12.06.15

Diese Woche war es bei mir mal wieder an der Zeit die Arbeitsfläche in der Küche aufzuräumen. Dabei habe ich ein paar Dinge geändert und ein kleines Do-it-yourself-Projekt eingebaut, das ich nicht separat aufführen werde. Damit will ich nur zeigen, dass man mit wenig Geld und einfachen Mitteln etwas Hübsches zaubern kann ; )

Die Arbeitsfläche vorher

Wie es im Alltag manchmal ist, kommt es auch bei den ordentlichsten Menschen zu ein wenig Unordnung ; ) In der Küche geht das besonders schnell, weil darin jeden Tag gearbeitet wird. In meiner Küche gibt es eine gewisse Ecke, die mich immer wieder beschäftigt. Die Küche war bereits Teil der Wohnung als wir hier eingezogen sind, daher konnte man an der Aufteilung nichts mehr machen. Ich habe eine lange Küchenzeile an einer Wand, an der ich alles unterbringen und alles erledigen muss. Grundsätzlich ist die Küchenzeile praktisch. Das Problem ist die Küchentür, die ungefähr ein Viertel der Küchenzeile verdeckt. In diesem Bereich hinter der Tür bewahre ich auf der Arbeitsfläche folgendes auf:

  • Mixer
  • Toaster
  • Wasserkocher
  • Brotbox
  • Brotkorb/-Brett
  • Öl und Essig
  • Küchentuch-Halter
  • Zwiebeln
  • Obst

Die Tür ist leider ständig im Weg, sodass das Ordnunghalten schwer fällt. Im Alltag kommt man auf die Schnelle nicht immer überall dran und daraus resultiert, dass der Bereich regelmäßig etwas chaotisch wirkt. Im Grunde haben alle Sachen in dieser Ecke ihren Platz, aber die Aufteilung musste sich ändern, damit es künftig leichter fällt, den aufgeräumten Zustand beizubehalten. So sah die Ecke vor ein paar Tagen aus:

Abräumen und putzen

Zwar ist es nicht sonderlich schlimm in Sachen Unordnung. Aber für mich ist sowas ein Dorn im Auge. Also räumte ich zunächst alles von der Arbeitsfläche und reinigte diese inklusive Fliesen.

Das empfehle ich auch euch: Wenn ihr Ordnung schaffen wollt oder eine neue Sortierung braucht, räumt erst mal alles komplett leer und macht sauber. Ich bekomme, wenn alles frei ist, immer gute Ideen und es tut einfach gut, wenn man bei 0 anfangen kann.

Sortieren und neu einräumen

Das Erste, was ich dann mache, ist, gewisse Dinge, dessen Platz eigentlich woanders ist, wieder dort hin zurück zu bringen. In meinem Fall waren das beispielsweise: ein Backblech, das Brotmesser und der Gitteraufsatz für den Toaster. Anschließend räumte ich die ersten Dinge wieder ein. Als erstes stellte ich den Mixer nicht mehr vorne an die Kante wie zuvor, sondern hinten in die Ecke. Ich brauche den Mixer nur ungefähr alle zwei Wochen und da ist es ok, wenn ich ihn nach vorne holen muss. Einen anderen Platz gibt es in der Küche leider nicht. Aber das ist ein guter Kompromiss.

Ganz rechts vorne platzierte ich den Brotkorb und das Schneidebrett. Auch diese beiden Dinge brauche ich nicht täglich. Lediglich am Wochenende werden diese beiden Utensilien in der Regel benötigt. Also kann das etwas weiter nach hinten. Davor bekam der Brotkorb einen neuen Platz. Den brauche ich schon etwas öfter, aber bisher schob ich ihn stets zwischen andere Dinge, wo eben gerade Platz war. Da es fast jeden Tag zu irgendeiner Tageszeit Brot gibt, ist es gut wenn die Brotbox schnell griffbereit ist.

Öle und Essig aufbewahren

Im nächsten Schritt zeige ich euch, wie ich generell mehr Ordnung in die Ecke brachte. Bisher standen die Öle und Essige zwar zusammen ganz hinten auf der Arbeitsfläche, da ich aber nichts Passendes hatte, wo ich die Gefäße gemeinsam hineinstellen konnte, sah das immer etwas unordentlich aus. Zudem muss man beim Zubereiten von Salaten und Co. jede Flasche einzeln nach vorne holen. Das nervt und kostet Zeit. Um mir den Alltag zu erleichtern, habe ich mir dieses Kistchen hier zunutze gemacht:

Darin waren Erdbeeren verpackt und es war zu schade zum Entsorgen. Es hat genau die richtige Größe, um es für Öl und Essig als Aufbewahrung zu verwenden. Allerdings wollte ich es so in natura nicht lassen ; ) Da ich weiße Accessoires sehr mag, griff ich zu Farbe und Pinsel und strich das Kistchen kurzerhand. Ich verwendete dafür die gleiche Grundierung, wie bei meinem Küchenbrett. Die lässt sich super verarbeiten. Kann ich nur empfehlen, falls ihr sowas braucht. Ich habe die Farbe etwas verdünnt, damit die Schrift auf der Kiste durchschimmert. Die passt irgendwie in die Küche und macht das Kistchen interessanter : )

Das Ergebnis sah dann so aus:

Ich habe noch eine Jute-Kordel daran befestigt und fertig ist meine selbst gemachte Aufbewahrung für Öl und Essig.

