04.02.16

Nachdem ich euch in meiner Artikelserie zum Thema „Beton Deko selber machen“ erklärt habe, wie das Beton Gießen mit fertigem Kreativ-Beton funktioniert, möchte ich in diesem Artikel zeigen, wie man Beton komplett selber machen kann. In der Anleitung erfahrt ihr Schritt für Schritt wie es geht und bekommt zusätzlich praktische Tipps. 

Was ihr braucht

Bei vorgefertigtem Kreativ-Beton ist das Herstellen von Deko-Artikeln sehr einfach. Das Problem ist, dass fertiger Beton extrem teuer ist. Auf Dauer wird das Hobby zu einer teuren Angelegenheit. Zum Vergleich: Für 15 Kilogramm Material zum Beton selber machen, habe ich weniger als zehn Euro bezahlt. Vom Fertig-Beton von Rayher kosten 2,5 kg bereits 14,99 Euro!!!

Deshalb wollte ich nach meinem ersten Test mit Beton gießen unbedingt ausprobieren, ob ich das auch alleine schaffe. Und siehe da, es war viel leichter als erwartet! Mit der richtigen Vorgehensweise kann das jeder von euch nachmachen.

Zunächst eine Liste mit allen Utensilien und Materialien, die ihr zum Beton selber machen benötigt:

  • Universalzement (5 kg / ca. 4 Euro, je größer die Menge desto billiger)
  • Quarzsand (10 kg / ca. 5 Euro, je größer die Menge desto billiger)
  • Wasser
  • eine Kelle
  • eine Schöpfkelle oder ein anderes praktisches Gefäß zum Abmessen von Quarzsand und Zement (kann auch ein größerer Becher oder eine alte Tasse sein)
  • einen Eimer zum Mischen
  • Formen & Gegenformen
  • Kieselsteine, Sand oder ähnliches zum Beschweren
  • Speiseöl und Pinsel oder Tuch zum Einfetten
  • Schleifpapier (verschiedene Körnungen)
  • Bürste
  • Handschuhe / Tücher oder Folien zum Abdecken
  • evtl. Farben und Pinsel zum Bemalen

Schritt 1 – Arbeitsplatz vorbereiten

Wenn man ein wenig aufpasst, ist das Ganze eine saubere Sache. Was ihr immer machen solltet, ist den Arbeitsbereich mit alten Tüchern oder Folien abdecken. So verhindert ihr, dass der Untergrund verschmutz wird. Richtet euch draußen ein nettes Plätzchen ein. Am besten in bequemer Arbeitshöhe. Dann macht das Ganze mehr Spaß! Stellt alle nötigen Sachen bereit, damit es gleich los gehen kann.

Schritt 2 – Formen vorbereiten

Als erstes werden die Formen mit Öl eingepinselt. Bedenkt, dass sie überall dort eingefettet sein müssen, wo sie mit dem Beton in Berührung kommen. Das heißt, sowohl die Füll-Formen als auch die Gegenformen sind zu ölen! Vergesst ihr das, habt ihr später vielleicht Probleme beim Lösen der Produkte.

Schritt 3 – Mischung anrühren

Eins vorweg: Beton solltet ihr immer im Freien mischen, weil es ziemlich stauben kann. Den Staub nicht direkt einatmen!

Vorteilhaft am Beton selber machen ist, dass ihr sowohl bei der Menge als auch beim Mischverhältnis flexibel seid. Ihr könnt so viel Material anrühren wie ihr wollt und selbst entscheiden, wie grob oder fein das Ergebnis wird. Ich habe mich lange mit meinem Vater über das Mischverhältnis unterhalten und die verschiedenen Möglichkeiten.

Er hat in seinem Leben schon jede Menge betoniert. Dabei ging es teilweise um Dekorationobjekte für den Garte, aber auch um grobe Elemente für den Haus- und Gartenausbau wie zum Beispiel Palisaden. Daher kennt er sich sehr gut aus und weiß, welches Mischverhältnis erfolgsversprechend ist : )

Mein hier verwendetes Mischverhältnis von Quarzsand und Zement lautet: 2:1

Das bedeutet, dass auf zwei Teile Quarzsand immer ein Teil Zement folgt. Wie ihr auf dem Bild erkennen könnt, habe ich mir im Baumarkt normalen Zement und Quarzsand (Naturprodukt) mit einer Körnung zwischen 0,1 und 0,4 Millimeter gekauft. Diese Körnung ist sehr fein, was bei Dekorationsobjekten wie Schalen oder Teelichthaltern gut passt.

