07.10.15

Im ersten Teil zum Thema Beton Deko selber machen, ging es um dekorative Teelichter. Heute folgt eine kleine Schale, die ich ebenfalls mit dem Rayher Kreativ-Beton angefertigt habe. Schritt für Schritt könnt ihr nachvollziehen, wie es geht. Zudem zeige ich euch, was bei meinem Einstieg in die Beton-Gießerei alles schief gegangen ist. Viel Spaß : )

Material

Für diese selbst gemachte Beton Schale, die ihr übrigens auch super als kleinen Blumentopf einsetzen könnt, braucht ihr folgendes Material:

  • Kreativ-Beton
  • Form
  • Gegenform
  • Gewichte zum Beschweren (z.B. Steine)
  • Wasser
  • Löffel oder ähnliches zum Umrühren
  • Eimer zum Mischen
  • Speiseöl
  • Acrylfarbe
  • Schleifpapier
  • Paketklebeband
  • Pinsel

Unter folgendem Link könnt ihr den Rayher Kreativ-Beton

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1. Schritt – Form ölen

Wie im ersten Teil bereits erklärt, müsst ihr die Gießform mit Speiseöl einfetten, damit die Beton-Schale nach dem Trocknen leichter herausrutscht.

2. Schritt – Beton gießen und schleifen

Da ich in Teil 1 bereits ausführlich erklärt habe, wie ihr den Beton mischt und gießt, verzichte ich an dieser Stelle darauf. Nach dem Trocknen sahen die drei gegossenen Dekorations-Elemente folgendermaßen aus:

Da auch die Schale unschöne Grate hatte, schliff ich die Kanten sorgfältig ab. Anschließend sind alle Ränder schön glatt und die Deko wirkt wesentlich wohnlicher.

3. Schritt – Schale abkleben und bemalen

Beton ist ein wunderbarer Werkstoff für rustikale Dekoration. Ich finde es zwar toll selbst gemachte DIY-Objekte mit Farbe zu verschönern, aber den Beton vollständig zu bemalen, kommt für mich nicht in Frage. Schließlich mache ich mir die Arbeit ja, um das Material Beton als solches erkennbar zu machen. Deshalb habe ich nur einen Teil der seitlichen Fläche cremefarben angemalt. Um mir das zu erleichtern, klebte ich mit Paketklebeband ab. So konnte ich eine schöne schräge Linie erzielen, ohne dass ich beim Streichen aufpassen muss.

Auch die Innenfläche der Beton-Schale wurde weiß, um sie freundlicher wirken zu lassen.

4. Schritt – Klebeband abziehen

Sobald die Farbe aufgetragen ist, solltet ihr das Klebeband abziehen. Wartet ihr bis sie trocken ist, kann es passieren, dass die Ränder einreißen und ihr alles mühsam nachpinseln müsst. Verläuft die Farbe an manchen Stellen dennoch, gleicht ihr das mit einer ruhigen Hand und einem Borstenpinsel aus. Ich hatte an einer Stelle etwas gepfuscht und musste nachbessern.

Wie ihr seht, hat das Abkleben seinen Zweck erfüllt…

Eine derartige Schale könnt ihr für diverse Sachen verwenden…

Nicht nur als Blumentopf erfüllt sie einen praktischen Zweck. Auch zum Aufbewahren von Seife im Badezimmer könnte ich sie mir vorstellen oder zum Platzieren von Fundstücken wie Muscheln.

In der Küche kommt sie als Aufbewahrung von Tee, Obst oder sonstigen Dingen in Frage. 

Meine Fehler

Damit ihr aus meinen Fehlern lernen könnt, möchte ich an dieser Stelle nichts schön reden, sondern offen zeigen, was bei meinem Test schief gelaufen ist. Ich habe zwei Formen gewählt, die ungeeignet sind für Beton-Gießen. Die eine bestand aus Keramik. Was passiert ist, als ich den Beton versuchte herauszulösen, könnt ihr hier sehen:

Fazit: Keramik hat beim Beton-Gießen nichts verloren ; )

Das nächste Malheur betrifft die Schale, die ich glücklicherweise retten konnte. Beim Gießen des Betons setze ich eine Gegenform aus Glas ein. Ich hätte es natürlich besser wissen müssen. Aber im Eifer des Gefechts griff ich mir einfach alle Formen, die ich finden konnte und dachte nicht weiter darüber nach. Die Glasschale habe ich nur gewählt, weil sie die Struktur eines Blattes hat und ich genau diese Struktur gerne in der Schale haben wollte.

Da sich Glas mit Beton verbindet, musste ich versuchen die Schale herauszubekommen ohne den Beton zu sprengen. Keine leichte Aufgabe! Mit einem Hammer schlug ich ganz vorsichtig gegen das Glas.

