16.10.14

Ihr liebt eure Wohnküche, aber die Sache mit der gemütlichen und gleichzeitig praktischen Beleuchtung will nicht so richtig klappen? Dann findet ihr im heutigen Beitrag von Lichtplanerin Daniela Schär sicherlich einige hilfreiche Informationen und Tipps zum Thema!  Gastbeitrag von Daniela Schär:

Optimales Licht in der Wohnküche

Das Zentrum des familiären Lebens findet in den eigenen vier Wänden wieder mehr in der geräumigen Wohnküche als im Wohnzimmer statt. Denn während die Einrichtung des Wohnzimmers meist auf den Fernseher ausgerichtet ist, steht in der Wohnküche das kommunikative Miteinander im Vordergrund. Gemeinsame Kochabende und gemütliche Kaffeekränzchen mit Freunden sind gerade bei jungen Leuten ein beliebter Freizeitspaß. Eine Wohnküche stellt zunächst einmal einen separaten Raum dar, der genügend Platz für die Küchenmöbel und einen großen Esstisch, mitunter sogar für eine kleine Couch und weitere Aufbewahrungsmöbel , bietet. Dabei wird in einer Wohnküche nicht nur gekocht und gebacken, sondern auch mit den Kindern gebastelt und Schularbeiten erledigt, Dokumente sortiert oder man geht seinen Hobbys nach. Kurzum, in einer Wohnküche verrichten wir vielfältige Tätigkeiten, für die man stets optimales Licht benötigt.

Eine Deckenleuchte  für die Grundbeleuchtung

Damit die Küchenbeleuchtung diesen unterschiedlichen Anforderungen gerecht werden kann, sollten prinzipiell mehrere Lichtquellen zur Verfügung stehen. Die traditionelle Deckenleuchte spendet dabei Licht von oben nach unten und erhellt den gesamten Raum. Meist werden hierfür Deckenanbauleuchten für Leuchtstofflampen genutzt, da sie sehr energiesparend sind und gleichzeitig ein sehr helles Licht spenden. Da sich jedoch viele für den Esstisch eine formschöne Pendelleuchte wünschen, passt eine solche grobe Anbauleuchte oft nicht ins Bild.

Einbaustrahler als Alternative

Um dennoch ein gleichmäßiges Helligkeitsniveau in der Küche zu haben, können deckenbündig montierte Einbaustrahler mit breitstrahlendem und schwenkbaren Reflektor eine sinnvolle Alternative sein. Sie können mit 50 bis 80 Zentimetern Abstand in einer Art Blumenmuster über die gesamte Deckenfläche angeordnet werden. Für mehr Flexibilität bei der Lichtgestaltung empfiehlt es sich hierbei, zwei Schalter zu legen und dimmbare Einbauleuchten zu verwenden. So kann auf Knopfdruck jede beliebige Lichtstimmung gezaubert werden, vom brillanten Licht zum Kochen bis hin zum warmen, gedämpften Licht für ein gemütliches Abendessen. Der Einbau von Deckenstrahlern kann im Übrigen auch nachträglich durch Einzug einer Zwischendecke erfolgen.

Eine separate Pendelleuchte für den Esstisch

In Hinblick auf die Hängeleuchte über dem Esstisch sollte darauf geachtet werden, dass ihr Lichtkegel die gesamte Tischoberfläche ausleuchtet. Bei sehr langen Esstischen erfüllen dies mehrere kleine Pendelleuchten mitunter besser als eine einzige Hängeleuchte mit großem Schirm. In jeden Fall sollte die Leuchte so aufgehängt werden, dass zwischen der Tischoberfläche und dem unteren Ende des Schirm mindestens 60 Zentimeter Luft ist. So wird weder der Sichtkontakt beeinträchtigt, noch blendet die Lichtquelle die am Tisch sitzenden Personen.

Bogenleuchten als Alternative für die Esstischbeleuchtung

In den wenigsten Wohnküchen steht der Esstisch in der Raummitte, sondern meist nahe der Außenwand. Für das Anbringen einer Pendelleuchte muss also genau an dieser Stelle ein Stromanschluss vorhanden sein. Notfalls kann diese auch im Nachhinein über- bzw. unterputz verlegt werden. Wer diesen Aufwand scheut, muss dennoch nicht auf Licht von oben verzichten. Denn im Handel sind sogenannte Bogen- bzw. Angellampen erhältlich. Hierbei handelt es sich um Stehleuchten mit schwerem Fuß und einer langen, halbkreisförmigen Struktur, dank der das Licht – wie bei einer Pendelleuchte – direkt von oben nach unten auf den Esstisch strahlt.

Zusätzliche Leuchten für einzelne Küchenzonen

Neben der Grundbeleuchtung für die Wohnküche sowie die separaten Beleuchtung des Esstisches sollten weitere Platzleuchten für die einzelnen Küchenbereiche zur Verfügung stehen, sprich der Arbeitsplatte, der Spüle und den Herd. Da die Dunstabzugshauben über dem Herd meist über eine integrierte Lampe verfügen, ist hier meist keine weitere Leuchte erforderlich. Wer sich dennoch zusätzliches Licht in diesem Bereich wünscht, kann eine Wandleuchte mit einer leicht zu reinigenden Glasschirm verwenden.

Im Falle von Arbeitsplatte und Spüle empfehlen sich Unterbauleuchten für Leuchtstofflampen, sofern sich dort Hängeschränke befinden. Diese Leuchten sind tagsüber unscheinbar und verfügen zudem bereits über eine Abdeckung als Blendschutz. Sind sie mit dem Brandschutzsymbol M gekennzeichnet, können sie bedenkenlos an die Holzmöbel montiert werden.

Sollten keine Hängeschränke vorhanden sein, kann alternativ auch ein Regalbrett als Halterung für die Unterbauleuchte dienen. Für wen das keine Option ist, der sollte über der Spüle und der Arbeitsplatte unbedingt Wandleuchten montieren. Denn schließlich ist man gerade beim Zubereiten von Speisen und Handtieren mit scharfen Messern auf ein sehr gutes, schatten- und blendfreies Licht angewiesen.

Profil Daniela Schär

Als Lichtplanerin und Geschäftsführerin der Lichtkultur GmbH berät Daniela Schär zusammen mit ihrem Team sowohl Privat-, als auch Geschäftskunden in Sachen Lichtgestaltung. Das Familienunternehmen besteht bereits seit 1980 und kann somit einen großen Erfahrungsschatz vorweisen. Seit 2009 führt die Lichtkultur GmbH auch ein breitgefächertes Sortiment an Designerleuchten, die auf den Seiten des Online Shops LightingDeluxe.de präsentiert werden.

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