Ich habe zum Mischen der beiden Komponenten eine alte Schöpfkelle eingesetzt. Die ist super praktisch, weil man damit gut in die Tüten von Zement und Sand kommt und die Mengen bequem abmessen kann. Auf eine Waage könnt ihr verzichten. Denn das Mischverhältnis von 2:1 lässt sich mit jedem beliebigen Schöpf-Utensil erzielen. Wichtig ist natürlich, dass die Mengen pro Schöpf-Ladung immer identisch sind.

Folgendermaßen bin ich vorgegangen:

  1. man nehme einen Eimer und fülle zunächst zwei Teile (also zwei Schöpfkellen) Quarzsand hinein
  2. dann einen Teil (also eine Schöpfkelle) Zement darüber
  3. Nun werden die ersten beiden Schritte solange wiederholt, bis ausreichend Material im Eimer ist, das für die gewünschten Produkte benötigt wird. Tipp: Macht erst mal eine kleinere Menge von rund 4 Wiederholungen und verwendet diese. Sollte es nicht reichen, bleibt euch genug Zeit eine weitere Portion anzufertigen! Der Vorteil beim Beton selber machen gegenüber fertigen Produkten ist, dass er wesentlich langsamer anzieht/trocknet. Daher muss man sich keinerlei Stress machen.
  4. Jetzt werden die beiden Komponenten gründlich mit einer Kelle oder einem großen Löffel vermischt. Hier ruhig gründlich sein, umso einfacher fällt euch nachher das Verrühren mit Wasser.
  5. Jetzt wo die Mischung schön gleichmäßig ist, kommt das Wasser dazu. Hier ist Vorsicht geboten: Immer schön langsam mit Wasser anfangen und nicht zu viel auf einmal dazu geben. Ist erst mal zu viel Feuchtigkeit drin, habt ihr ein Problem. Dann fällt es nämlich schwer die richtige Konsistenz hinzubekommen, weil ihr mit Zement und Sand erst das richtige Verhältnis hinbekommen müsst. Deshalb: Langsam machen und Wasser nach und nach hinzufügen. Immer wieder umrühren bis die perfekte Konsistenz erreicht ist. Diese fühlt sich an wie ein festerer Rührküchen. Wenn ihr ein wenig Beton auf die Kelle nehmt und diese ankippt, muss er sehr zügig und leicht von ihr hinunter flutschen.

Die Masse fühlt sich genau richtig an? Herzlichen Glückwunsch, dann habt ihr gerade Beton ganz allein hergestellt : ) Es handelt sich lediglich um eine Mischung aus Zement, Quarzsand und Wasser! So einfach ist das : ) Der Zement dient als Bindemittel. Generell besteht Beton immer aus einer Gesteinskörnung und einem Bindemittel.

In der Regel verwendet man Sand und Kies als Gesteinskörnung. Doch beim Basteln mit Beton ist Quarzsand als alleinige Substanz durchaus empfehlenswert, weil er schön fein ist und ein gleichmäßiges Ergebnis entsteht. Wer es gerne grober mag, könnte kleine Kieselsteine untermischen. Das habe ich persönlich noch nicht getestet (kommt vielleicht noch ; ))

Schritt 4 – Beton gießen

Wenn das Material fertig ist, solltet ihr die Formen zum Betonieren zügig füllen. Aber bitte kein Stress: Der Beton bleibt lange genug feucht, sodass hier niemand hetzen muss. Macht lieber etwas langsamer, aber dafür geht nichts daneben. Nur nicht unbedingt zwischendurch einen Kaffee-Klatsch machen ; )

Füllt nun so viel davon in die Förmchen wie nötig. Die Mengen hängen individuell von den Formen ab. Grundsätzlich müsst ihr bedenken, dass noch eine Gegenform  (zumindest fast immer) in den Beton gedrückt wird, um einen Hohlraum zu erhalten. So ist es beispielsweise bei Teelichthaltern, Schalen oder ähnlichem. Durch die Gegenformen wird die Masse nicht unwesentlich nach oben gedrückt. Unterschätzt nicht, wie hoch der Beton in der Form steigen kann. Ich habe zu Beginn manchmal zu viel eingefüllt, weil es knapp wirkte. Doch als die Gegenform drin war, war es zu viel. Ist aber auch kein Problem: Einfach etwas Masse entfernen und weiter geht´s!

