20.03.15

Schon letzte Woche habe ich euch zum Ordnungstag einige Tipps für einen gelungenen und vor allem stressfreien Frühjahrsputz gegeben. Diese Woche möchte ich euch weitere Anregungen zum Thema geben. Darunter Tipps zum Fenster putzen, Kalk entfernen und der Auswahl von Putzmittel.

1. Weniger Putzmittel bitte!

Pünktlich zum Frühjahrsputz erweitern viele ihre Ausrüstung an Putzmittel um ein Vielfaches. Die Läden werden geradezu gestürmt, um gegen jedes Staubkorn ein Gegenmittel zu kaufen. Doch das muss nicht sein. Der Großteil der Produkte im Laden ist einfach nur Geldmacherei und völlig unnötig. Sie belasten die Umwelt, euren Geldbeutel und oft sogar die Gesundheit. Also lasst euch von den Werbeversprechen nicht verführen. Putzen mit einem gewissen Kraftaufwand muss man trotzdem, ob man will oder nicht. In der folgenden Liste zeige ich euch welche Putzmittel ich verwende und für was:

  • Spülmittel: zum Reinigen der Böden, Fenster, Möbel
  • Badreiniger: zum Reinigen sämtlicher Oberflächen und Armaturen im Badezimmer
  • Toiletten-Reiniger: nur für die Reinigung der Toilette
  • Essigreiniger: Zum Entkalken von Wasserkocher (für Kaffeemaschine nehme ich Spezialmittel)
  • Reiniger für Ceran-Kochfeld: Um das Kochfeld zu pflegen

Das war es auch schon. Mehr habe ich bisher nie gebraucht und werde ich auch nicht brauchen. Mit herkömmlichem Spülmittel, Essigreiniger und manchmal einem Schuss Zitronensaft reinige ich die ganze Wohnung. Völlig unnötig sind übrigens Desinfektionsmittel. Die haben im Privataushalt nichts verloren. Schließlich sind gewisse Bakterien auch wichtig für das Immunsystem. Ich halte beispielsweise gar nichts davon den Hauhalt mit Desinfektionsmittel lupenrein sauber zu machen, um die Kinder zu „schützen“. Damit tut man dem Nachwuchs sicherlich keinen gefallen. Das bestätigen auch Experten.

Sonstige Reiniger, die im Laden gerne präsentiert werden wie Spezialreiniger für Möbel, Fenster, Spiegel, Edelstahl usw. sind wirklich nicht notwendig. Einzige Ausnahme ist, wenn man wirklich mit hartnäckigen Verschmutzungen zu tun hat. Aber für alles andere, braucht man nicht mehr, als in der obigen Liste zu finden ist. Wenn ihr Spülmittel nicht nehnmen wollt, gibt es auch Alternativen auf Zitronensäurebasis. Kauft dann lieber so etwas, als irgendwelche teuren Chemiekeulen. Das ist nicht gesund und schadet dem Ökosystem.

2. Mengen und Handschuhe

Auch bei der Menge der Reinigungsmittel verschätzen sich viele. Oft werden mehrere Esslöffel verwendet, obwohl das viel zu viel ist. Ein paar Tropfen sind in der Regel immer genug. Wechselt stattdessen lieber öfter mal das Reinigungswasser, um das Ergebnis zu optimieren. Eine höhere Menge an Mittelchen bringt nichts. Ihr verschwendet die Substanzen nur und damit gleichzeitig Geld.

Handschuhe: Verwendet beim Frühjahrsputz möglichst häufig Handschuhe. Ich mag die Dinger auch nicht, aber die Haut dankt es euch! Mittlerweile gibt es sehr günstige und gute Produkte bei Drogerien : ) Meine habe ich beispielsweise vom dm und die sind wirklich angenehm. Sie kleben nicht an der Haut und ich kann alles wunderbar greifen ohne dass ich Angst haben muss, dass mir etwas aus den Händen rutscht. Nach dem Putzen werden die Hände gründlich gewaschen und eingecremt.

3. Fenster richtig putzen

Viele ärgern sich beim Fenster putzen am Ende über ein schlechtes Ergebnis. Wer sich die Mühe macht, will zum Schluss natürlich perfekte Fensterflächen haben und keine Schlieren oder Flecken. Zunächst mal zur Ausstattung: Ich verwende zum Fensterputzen warmes Wasser, etwas Spülmittel, ein Baumwolltuch, das nicht fusselt, einen Lappen und ein Abzieher, wie ihr ihn auf dem Foto unten sehen könnt. Die absoluten Fensterprofis reinigen oft sogar komplett ohne Reinigungsmittel, nur mit frischem Wasser.

