13.03.15

Der Frühling steht vor der Tür und viele machen sich schon daran die Wohnung auf Vordermann zu bringen. Zum heutigen Ordnungstag will ich euch fünf Tipps an die Hand geben, womit ihr euch den Frühjahrsputz erleichtern könnt. 

1. Arbeiten aufteilen

Zunächst mal etwas zum Zeitplan: Ich bin der Meinung, dass ein Frühjahrsputz nicht bedeuten sollte, dass ihr ein ganzes Wochenende damit verbringt, drinnen wie verrückt zu schrubben, aufzuräumen und auszumisten. Das wird schnell demotivierend und nervtötend. Ich finde der Frühjahrsputz sollte auch in gewisser Weise Spaß machen und für noch mehr Vorfreude auf die warmen Monate sorgen. Deshalb rate ich euch: Zieht den Frühjahrsputz nicht an einem oder zwei Tagen durch.

Wer das immer so macht und zufrieden damit ist, kein Problem! Lasst euch nicht aufhalten! : ) Ich bin ja auch manchmal so, dass ich, wenn ich erst einmal angefangen habe, vor lauter Euphorie nicht mehr aufhören kann. Aber ich glaube, dass es genug Leute gibt, die sich einfach zu viel vornehmen. Vor allem in Haushalten wo alle Vollzeit arbeiten, wird ein Frühjahrsputz im Marathon-Tempo schnell zu viel. Das Ergebnis ist Frust und schlechte Laune.

Und die komplette Wohnung einmal von grundauf zu putzen, ist schon eine nicht zu unterschätzende Herausforderung. Ich mache es im Frühjahr immer so, dass ich über drei bis vier Wochen verteilt alle Aufgaben erledige, die ich mir für den Frühjahrsputz vorgenommen habe. Hier eine grobe Liste meiner Aufgaben:

  • Gardinen waschen
  • alle Oberflächen abstauben
  • Kissen und Decken waschen
  • Lampen abstauben
  • Fliesen putzen
  • Küchenschränke auswischen
  • Küchenschubladen auswischen
  • Küchengeräte entkalken
  • Toaster, Mixer und Co. gründlich säubern
  • Kühlschrank putzen
  • Tiefkühltruhe abtauen
  • Backofen putzen
  • Vorratsregal sortieren und aufräumen
  • Kleiderschrank ausmisten und frisch ordnen
  • Fenster putzen
  • Türen putzen

(Verzeiht mir, falls ich etwas vergessen haben sollte ; ))

Diese Dinge mache ich zwar nicht nur einmal im Jahr, aber im Frühjahr erledige ich eben am liebsten alles von der Liste, damit ich einfach mit einer ordentlichen Wohnung in den Frühling starte und sie zumindest einmal pro Jahr vollständig und möglichst zeitgleich geputzt ist. Das fühlt sich einfach gut an! Aufgaben wie staubsaugen, Boden putzen oder Bäder reinigen, erledige ich jedoch sowieso einmal pro Woche, weshalb ich es in der obigen Liste nicht extra aufgeführt habe. Von der Liste nehme ich mir dann pro Woche rund vier Aufgaben vor. So bin ich nicht mit Arbeit überhäuft und habe noch Zeit für andere Dinge, die noch mehr Spaß machen als putzen ; )

2. von oben nach unten

Von oben nach unten vorgehen – das ist ein klassischer Tipp beim Putzen, den auch ich gerne beherzige. Denn es macht keinen Sinn erst den Boden zu schrubben und dann an Regale, Gardinen und Lampen zu gehen. Denn dabei fällt wiederum Schmutz auf den Boden und ihr könnt direkt nochmal anfangen. Viel angenehmer ist es die Wohnung von oben nach unten hin zu putzen. So arbeitet ihr euch schrittweise vor.