Schritt 5 – Gegenformen platzieren

Alle Formen sind gefüllt? Dann jetzt die ausgewählten Gegenförmchen zur Hand nehmen und diese an der entsprechenden Stelle hinein drücken. Nun in die Gegenform Kies füllen. Der Kies dient als Gewicht und hält die Form dort wo sie sein soll.

Als Gewicht habe ich verschiedene Sachen ausprobiert. Aber Kies ist einfach optimal. Er verteilt sich gleichmäßig und lässt sich komfortabel einfüllen. Bei groben Steinen oder ähnlichem hat man das Problem, dass das Gewicht nicht überall übereinstimmt und die Gegenformen schräg werden.

Wichtig ist, dass ihr die Gefäße nicht zu tief nach unten drückt. Sonst ist der Boden zu dünn oder gar löchrig! Kleiner Tipps: Wenn ihr euch unsicher seit, drückt die Gegenform so weit nach unten, wie ihr meint und holt sie wieder raus. Nun anhand der Rückstände mit einem Metermaß abmessen, wie tief die Form im Beton war und anschließend bei der eigentlichen Gieß-Form checken, ob die Höhe passt und noch ausreichend Boden übrig bleibt. Man bekommt aber schnell ein Gefühl für die Abstände, so dass Nachmessen selten nötig ist.

Bevor ihr die gegossenen Beton-Sachen zum Trocknen beiseite stellt, müsst ihr überschüssige Luft heraus-„schütteln“. Dazu habe ich die gefüllten Gefäße immer direkt an die Stelle gestellt, wo sie anschließend mehrere Tage trocknen dürfen. Dort abgestellt, habe ich sie vorsichtig aber zügig hin und her geschüttelt. Das ist entscheidend, um zu vermeiden, dass sich im Beton und zwischen den Formen Luftbläschen bilden. Die können unschöne Lücken hinterlassen, die man später sieht. Kleine Luftblasen sind in Ordnung und passen zum groben Industrie-Look.

Sobald ihr gerüttelt und die Luft entfernt habt, prüft ihr abschließend, ob die mit Kies beschwerten Gegenformen richtig „sitzen“.

Schritt 6 – Warten

Jetzt heißt es: Geduld haben! Beton muss nun Zeit zum Trocknen bekommen. Ich lasse meine Formen immer mindestens vier Tage stehen. Am besten an einem kühlen, lichtgeschützten und trockenen Ort. Manche warten zwar nur 24 Stunden, aber das ist meiner Meinung nach etwas knapp. Vielleicht reichen zwei Tage, aber von einer kürzeren Trocknung rate ich ab.

Schritt 7 – lösen und schleifen

Ist das Material getrocknet, könnt ihr die fertigen Dekorationsartikel aus den Formen holen. Dazu lege ich mir immer ein Polster drunter. Da der Beton manchmal recht schnell und unvorhersehbar heraus purzelt, ist es gut, wenn Untergrund und Produkt geschützt sind. Denkt dran: Die Substanz ist schwer und kann unschöne Schäden auf Tischen und Co. hinterlassen beziehungsweise kaputt gehen!

Schützt auch eure Finger!

Bei dieser großen Schale (siehe oben) war noch sehr viel Feuchtigkeit in den Formen, obwohl sie sechs Tage trocknen durfte. Allerdings stand sie zum Trocknen draußen, wodurch der Beton wiederum Feuchtigkeit ziehen kann. Das ist gar nicht schlimm. Einfach noch ein paar Tage bei Zimmertemperatur austrocknen lassen. Eine solche Schale eignet sich übrigens super für den Garten zum Bepflanzen : )

Und wie sieht es aus? Gar nicht so übel oder : ) Ich hoffe es hat geklappt und die Formen sind so, wie ihr euch es vorgestellt habt.

