25.09.15

Schon seit vielen Monaten will ich Beton Deko selber machen. Wie so oft, fehlte bisher die Zeit. Jetzt kam ich endlich dazu und testete dieses Do-it-yourself-Projekt mit gebrauchsfertigem Kreativ-Beton der Firma Rayher. Wie das bei mir geklappt hat und wie ich vorgegangen bin, zeige ich euch Schritt für Schritt. Im ersten Teil könnt ihr meine selbst gemachten Beton Teelichter begutachten.

Das Material – Kreativ Beton

Bevor es los geht, will ich euch zeigen, welche Materialien ich für dieses DIY-Vorhaben genutzt habe. Obwohl ich generell immer für das Selbermachen bin, habe ich mich für meinen ersten Versuch mit Beton für einen gebrauchsfertigen Beton entschieden. Auf die Firma Rayher Hobby GmbH bin ich per Zufall gestoßen. Das Unternehmen fertigt Artikel zum Thema Hobbykunst und hat ziemlich alles im Programm, was man zum Beton Gießen braucht. Der Kreativ Beton ist zwar nicht billig, aber beim ersten Test wollte ich kein Risiko eingehen. Zudem kann ich euch so einen Testbericht liefern und schildern, ob sich das Material eignet : )

Generell muss ich sagen, dass der hier verwendete, gebrauchsfertige Bastelbeton für alle ideal ist, die zwar gerne etwas selber machen, aber wenig Zeit und keine Lust haben die perfekte Beton-Masse aus mehreren Komponenten zu mischen. Mit dem Selber-Mischen geht zudem einher, dass man die Materialien im Baumarkt besorgen und einiges schleppen muss, weil die einzelnen Materialien meist nur in größeren Mengen erhältlich sind. Den Rayher-Bastelbeton bestellt man sich bequem im Internet und kann direkt loslegen.

Es handelt sich um verarbeitungsfähige Beton-Gießmasse. Man kann damit diverse Deko-Sachen gießen wie Vasen, Schalen, Teelichthalter, Kerzenständer, Untersetzer, Eierbecher und vieles mehr. Nachteilig an dem Bastelbeton finde ich persönlich, dass es ihn in maximal 2,5 kg-Eimern gibt. Zumindest als ich das letzte Mal im Internet danach gesucht habe. Da ich beim ersten Mal Beton Gießen gleich viel Spaß hatte, wäre mir beim zweiten Versuch eine größere Menge lieber gewesen. Natürlich kann man auch einfach mehrere 2,5 kg-Eimer bestellen. Aber mir geht es um den Preis. Eine größere Menge könnte man sicherlich etwas günstiger anbieten. Aber es ist eben ein Bastelbedarf und da sind die Mengen pro Einheit meistens begrenzt.

Hier die wichtigsten Vorteile des Rayher-Bastelbetons im Überblick:

  • gebrauchsfertig – kein Mischen von verschiedenen Materialien notwendig
  • nur noch Wasser dazu, rühren und los geht´s
  • schadstofffrei
  • staubarm
  • komfortabel
  • einfach und schnell

Aber auch die Nachteile will ich darstellen:

  • teuer
  • Rayher-Beton gibt es meist nur in maximal 2,5 kg-Eimern
  • Material dürfte feiner sein (sind einige Steine drin)

Kreativ-Beton bestellen

Wenn ihr keine Experimente machen, sondern genau diesen Fertigbeton einsetzen wollt, könnt ihr das Produkt hier 

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Preislich schwankt der 2,5 kg Eimer etwas. Als ich diesen Beitrag verfasst habe, kostete das Produkt 14,99 Euro.