Beispielsweise macht es für mich persönlich Sinn zunächst alle Lampen in der Wohnung gründlich abzustauben, abzuwischen und je nach Material zu polieren. Anschließend könnt ihr vielleicht noch defekte Birnen wechseln oder Energiefresser durch sparmsame LEDs austauschen. Anschließend könntet ihr die Gardinen abhängen und durchwaschen. Im nächsten Step staubt ihr alle Flächen auf Regalen, sonstigen Möbel und Tischen ab. Ganz zum Schluss wäre dann der Boden dran. Auf diese Weise werden keine bereits gereinigten Stellen durch das Putzen anderer Bereiche schmutzig gemacht.


3. Mit System putzen

Hierbei scheiden sich die Geister. Im Grunde bleibt es euch überlassen, ob ihr beim Frühjahrsputz pro Zimmer oder pro Aufgabe vorgeht. Während die einen zunächst in der ganzen Wohnung alle Flächen abstauben (was je nach Wohnung ziemlich lange dauern kann), erledigen andere erst alle Aufgaben in einem Raum bevor sie zum nächsten Zimmer übergehen. Ich persönlich finde die Variante nach Aufgabe praktischer.

Wenn ihr zum Beispiel sagt, ihr putzt erst ein Zimmer vollständig und an einem anderen Tag das nächste, müsst ihr mehrmals die entsprechenden Putz-Utensilien rausholen. Das kostet Zeit und ist umständlicher. Ich mache es so, dass ich beispielsweise an einem Tag alle Fenster putze, am nächsten alle Lampen abstaube und mich an einem anderen Tag um das Abstauben von Flächen kümmere. Aber im Grunde ist das jeder Hausfrau und jedem Hausmann selbst überlassen.

Manchmal macht es vielleicht auch Spaß erst ein Zimmer fertig abzuschließen und dann mit dem nächsten anzufangen. Hier will ich noch anmerken, dass ich zum Beispiel Bad und Küche separiere. Wenn ich von Abstauben von Flächen rede, kümmere ich mich nicht am gleichen Tag um Regale und Möbel und zusätzlich noch um die Küchenschränke. Das wäre zu viel. Küche und Badezimmer mache ich hier stets extra. Wenn die Küche dran ist, wische ich die Küchenschränke komplett aus und erledige gleichzeitig die Schubladen in diesem Raum.

Lange Rede kurzer Sinn: Egal wie ihr vorgeht, wichtig ist, dass ihr euch ein System überlegt und nicht einfach wild durcheinander überall anfangt. Am Ende wisst ihr sonst nicht mehr, was ihr schon erledigt habt und vergesst vielleicht einiges.

4. Checkliste anlegen

Wer sich selbst einen Gefallen tun und sich motivieren möchte, schreibt sich vor dem Frühjahrsputz eine Checkliste! Das Abhaken macht nicht nur Spaß, sondern es hilft auch dabei den Überblick zu behalten. Es muss ja keine mega aufwändige Liste sein, die ihr mühevoll in Excel erstellt. Ich schreibe mir auf einen Block alle Punkte auf, die ich erledigen möchte und hake dann alles nacheinander ab. Und wenn ich fertig bin, zerreise ich das Blatt genüsslich und erfreue mich an den vielen erledigten Dingen. Ein bisschen stolz darf man ja sein : )

5. abräumen, putzen, einräumen

Egal ob ihr Küchenschränke auswischen, Regale abstauben oder Tische putzen wollt: Holt zunächst alles von den zu reinigenden Flächen. Fangt nicht an, um irgendetwas herum zu wischen. Das sieht nicht nur blöd aus, sondern gibt einfach nicht das gleiche saubere Gefühl, als wenn ihr alles gründlich macht. Macht an einem Tag lieber weniger, aber dafür richtig! Also: Abräumen, putzen, einräumen. Und beim Einräumen könnt ihr direkt schauen, ob es vielleicht Dinge gibt, die ihr nicht mehr braucht oder wollt. Tipps zum Ausmisten habe ich hier bereits aufgeführt.

Ich hoffe ich konnte euch ein paar Anregungen für euren Frühjahrsputz geben. Nächste Woche werde ich zu diesem Thema weitere Tipps zusammenstellen.

Lasst es euch gut gehen : )

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