Frisch geschlüpfte Beton-Accessoire haben oft ziemlich scharfe und raue Kanten. Diese nennt man auch „Grate„. Sie sollten mit Schleifpapier geglättet werden. Das sieht schöner aus und ist wegen der Verletzungsgefahr unerlässlich. Auch die Rückstände, die sich an der Oberfläche bilden, werden entfernt. Mit Schleifpapier und Bürsten klappt das gut. Ich nehme immer zweierlei Schleifpapier. Ein grobes zu Beginn und ein feines für den letzten Schliff : )

Übrigens: Nicht aufregen, wenn mal was daneben geht. Das ist völlig normal und kein Grund sich zu ärgern. Probiert es einfach noch mal und lernt aus Fehlern. So wie ich : ) Wie ihr hier lesen könnt, hatte ich den Fehler gemacht, dass ich Behälter aus Glas und Keramik genommen habe. Warum das keine gute Idee war, könnt ihr im Beitrag nachlesen ; )

Selbst gemachter Beton braucht rund 14 Tage bis er vollständig trocken und belastbar ist. Daher am Anfang vorsichtig damit umgehen und die Sachen keinesfalls in Tüten oder so stecken. Dabei könnten sich Kondenswasser oder komische Gerüche bilden. Beton sollte ohne Abdeckung an der Luft trocknen dürfen.

Schritt 8 – Kreative DIY Ideen zum Verzieren

Ihr woll euren Do-it-yourself Produkten etwas Farbe oder tolle Effekte verleihen? Mit Acryl- oder Vollton- und Abtönfarbe könnt ihr Beton farbig gestalten und jedes Unikat in ein kreatives Kunstwerk verwandeln. Was ihr beim Bemalen beachten müsst und welche Möglichkeiten ihr habt, erfahrt ihr in Teil 2 von „Beton Deko selber machen“.

Als Inspiration habe ich euch ein paar meiner selbst gemachten Artikel fotografiert:

DIY Schalen

Für Schalen könnt ihr alte Kunststoff-Schüsseln oder Eimer als Formen nehmen. Für dieses Exemplar kamen zum Beispiel zwei unterschiedlich große Eimer zum Einsatz:

Für diese Schale verwendete ich zweierlei Plastik-Schüsseln aus der Küche, die zu alt und hässlich sind, um sie zum Kochen zu verwenden. Zum Betonieren sind sie perfekt : ) Da sie unterschiedlich groß sind, lassen sich schönste Schalen zaubern. Ich habe schon drei Stück gemacht und jedes Mal hat es geklappt. Man kann sie für Dekorationen, Obst, Nüsse und vieles mehr verwenden oder direkt bepflanzen. Auch zum Verschenken super geeignet!

Das ist das neueste Werk:

Aufgrund dessen, dass ich nur wenig Beton genommen habe, ist die Schale sehr flach, so dass sie super zum Dekorieren ist. Man kann Kerzen darauf platzieren, Tannenzapfen einfüllen oder kleine Osternester arrangieren.

DIY Teelichthalter

Auch bei den Teelichthaltern sind der Fantasie keinerlei Grenzen gesetzt. Ich habe bisher lediglich die Sternen-Form gekauft. Für alles andere, habe ich diverse Plastikdosen (zuvor gefüllt mit Lebensmitteln), Joghurt- oder Mascarpone-Becher und viele andere Kleinigkeiten verwendet, die ansonsten im Müll landen. Das Beste: Kunststoff-Behälter könnt ihr viele Male wiederverwenden. Einfach mit einem wachsamen Blick durch den Haushalt und die Supermärkte gehen. Sicherlich entdeckt ihr ein paar praktische Behälter für kreative DIY Windlichter.

Diese beiden Exemplare habe ich anschließend mit silberner Metallocryl Interieur Farbe von Caparol gestrichen. Sieht doch schick aus oder?

DIY Blumentopf

Ihr wollt wissen, wie man die Dreiecke auf den Beton bekommt? Dann hier nachlesen! Solche rustikalen Blumentöpfe kommen auch als Gartendeko oder auf Terrasse und Balkon super an.

Alle hier präsentierten Beton-Sachen wurden mit dem oben stehenden Mischverhältnis angefertigt!

Zement und Quarzsand lagern

Beide Komponenten sollten nicht draußen gelagert werden. Sie dürfen nicht feucht werden! Auch vor Hitze und Kälte schützen. Ich habe beide Säcke mit Paketklebeband sorgfältig geschlossen und in jeweils einem Kunststoffeimer (ohne Deckel) in der Wohnung aufbewahrt.

Viel Spaß beim Testen

Ich hoffe ich konnte euch zum Betonieren inspirieren und wünsche euch ganz viel Spaß dabei. Ihr werdet sehen, dass es mit meiner Beton Gießen Anleitung ganz einfach ist! : )

Während man Quarzsand dauerhaft lagern kann (hier lohnt sich der Kauf von größeren Mengen) sollte Zement relativ bald verarbeitet werden (man hat aber auch hier bei guter Lagerung lange Zeit!). Hiervon würde ich keine zu großen Mengen kaufen. Lieber in ein paar Monaten frisch anschaffen, weil das Bindemittel empfindlicher auf äußere Einflüsse reagiert.