Was man sonst noch braucht

Neben dem Kreativ-Beton braucht man natürlich noch andere Materialien. Hier eine Liste mit allen Dingen, die bei meinem Test zum Einsatz kamen:

  • Eimer zum Beton-Mischen
  • Wasser
  • alter Löffel zum Mischen
  • Schleifpapier
  • Steine oder ähnliches zum Beschweren
  • Formen (Kunststoff-Eimer, -Dosen, -Schachteln, oder Dinge aus Karton / kein Glas oder Keramik!)
  • Speiseöl und Pinsel
  • Klebeband (optional)
  • Acrylfarbe (optional)
  • Pinsel (optional)
  • dekorative Kordeln/Bänder (optional)

Welche Formen sind geeignet?

Zu den Formen kann ich euch noch ein paar Inspirationen geben. Ihr müsst nicht zwangsläufig teure Formen im Bastelhandel kaufen. Das habe ich auch nicht gemacht. Stattdessen einfach mal im Haushalt stöbern und nach geeigneten Dingen Ausschau halten. Neben alten Plastikschüsseln könnt ihr zum Beispiel PET-Flaschen, Tetrapacks oder ausrangierte Silikon- oder Metall-Backformen nehmen. Ich sammle seit einiger Zeit diverse Plastik-Behälter von Lebensmitteln wie Joghurt-, Quark- oder Mascarpone-Becher. Diese Dinge sind quasi kostenlos und ideal für den Zweck. Zudem könnt ihr sie wiederverwenden.

Was ihr vermeiden müsst!

Was ihr keinesfalls nehmen dürft, sind Gefäße aus Glas oder Keramik. Da ich ja zu der Sorte DIYler gehöre, die grundsätzlich erst mal machen, bevor sie fragen, ging bei meinem Test natürlich auch direkt was in die Hose. Ich dachte ich muss eine Glasschale und eine Keramik-Schüssel nehmen. Doch das funktioniert nicht und beides ging zu Bruch. Der Beton verbindet sich mit derartigen Oberflächen und lässt sich nicht mehr davon trennen. Also Finger weg! Es gibt Alternativen ; )

1. Schritt – Formen vorbereiten

Bevor ihr den Beton mischt, empfehle ich die Formen vorzubereiten. Denn sobald der Beton „angemacht“ ist, sollte es schnell gehen. Die Formen mit einem Pinsel oder einem Küchentuch einfetten. Das erleichtert das Herauslösen der Beton-Objekten ach dem Trocknen.

2. Schritt – Beton anrühren

Laut Hersteller-Anleitung ist das Mischverhältnis ca. 1 Teil Wasser zu 10 Teilen Kreativ-Beton. Soll heißen, wenn ihr zum Beispiel ungefähr 2 Kilogramm Beton nehmen wollt, dafür ca. 200 ml Wasser braucht. Das Mischverhältnis muss nicht auf das Gramm stimmen, aber sollte ungefähr dieser Richtlinie entsprechen. Ich habe beim ersten Einsatz ein kg abgewogen um sicher zu gehen. Einfach anrühren und schauen wie die Konsistenz ist. Die Masse sollte sich leicht rühren lassen und von einem Löffel abtropfen.

Wenn ihr meint, dass die Masse zu dickflüssig ist einfach ein bisschen mit Wasser verdünnen. Selbst wenn der Beton etwas flüssiger ist als er soll, ist das kein Weltuntergang. Lieber lässt er sich etwas leichter in die Formen füllen. Zum Mixen das Wasser in einen Eimer geben und den trockenen Beton langsam unterrühren. Zumindest wird diese Reihenfolge von Rayher vorgeschlagen. Ich habe zuerst den Beton in den Eimer getan und dann das Wasser dazu, ging genauso gut ; ) Wichtig ist nur, dass die Masse gründlich vermengt wird. Anschließend zwei Minuten ziehen lassen.

3. Schritt – Beton gießen

Anschließend könnt ihr den Beton in beliebige Formen gießen. Einfach rein schütten und die Formen kurz und leicht schütteln damit überschüssige Luft austreten kann und sich die Oberfläche glättet.