Stück für Stück konnte ich den Beton vom Glas befreien. Doch es war eine gefährliche Angelegenheit. Das Glas splitterte extrem und ich musste mir eine Schutzbrille aufziehen, damit mir nichts ins Auge geht. Naja, zum Glück konnte ich die Schale erhalten : )

Weitere Inspirationen

Falls ihr euch auch ans Gießen von Beton wagen wollt, hier noch ein paar zusätzliche Anregungen für kreative Ergebnisse:

  • Blätter von Bäumen in den Formen platzieren, um originelle Muster im Beton zu erzielen.
  • Teile der Formen-Ränder mit Bastschnur oder Gitternetze auslegen, um dem Beton Struktur zu verleihen.
  • Kartonstücke am Rand der Formen anbringen für kleine Lücken im Beton. Diese könnt ihr später bemalen oder mit Mosaiksteinen bekleben.

Mein Fazit

Mein Fazit zum Kreativ-Beton von Rayher fällt sehr positiv aus. Das Mischen und Gießen funktioniert super einfach und der Umgang mit diesem Beton sollte jedem gelingen. Da keine Schadstoffe zum Einsatz kommen und das Material staubarm ist, riecht es keineswegs unangenehm und auch für mich als Allergiker ist das Arbeiten angenehm. Wer schnell und einfach schöne Ergebnisse erzielen will, ohne in den Baumarkt und mühsam die perfekte Komponenten-Mischung anrühren zu müssen, ist mit dieser Bastel-Alternative bestens beraten.

Nun habe ich den Kreativ-Beton getestet und bin begeistert vom Beton Gießen allgemein. Es hat mir wirklich mega viel Spaß gemacht und die Ergebnisse gefallen mir gut. Beton hat einen ganz besonderen und rustikalen Charme. Und mit etwas Kreativität und Farbe könnt ihr die schönsten Dekorations-Elemente herstellen. Trotz der Tatsache, dass es mit dem Kreativ-Beton vom Hobbyfachhandel so gut geklappt hat, interessiert es mich brennend ob ich das auch allein hinbekomme.

Deshalb will ich das auf jeden Fall wiederholen! Doch dann mit einzelnen Komponenten aus dem Baumarkt. Eine Anleitung dafür habe ich schon und ich bin sehr gespannt, ob das klappt. Doch gerade preislich kann es sich lohnen. Denn unterm Strich wäre die selbst gemachte Variante günstiger. Allerdings muss man eben auch etwas mehr Zeit einplanen und hoffen, dass man die Konsistenz richtig erwischt. Man wird sehen ; ) Sobald ich den zweiten Beton-Test gemacht habe, werde ich euch wieder berichten und meine Erfahrungen mit euch teilen!

Ich hoffe euch gefällt, was ich hier zustande gebracht habe. Vielleicht kann ich euch ja zum Nachmachen animieren.

Über ein kleines Feedback würde ich mich auf jeden Fall freuen. Vielen Dank : )

Ich wünsche euch schon Mal viel Freude beim Ausprobieren und Werkeln!

 

Beton Deko selber machen – Teil 1 Teelichter – Test Rayher Kreativ-Beton

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6 Kommentare für “Beton Deko selber machen – Teil 2 Schale – Test Rayher Kreativ-Beton”

  1. Hallo liebe Sue,

    vielen Dank für deinen Kommentar.

    Also ich habe es noch nicht mir Frischhaltefolie probiert, aber ich denke das würde auf jedenfall eher klappen, wie mit Backpapier.
    Backpapier wirft ja ziemliche Falten und die würde man später auf der Betonoberfläche auf jeden Fall sehen.

    Ich rate dir generell eher ab von Glasschalen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass das in die Hose geht ; )
    Falls du es dennoch testen willst, nimm ausschließlich Glassachen, denen du nicht hinterher trauerst, wenn sie platzen.
    Man muss immer bedenken, dass Beton beim Trocknen „arbeitet“ und sich etwas ausdehnen kann.

    Ob sich Frischhaltefolie mit Beton verbindet oder nicht, kann ich dir nicht sagen, da ich es noch nicht probiert habe.
    Am besten testest du das Mal an einer kleinen Form. Gerne darfst du dein Ergebnis hier mitteilen. Ich bin gespannt, ob
    das klappt.

    Ich hoffe ich komme auch bald wieder zum Betonieren : ) Es macht einfach Spaß.

    Dir viel Freude und Erfolg : ) Ich drücke die Daumen!

    LG Gaby

    PS: Du kannst Beton auch ganz günstig selber machen. In diesem Beitrag hier erfährst du wie es geht:

    http://www.wohncore.de/beton-giessen-anleitung-und-tipps-fuer-diy-artikel/

  2. Hallo Sari,

    vielen Dank für deinen Kommentar : )

    Cool, mit Knetbeton hatte ich bislang noch nicht gearbeitet, aber ich werde mir eure Anleitung
    mal anschauen. Klingt ja sehr interessant.

    Danke für den Tip 🙂

    Dir eine tolle Woche

    LG Gaby

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