Noch mehr Ideen gibt´s hier:

Beton Deko selber machen – Teil 1 Teelichter – Test Rayher Kreativ-Beton

Beton Deko selber machen – Teil 2 Schale – Test Rayher Kreativ-Beton

Meine DIY Deko bei DaWanda

Viel Spaß beim Stöbern : )

12 Kommentare für “Beton gießen Anleitung und Tipps für DIY-Artikel”

  1. Super Anleitung. Vielen Dank für die tollen Inspirationen.
    Wir haben für unseren Blog kleine Sterne und Schneeflocken aus Beton hergestellt – das hat super geklappt.
    Ich glaube, als nächstes muss ich mich mal an Blumentöpfe wagen. Die sind echt sehr schön aus Beton.
    Liebe Grüße,
    Larissa

  2. Hallo Larissa,

    freut mich sehr, wenn du bei mir was Passendes gefunden hast : )

    Probiere es auf jeden Fall mal aus mit den Töpfen. Geht echt einfach und es lassen
    sich tolle Sachen basteln.

    Wünsche dir ganz viel Spaß : )

    Liebe Grüße,

    Gaby

  3. Danke für die praktischen Tipps! Ich habe mal gehört, daß Beton, welcher Quarzsand enthält, nicht
    so belastbar sein soll. Das heißt, größere Töpfe / Tröge gehen schnell kaputt, weil nicht genug Bindung
    da ist. Bei Quarzsand sind wohl die Körnchen nahezu gleich groß, deshalb….

    Weißt Du etwas darüber?

  4. Hallo Nette,

    vielen Dank für deinen Kommentar. Freut mich, dass du etwas Passendes gefunden hast : )

    Zu deiner Frage:

    Ja da kann ich dir weiterhelfen. Das was du gehört hast, ist korrekt. Grundsätzlich kannst du dich an der Faustformel orientieren: Je feiner der Quarzsand, desto weniger stabil das Ergebnis. Aber: Nur weil ein Betonobjekt mit feinem Quarzsand hergestellt wurde, heißt das noch lange nicht, dass es „schnell kaputt“ geht. Ich habe bisher viele Deko-Objekte hergestellt, alle mit feinem Quarzsand. Bislang ist mir noch nichts davon kaputt gegangen. Auch die Kanten sind stabil. Da man diese Dinge nicht besonders stark strapaziert, sie dafür aber optisch fein und attraktiv aussehen sollen, ist Quarzsand hier ideal. Die Oberflächen werden sehr schön glatt, hell und stilvoll.

    Zurück zu deinem Anliegen: Wenn du nun größere Objekte wie Tröge oder Blumentöpfe machen willst, solltest du Kies untermischen. Denn der Kies macht die Ergebnisse stabiler und strapazierfähiger. Die Bindung wird optimiert und das ganze hält besser. Man sollte halt immer überlegen, für was man die Beton-Mischung braucht und was das Ergebnis aushalten muss. Für einen großen Blumentopf für draußen, der öfter mal umgestellt wird, die Blumen darin regelmäßig umgetopft werden und der Umwelteinflüssen ausgesetzt ist, sollte mit Kies hergestellt werden. Du kannst hier auch Quarzsand nehmen, aber eben einen groberen und weniger davon und dafür diesen Anteil mit Kies ersetzen.

    Willst du stattdessen Teelichthalter oder ähnliches machen, ist Kies finde ich nicht ideal, weil das Ergebnis dann grob und weniger dekorativ wird. Aber wie alles, ist auch das Geschmacksache : )

    Ich hoffe ich konnte dir verständlich erläutern, was ich meine ; )

    Falls du noch Fragen hast, jederzeit einfach hier melden. Ich antworte so schnell ich kann.

    Ganz liebe Grüße und viel Erfolg beim Werkeln!