4. Schritt – Einsatz der Gegenformen

Wenn ihr Schalen, Vasen, Teelichter oder ähnliches gießen wollt, braucht ihr immer eine Gegenform. Schließlich muss eine Art Hohlraum entstehen. Dafür braucht ihr Formen, die kleiner sind, als die eigentliche Beton-Gießform. Diese in den Beton drücken, an die gewünschte Stelle rücken und mit Gewichten beschweren. Dazu sind Steine oder andere Gegenstände einsetzbar. Beobachtet eure Formen dann kurz und schaut, dass die Gegenformen dort bleiben, wo sie sollen!

In meinem Beispiel für die Beton Teelichter habe ich übrigens Glaseinsätze verwendet. Zunächst war mir ja nicht klar, dass ich diese nicht mehr rausbekommen werde ; ) Doch als ich feststellte, dass die Teelicht-Einsätze nun dort bleiben müssen, wo sie sind, habe ich versucht das beste daraus zu machen und sie mit Farbe angemalt. Da das Ergebnis ganz hübsch geworden ist, fällt es glücklicherweise nicht weiter auf, dass diese Konstellation aus Versehen zustande kam ; ) Wie man sieht, kann es sich lohnen Fehler zu machen ; )

Nun dauert es rund drei Stunden, bis der Beton ausgehärtet ist. Lasst die Formen aber mindestens einen Tag stehen. Abhängig von der Dicke und Außentemperatur kann es zwei Tage dauern, bis die Deko belastbar und trocken ist. Plant daher ausreichend Zeit ein. Wäre doch schade wenn eure Mühe um sonst war!

5. Schritt – Dekoration schleifen

Nach dem Aushärten, löst ihr den Beton aus den Formen. Formen vorsichtig umdrehen und dann rutscht die Dekoration in der Regel von selbst raus.

Jetzt solltet ihr, müsst ihr aber nicht, die Kanten abschleifen. Durch das Trocknen entstehen unschöne und unangenehme Grate an den Rändern. Mit grobem Schleifpapier schleift ihr diese glatt. Anschließend wirken die Beton-Sachen wesentlich schöner und gepflegter.

Neben dem Schleifen könnt ihr die Oberflächen durch Abbürsten und Polieren perfektionieren. Die seitlich erkennbaren Linien auf dem Beton entstehen beim Trocknen. Ich persönlich finde das nicht schlimm und irgendwie sogar sehr ansprechend. Wer diese Rückstände nicht mag, entfernt sie mit etwas Wasser, einer Bürste oder einem Tuch.

6. Schritt – Beton-Deko verzieren

Mit Acrylfarben verleiht ihr Beton einen individuellen Charme. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Die beiden Teelichter habe ich mit Hellblauer Acrylfarbe bemalt. Zum einen habe ich den Glaseinsatz eingefärbt, zum anderen den unteren Beton-Bereich.

Eine Variante bekam einen schrägen unteren Teil, die andere bemalte ich mit dem Wort „Nordlicht“ weil dieser Name ganz gut zum maritimen Stil und dem Thema passt. Um mir die Arbeit zu erleichtern, klebte ich bei dem einem Teelicht die Betonfläche schräg mit Paket-Klebeband ab. So konnte ich bequem streichen und erzielte eine exakte Linie rundherum.

Tipp: Die Acrylfarbe etwas mit Wasser verdünnen, dann lässt sie sich leichter verteilen. Gerade bei Schriften ist das wichtig für gleichmäßige Linien.

Für das gewisse Etwas sind dekorative Schleifen, Bänder und Kordeln ideal. Für meine selbst gemachten Beton Teelichter griff ich zu einer Jute-Kordel und Geschenkband mit der Aufschrift „Homemade“.

Ich hoffe euch hat gefallen, was ihr bisher gesehen habt : ) Im zweiten Teil präsentiere ich euch ergänzend eine kleine Beton Schale, die ich aus dem Kreativ-Beton selbst gemacht habe.

Beton Deko selber machen – Teil 2 Schale – Test Rayher Kreativ-Beton

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