16.05.14

Wie ich euch letzte Woche erzählt habe, war ich zwei Mal auf dem Flohmarkt, um meine ausrangierten Sachen zu verkaufen. Da leider zahlreiche Dinge übrig blieben und ich keine Zeit hatte weitere Flohmärkte mitzumachen, habe ich mich nach Alternativen Ausschau gehalten.

Gebrauchtwarenläden der Arbeiterwohlfahrt

Grundsätzlich waren unter meinen Flohmarkt-Artikeln zahlreiche Dinge von denen ich wusste, dass ich nicht mehr viel dafür bekommen würde. Es waren lauter Sachen, die für mich keinen wirklichen Wert mehr hatten und auch tatsächlich nicht mehr viel einbringen sollten. Es machte daher keinen Sinn irgendetwas davon über Ebay zu verkaufen. Und für weitere Stunden auf dem Flohmarkt fehlte mir einfach die Zeit. Beim Recherchieren nach Alternativen stieß ich auf sogenannte „Gebrauchtwarenläden“ der Arbeiterwohlfahrt, kurz AWO. Denn auch wenn die Sachen keinen wirklichen Wert mehr hatten, so waren sie mir doch allesamt zu schade, um sie einfach zu entsorgen. Schließlich war das Meiste davon noch ganz beziehungsweise funktionsfähig.

Die Arbeiterwohlfahrt zählt zu den Spitzenverbänden der Freien Wohlfahrtspflege in Deutschland und ein gemeinnütziger eingetragener Verein. Die Unterstützung von sozial schlechter gestellten Menschen ist die Hauptaufgabe der AWO. Der Sitz des Vereins ist zwar Berlin, aber über die ganze Bundesrepublik verteilt, unterhält die AWO mehr als 14.000 Einrichtungen. Hier wo ich lebe, hat die „AWO Ortenau – Sozial Denken, Handeln und Leben GmbH“ ein gemeinnütziges Beschäftigungs- und Integrationsprojekt. In meiner Region gibt es beispielsweise drei Gebrauchtwarenhallen beziehungsweise Läden, wie sich bei meiner Recherche herausstellte. Bei diesen Läden kann man Warenspenden abgeben und damit dieses Projekt unterstützen. Die AWO nehmen in den Hallen „gute gebrauchte Gegenstände aller Art“ an. Im Prinzip kann man dort alles spenden, was zum Wegwerfen zu schade ist. Natürlich bekommt man für die abgegebenen Sachen nichts, aber es soll ja auch eine Spende sein und kein Geschäft.

Diese Spendenform schien mir ideal für meine gut erhaltenen Flohmarkt-Artikel. Denn auf diese Weise landeten sie nicht im Müll, sondern dienen dem guten Zweck. In den beschriebenen Läden können Kunden dann einkaufen und die Einnahmen daraus, werden wiederum für den guten Zweck genutzt.

Also falls auch ihr Dinge habt, die ihr nicht mehr los werdet, aber für die Mülltonne zu schade sind, dann informiert euch mal über derartige AWO-Gebrauchtwarenhallen. Vielleicht gibt´s ja auch in eurer Nähe welche! Hier noch ein Flyer der AWO aus meiner Region:

ebay Kleinanzeigen

Einige wenige Artikel der Flohmarktsachen, die ich einfach nicht abgeben konnte, habe ich aber kurz vor der Abgabe bei der AWO aussortiert. Da ich schon vorher ein paar Sachen über ebay Kleinanzeigen verkauft habe, dachte ich ich versuche es erneut. Schließlich kann man auf der Plattform kostenlos und super einfach Anzeigen schalten. Ganz ähnlich wie in lokalen Zeitungen. Nur eben völlig kostenlos! Wer sich ein bisschen am PC auskennt, sollte das eigentlich hinbekommen. Man muss sich lediglich kurz registrieren und schon könnt ihr Anzeigen schalten.

Einen DVD-Player konnte ich immerhin für 15 Euro bei ebay Kleinanzeigen verkaufen. Doch auf einigen Dingen, die ich zuvor aus den nicht verkauften Flohmarkt-Artikeln sortiert habe, sitze ich noch heute. So beispielsweise ein Teil meiner Diddl-Sammlung. Diese Dinge sind mir einfach zu schade gewesen, um sie einfach in irgendeine Kiste zu packen. Denn damals habe ich fleißig Taschengeld gespart, um mir die Figuren, Plüschtiere usw. kaufen zu können. Wer sich noch erinnert, weiß vielleicht noch, wie teuer das Zeug war!

Diddl

Nun gut, mein Erfolg scheint sich auch bei ebay in Grenzen zu halten ; ) Die Diddl-Sachen, ein Douglas-Teddy und andere Kleinigkeiten lasse ich jetzt mal hier im Keller stehen. Irgendeine Gelegenheit wird sich schon ergeben : )

Gut erhaltenes verschenken

Aber ich bin der Meinung, dass sich das Spenden und ebay Kleinanzeigen ideal eignen, um ungeliebte Dinge loszuwerden. Und falls das für euch ausscheidet, könntet ihr vielleicht einiges der Sachen verschenken! Wenn sich die wirklich schönen und guten Sachen in Grenzen halten, könntet ihr sie ja einfach in eine Kiste packen und überlegen, wer sich darüber noch freuen könnte. Es muss ja kein Geburtstagsgeschenk sein, falls ihr euch dabei blöd vorkommt. Aber vielleicht als Mitbringsel oder kleines Dankeschön für eine gute Tat. Lasst euch was einfallen.

Ich habe zum Beispiel meinem Patenkind eine voll funktionsfähige Uhr vermacht und einem Kind aus unserer Bekanntschaft ein vollständiges Puzzle geschenkt, das auf dem Flohmarkt auch niemand wollte. Das Puzzle habe ich hübsch verpackt, damit der Kleine was zum Auspacken hat und noch ein Seifenblasen-Ring dazu gelegt. Auch den wollte leider niemand kaufen. Aber ich wusste, dass sich das Kind darüber freut und im Sommer draußen bestimmt viel Spaß damit hat. Ich habe dann noch die Seifenblasen-Flüssigkeit gekauft, damit es direkt losgehen kann ; )

Ich finde es nicht schlimm, wenn man gebrauchte Dinge verschenkt. Ich „verkaufe“ es ja nicht als etwas Neues und vollwertiges Geschenk, sondern gebe gerne offen zu, dass es sich um gebrauchte Sachen von mir handelt. Aber auf diese Weise könnt ihr ja auch sinnvolle Mitbringsel gestalten.

Mein Fazit

Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass gerade die guten Dinge, die man selbst aber nicht mehr will, einfach nicht in die Mülltonne gehören. Bevor ihr es wegschmeist, spendet es bitte! Das ist wesentlich sinnvoller. Denn mit euren Sachen, könnt ihr wiederum anderen helfen. Und das ist doch ein großartiger Ansatz, um die Welt ein kleines Stückchen besser zu machen. Und vor allem können wir unseren  persönlichen Beitrag dazu leisten, um auch von der Wegwerf-Gesellschaft Abstand zu nehmen. Glaubt mir: das gute Gefühl das ihr haben werdet, wenn ihr Sachen spendet, ist es wert!

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