    Gaby

  5. Hallo,
    ich habe das ganze mit Sand von einem Spielplatz probiert und Zement-Estrich mit einer Mischung von 3/1 was toller Müll geworden ist…. alles verbröselt
    Meine Frage lag es nun am Zement weil es Estrich ist oder lag es am Sand (wobei der ja auch nicht so fein ist..) oder lag es an dem Mischverhältnis .. HILFE 😀

  6. Hallo Melina,
    vielen Dank für deinen Kommentar : )
    Sorry, dass es etwas gedauert hat, bis ich mich melde.
    Zu deiner Frage: Ich fürchte es könnte sowohl am verwendeten Zement als auch am Sand gelegen haben ; )
    Bei Estrich-Zement handelt es sich ja oft bereits um einen fertigen Beton. Das heißt es ist eine Mischung aus Sand und Zement.
    Wenn man dann zusätzlich Sand beimischt, kann das im Grunde nicht klappen.
    Beton besteht allgemein aus einem Mix aus Zement, Sand und Wasser. Wenn du also Beton selber machen willst, solltest du reinen
    Zement verwenden. Sonst stimmt die Mischung nicht und deshalb hat es wahrscheinlich auch nicht geklappt.
    Zudem empfehle ich dir feinen Quarzsand. Der ist deutlich feiner und ergibt meiner Meinung nach ein schöneres Ergebnis.
    In meinem Beitrag hier: http://www.wohncore.de/beton-giessen-anleitung-und-tipps-fuer-diy-artikel/ findest du eine
    verständliche Anleitung zum Mischen und die Produkte, die ich nehme.

    Das Mischverhältnis 3:1 ist gut. Also 3 Teile Sand und 1 Teil Zement. Ich habe es sogar schon mit 2:1 gemacht, aber das muss nicht unbedingt sein. 3:1 reicht völlig.

    Ich wünsche dir viel Erfolg beim nächsten Versuch : )

    Ach und noch was: Mische die beiden Komponenten Sand und Zement immer zunächst trocken! Erst im Anschluss das Wasser vorsichtig und nach und nach hinzufügen. Dann fällt das Mischen deutlich leichter. Das Ergebnis sollte sich anfühlen, wie ein Rührkuchen. Weiterer Tipp: Rüttle an den Formen ein wenig, wenn sie mit Beton gefüllt sind. So kann überschüssige Luft entweichen und das Ergebnis wird noch besser.

    Liebe Grüße : )
    Gaby

  7. Hey,

    Schöner Artikel. Oh man ich habe heut einfach mal losgelegt und gar nicht nachgedacht und Beton in eine glasform gegossen 😂 und nun steckt er darin. Gibt Es evtl eine Möglichkeit diesen wieder da heraus zu bekommen? Oder muss ich alles wegwerfen 🙈😉
    Habe auch vorher geölt.

    Liebe Grüße

  8. Hallo Fabinne,

    oh Nein!! : ) Das ging mir ja auch leider schon so. Aber solche Fehler gehören bei DIY dazu. Da lernt man daraus.
    Es wird sehr schwierig das aus dem Glas zu bekommen bzw. ohne Zerstörung und rohe Gewalt wird es nicht gehen ; )
    Ich persönlich würde so was immer entsorgen, da es einfach auch gefährlich ist, das Glas vom Beton zu trennen.
    Ich habe damals mit Hammer und großem Schlitz-Schraubendreher versucht, das Glas abzuschlagen. Aber ohne Schutzbrille solltest du solche Experimente keinesfalls machen. Glas splittert dabei extrem und da kannst du dich verletzen. Meine Empfehlung: Entsorgen, abhaken, weitermachen : ) Wiederhole es einfach mit Kunststoff-Formen nochmal und dann wirst du Freude daran haben!

    Das Ölen bringt beim Glas leider nichts : / Das verbindet sich miteinander…

    Ärgere dich nicht, sondern mach das Beste daraus. Wichtig ist, dass du dich nicht verletzt.

    LG Gaby

  9. Hey,

    Super danke, habe es schon abgehakt 😉.
    Werde es auch wegwerfen 😢, aber mein Weihnachtsbaum aus der Silikonform ist super geworden 😍😍😍

    Liebe Grüße

  10. Hey Fabinne,

    gerne : )

    Das freut mich : ) Viel Spaß weiterhin mit DIY!

    Lg und vorab schon mal eine wunderschöne Weihnachtszeit : )

  11. Viktoria Maisner

    Hallo zusammen,
    herzlichen Dank für die vielen tollen und hilfreichen Tipps. Ich möchte dieses Jahr an Weihnachten mit meinen Kindern basteln. Sie haben sich das gewünscht, weswegen ich nun auf der Suche nach Bastelideen bin. Ich kann mir sehr gut vorstellen etwas mit Beton zu versuchen. Mal sehen, was meine Kinder und mein Mann sagen.

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