Mit dem feuchten Lappen wische ich zunächst über eine Fensterfläche und weiche den Schmutz quasi auf. Dann nehme ich die Schwammseite des Abziehers und wische in alle Richtungen über das Glas. Nächster Schritt ist mit der Gummiseite des Abziehers die Feuchtigkeit von den Flächen abzuziehen. Wie der Name schon sagt, zieht man das Wasser von oben nach unten ab. Am Schluss reibe ich gründlich mit dem Baumwolltuch über das Glas um alle Überreste des Wassers aufzusaugen und alle Streifen zu vermeiden. Mit dieser Technik bin ich super zufrieden.

Am besten ihr reinigt immer erst eine Glasfläche komplett fertig bevor ihr mit der nächsten beginnt. Gerade wenn es warm ist, hat man beim „Vorwischen“ sonst das Problem, dass die Feuchtigkeit direkt wieder trocknet und sofort Flecken und Streifen entstehen.

Putzstreifen vermeidet ihr unter anderem auch damit, dass ihr erst die Fenster putzt, wenn keine Sonne mehr direkt auf das Glas scheint. Sonst trocknet das Wasser zu schnell und es entstehen Streifen und unschöne Schlieren. Wechselt das Wasser ruhig öfter. Gerade bei vielen Fenstern. Sonst schmiert ihr euch immer wieder Schmutz drauf.

4. Kalk entfernen

Viele von euch hassen Kalk sicherlich genauso wie ich : ) Doch das Entfernen ist manchmal ziemlich mühsam. Duschköpfe lassen sich mit Essig gut behandeln. Dazu den Duschkopf abmontieren, in einen Gefrierbeutel stecken und diesen mit Essig füllen. Die Tüte zu binden – dabei ist es wichtig, dass so wenig wie möglich Luft im Beutel bleibt. Naütrlich ist der Essigverbrauch damit hoch, aber besser wie irgendeine Chemiekeule zu nehmen. Das Ganze über Nacht stehen lassen. Am nächsten Tag den Duschkopf rausnehmen und mit einer Bürste, und falls nötig etwas Badreiniger, abbürsten. Der Kalk sollte sich jetzt entfernen lassen. Eine Alternative zum Entfernen von Kalkablagerungen und Verschmutzungen in Bad und Küche ist übrigens Zahnpasta. Mit einer alten Zahnbürste kommt ihr damit überallhin.

Spülbecken sind genauso eine Katastrophe. Bei rostfreiem Stahl könnt ihr Mehl einsetzen . Dazu etwas Mehl (ca. 1-2 Teelöffel) auf ein Geschirrtuch aus Baumwolle geben und damit alle Flächen gründlich einreiben. Mit Wasser abspülen/abwischen und mit einem frischen Tuch polieren. Wenn auch das nichts hilft, probiert es mal mit Essigessenz. Mit einem Schwamm gründlich auftragen, einige Minuten einwirken lassen und mit reichlich frischem Wasser abspülen. Mit Geschirrtuch nachpolieren.

Schwämme, Spültücher und Bürsten könnt ihr einfach in die Spülmaschine geben. Alle Keime werden abgetötet (höhere Temperatur einstellen) und ihr könnt die Putzutensilien wiederverwenden.

5. Küchengeräte reinigen

Euer Backofen oder andere Geräte haben Chromteile, die durch Fingerabdrücke, Fettflecken und Co. immer furchtbar aussehen? Mit Nagellackentferner wird Chrom wieder blitzblank! Einfach auf ein Küchentuch geben, drüber reiben und mit einem trockenen Tuch kurz nachpolieren. Auch hier wieder auf die Menge achten. Ihr braucht nicht viel Nagellackentferner dafür!

Auch Kühlschrank und Tiefkühlgeräte sollten beim Frühjahrsputz gründlich geputzt werden. Dafür alles ausräumen und alle Flächen und Schubladen mit einem sauberen Wischtuch und Essig/Essigessenz auswischen. Dafür den Essig einfach aufs Tuch träufeln und direkt verwenden. Wischtuch immer wieder auswaschen. Am Ende könnt ihr mit einem trockenen Baumwolltuch, das ihr mit ein paar Tropfen Zitronensaft beträufelt, nachwischen. So riecht es anschließend nicht unangenehm nach Essig, sondern nach einer frischen Brise Frühling : )

Ein Kommentar für “5 Putztipps – Freitag ist Ordnungstag”

  1. Hier sind ein paar super Hinweise dabei, vielen Dank dafür. Ich hatte z.B. noch nie gehört, dass man Spülmittel für die Fensterreinigung benutzen kann. Muss ich mal probieren, denn bei mir bleiben oft noch Streifen…

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