Jetzt stehen die Fläschchen nicht mehr lose herum und ich kann mit einem Handgriff alles, was ich brauche nach vorne ziehen zu dem Bereich der Arbeitsfläche wo ich arbeite. Das ist sicherlich keine optimale Lösung, aber man muss sich mit dem Arrangieren was man hat. Und mit etwas Kreativität gelingt das immer. 

Dank der kleinen Kiste wirkt das Arrangement an Flaschen jetzt wesentlich aufgeräumter und dekorativer. Da bei Ölen immer mal ein Tropfen daneben gehen kann, habe ich den Boden der Kiste mit einer dunklen Serviette ausgelegt. Sollte die irgendwann verschmutzt sein, tausche ich sie einfach aus. Auch das ist nun praktischer, denn vorher kamen Ölreste immer direkt auf die Arbeitsfläche und ich musste umständlich sauber machen, weil man den Bereich nur schlecht erreicht.

Praktisch platzieren

Mir ist bewusst, dass in vielen Küchen nicht alles ideal aufgeteilt ist. Mir fehlt zum Beispiel separate Fläche, wo ich all diese Dinge praktischer platzieren könnte. Aber den habe ich nicht und daher geht es nicht anderes. Im Vergleich zu vorher habe ich jetzt allerdings Toaster und Wasserkocher nebeneinander und ganz vorne platziert. Dies hat zwei Gründe: Zum einen weil ich diese beiden Geräte ständig brauche und daher schnell dran kommen muss. Zum anderen, weil sich oberhalb der Arbeitsfläche die Hängeschränke befinden.

Zuvor musste ich den Toaster vor dem Benutzen immer weiter nach links schieben, damit er nicht unter dem Eckschrank steht. Schließlich wird der Toaster ziemlich heiß, sodass sich darüber nichts befinden sollte. Jetzt steht das Gerät so, dass er stehen bleiben kann und kein Verrücken mehr notwendig ist. Damit verbunden ist, das automatisch weniger Unordnung entsteht. Umso weniger man für alltägliche Aktivitäten in der Küche verändern und umräumen muss, desto besser!

Den kleinen Eimer mit den Zwiebeln hätte ich zwar gerne woanders untergebracht, aber dazu fehlt mir der Stauraum. An dieser Stelle stört er mich aber nicht zu sehr und beim Kochen habe ich Zwiebeln und Knoblauch direkt griffbereit. Die Kiste mit den Ölen habe ich in der zweiten Reihe platziert. Sobald ich sie brauche, muss ich lediglich den Küchentuch-Halter kurz zu Seite schieben und schon kann ich die Kiste komplett nach vorne holen. Die Schale mit den Zitronen habe ich nachträglich aus der Ecke verbannt, damit es nicht zu viel wird. Sie steht jetzt weiter links zwischen Herd und Spüle.

Ungenutzte Dinge zweckentfremden

Für Bananen und Zitronen habe ich einen Teller zweckentfremdet. Das könnt ihr auch wunderbar machen, solltet ihr keine Obstschale oder ähnliches haben. Schaut einfach mal bei euch in den Schränken nach, ob ihr etwas findet, dass ihr nie oder nur ungern nutzt. Bei mir waren es zwei Pizzateller. Die nutze ich nicht, weil ich zum Pizza essen große Pizzateller habe.

Diese „Pizza Slice“ Modelle sehen zwar witzig aus, im Alltag verwende ich sie aber nie. Und bevor sie im Schrank verstauben, dachte ich mir, für diesen Zweck wären sie ideal. In meiner Küche sind die beiden Teller deshalb super praktisch, weil sie nicht zu viel Platz wegnehmen und auch thematisch gut passen. Für die großen Obstschalen, die ich besitze, habe ich gar keinen Platz. Falls auch euch noch Aufbewahrungs-Elemente fehlen, überlegt ob ihr vielleicht ein paar ungenutzte Utensilien habt, die ihr zweckentfremden könnt. Oft kann man sich auf diese Weise die Anschaffung von etwas Neuem sparen.


Auf dem zweiten Pizza-Slice-Teller bewahre ich übrigens die Äpfel auf. Denn: Bananen und Äpfel immer getrennt voneinander aufbewahren! Ansonsten reifen sie zu schnell und wenn ihr nicht aufpasst, werden sie bald braun.

Und weil hier gerade Zitronen zu sehen sind: Falls ihr öfter mal nur einen Spritzer Zitronensaft beim Kochen und Backen braucht, einfach mit einem Schaschlik-Spieß in die Zitrone pieksen und leicht auf die Frucht drücken. Am besten rollt ihr sie vorher auf der Arbeitsfläche mit sanftem Druck noch etwas hin und her, damit der Saft leichter austritt. Durch das kleine Einstichloch bleibt die Zitrone viel länger frisch, als wenn man sie komplett aufschneidet. Aber das nur am Rande ; )

Ich wünsche euch ein erholsames Wochenende!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.