Beispiel Wasserstoffperoxid, UV-Licht und Zitronensäure sein. Zitronensäure einfach auf die Flecken geben und die Kleider waschen. Ein kleines Wunder mit UV-Licht konnte ich selbst schon mal erleben. Ich hatte einen weißen Pulli mit einem hässlichen Kaffee-Fleck in der Sonne liegen lassen. Nach einigen Stunden, fast hätte ich es gar nicht gemerkt, war der Fleck wie von Zauberhand verschwunden.

Bei UV-Licht handelt es sich um natürliche Bleiche, sogar Tomaten- und Karottenflecken lassen sich damit aus den Stoffen entfernen. Sie sollten davor einfach nur mit Wasser behandelt werden. Auch bei Rotweinflecken kann Sonnenlicht helfen! Allerdings solltet ihr immer bedenken, dass Textilien in der Sonne auch leiden, zum Beispiel die Farbe. Bei strapazierfähigen Textilien und unempfindlichen Farben ist es aber kein Problem.

Fettflecken

Bei Fettflecken sind Seife und Wasser ein gutes Hilfsmittel. Die in der Seife enthaltenen Tenside lösen Schmutzpartikel aus den Fasern, genauso wie Fette.

Eiweißhaltige Flecken

Kaltes Wasser ist eine gute Lösung bei eiweißhaltigen Flecken. Zudem kann Gallseife hilfreich sein. Sie enthält Enzyme, die das Eiweiß lösen. Gleichzeitig können damit Stärke- und Fettflecken entfernt werden. Stärkeflecken entstehen zum Beispiel durch Kakao oder Kartoffeln. Dazu einfach die Textilien mit kaltem Wasser befeuchten, dann Gallseife auftragen und etwas einwirken lassen. Anschließend wie gewohnt in der Maschine waschen. Bei extremen Flecken könnt ihr die Kleider auch mehrere Stunden in Gallseifen-Wasser einweichen. Einzige Ausnahmen sind jedoch Wolle und Seide, weil diese Fasern das nicht vertragen.

Fix reagieren!

Grundsätzlich gilt: Umso schneller ihr etwas gegen Flecken tut, desto besser.

Tipps zum Bügeln

Da auch das Bügeln viel Zeit kostet, hier ein paar Tipps, um sich die Arbeit zu erleichtern:

  • Ihr bügelt eure Wäsche immer von beiden Seiten? Das kostet Zeit und unnötig Strom. Ihr könnt euch die Arbeit erleichtern, in dem ihr auf das Bügelbrett Alufolie glatt auslegt. Darüber legt ihr wiederum ein ausreichend großes Tuch. Da die Folie die Wärme reflektiert, wird alles gleichzeitig von unten gebügelt, ohne dass ihr einen weiteren Arbeitsschritt benötigt.
  • Kleider alle vor Beginn des Bügeln auf die gewünschte Seite drehen. So spart ihr beim direkten Bügeln Zeit und verschwendet keinen Strom, weil ihr die Wäsche bereits vorbereitet habt. Ich bügle alles auf der rechten Seite, weil es schneller geht und alles andere zu umständlich ist.
  • Wäsche vor dem Bügeln nach entsprechender Bügel-Temperatur sortieren. So müsst ihr die Hitze am Bügeleisen nicht ständig umstellen. Auch das spart Zeit und Strom! Immer mit den niedrigen Temperaturen anfangen.
  • Dampfbügeleisen vor Beginn kurz Dampfen lassen, damit sich Verkalkungen lösen und nicht auf den Kleidern landen.
  • Die Restwärme des Bügeleisens könnt ihr zum Bügeln von leichten Stoffen nehmen. Sie ist meist noch stark genug, um ein bis zwei Teile zu glätten.
  • bei Dampfbügeleisen Restwasser nach dem Bügeln stets entfernen, um Verkalkungen zu vermeiden.

So, das war´s erst mal mit Wäschetipps ; ) Falls euch der entscheidende Tipp fehlt oder ihr selbst noch einen cleveren Vorschlag parat habt, teilt es mir über die Kommentare mit. Gerne ergänze ich diesen Artikel, um weitere Informationen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.