07.08.15

Nachdem ich letzte Woche die ersten fünf Aufräumtipps für Kinderzimmer aufgelistet habe, folgt heute der zweite Teil zum Thema mit fünf weiteren Anregungen. Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen und anschließend viel Erfolg beim Ordnung schaffen : )

6. Regelmäßig ausmisten

Kinder wachsen schnell und damit einhergeht, dass viele Spielsachen nur kurze Zeit „in“ sind. Damit Kinderzimmer nicht zu Flohmärkten mutieren, solltet ihr regelmäßig die Regale, Schubladen und Spielzeugboxen durchforsten und alles ausmisten, womit sowieso nicht mehr gespielt wird. Das Gleiche gilt übrigens auch für Bücher, Kleidung und Co. Ihr müsst die Dinge natürlich keinesfalls wegwerfen. Hier ein paar Anregungen zum Loswerden:

  • Flohmarkt: Gemeinsam mit dem Nachwuchs die Sachen auf dem Kinderflohmarkt verkaufen. Vielen Kindern macht das Verkaufen großen Spaß. Und vielleicht dürfen Sie die Einnahmen ja als Taschengeld behalten ; ) Oder ihr nutzt das Geld um neue Kinderkleider oder andere wichtige Gebrauchsgegenstände zu besorgen.
  • Verschenken: Vielleicht habt ihr Freunde, Verwandte oder Bekannte, die sich über ausrangierte Kleider und Spielsachen freuen würden. Einfach mal nachfragen und anderen eine Freude machen!
  • ebay Kleinanzeigen: Über ebay Kleinanzeigen habe ich schon so einiges verkauft. Produkte einfach einstellen und möglicherweise findet sich schon bald ein neue Besitzer!
  • Flohmarkt App: auch die Flohmarkt App „Shpock“ kann ich empfehlen. Das Einstellen von Produkten ist super einfach und schnell.
  • Spenden: Leider gibt es viele Kinder, die es weniger schön haben. Spendet eure Sachen und tut etwas Gutes! Erläutert auch euren Kinder, dass sie durch das Ausmisten ihrer Sachen anderen Kindern helfen können. Vielleicht fällt es einigen dann leichter sich von dem einen oder anderen Gegenstand zu trennen.

Tun sich eure Kinder allgemein schwer mit Entscheidungen, könntet ihr ein kleines Spiel probieren (je nach Alter natürlich): Während dem Ausmisten ist es hilfreich das 3-Kisten-System anzuwenden. Wie das geht habe ich hier erklärt. Ihr braucht drei Behälter, einer für Abfall, einen für alles, was behalten wird und einer für „Verkaufen/Verschenken“. Jetzt nehmt ihr eine Eieruhr zur Hand und stellt diese auf fünf Minuten. Die Kids haben dann die Aufgabe innerhalb der fünf Minuten die Sachen, die ihr zum Beispiel aus einem Regal oder einem Schrank geräumt und zum Ausmisten bereit gelegt habt, diesen drei Kisten zuzuordnen. Die zeitliche Begrenzung motiviert und lässt viele Kinder zum Ordnungstier avancieren ; )

7. Alles bekommt einen Platz

Wie ich es bereits in meinem Beitrag „4 Tipps für dauerhafte Ordnung“ und in meinem kostenlosen eBook erläutert habe, ist es extrem wichtig, jedem Gegenstand in einem Raum einen festen Platz zuzurodnen. Im Kinderzimmer gilt das gleichermaßen. Auch daraus lässt sich ein kleines Spiel mit Kinder machen. Vorausgesetzt es passt zum Alter ; ) Gebt ihnen die Aufgabe für jeden Gegenstand in ihrem Raum ein eigenes „Zuhause“ zu finden. Es sollte sinnvoll und praktisch sein und das Ordnung halten fördern. Was man oft braucht, kommt in die vorderen Reihen von Möbeln, Ordnungssystemen und Co. Alles, was weniger oft im Einsatz ist, darf anderweitig verstaut werden.

8. Spaß vermitteln

Ich halte wenig davon Kinder mit Süßigkeiten oder anderen Belohnungen zum Aufräumen zu bewegen. Natürlich kann ich noch nicht mitreden, weil ich keine Kinder habe und vielleicht werde ich diese Aussage irgendwann revidieren, wenn ich fix und fertig mit dem eigenen Nachwuchs am Streiten bin ; ) Aber ich bin der Meinung, dass Kinder Aufräumen von Anfang an mit etwas Positivem verbinden und es freiwillig tun sollten, weil es den Alltag schöner und wesentlich einfacher macht. Versucht daher euren Kindern genau das zu vermitteln: Spaß am Aufräumen. Legt vielleicht die Lieblingsmusik auf und übt gemeinsam mit euren Kindern wie Ordnung „geht“. Natürlich können sie das nicht von klein auf. Aber ab einem gewissen Altern sollten sie selbstständig ihr „kleines Reich“ ordentlich halten. Mit ausreichend Training unter eurer Anleitung schaffen sie das bestimmt.

Tipp: Ein Spiel mit Farben kommt bei den Kleinen meistens gut an und kann zum Aufräumen motivieren. Wie wäre es mit der Aufgabe: „Zuerst alle gelben, dann alle roten und dann alle grünen Gegenstände an ihren Platz zurückbringen“. Hierbei müsst ihr nicht nach den Ampel-Farben vorgehen. Ihr könnt das Spiel natürlich beliebig erweitern.

9. Kinder wollen mitreden

Das Kinderzimmer ist ein Rückzugsort für die Kinder. Deshalb solltet ihr den Nachwuchs unbedingt in das Aufräumen einbeziehen. Das gilt für das Ausmisten der Spielsachen genauso wie für die Beschriftung von Kisten. Kinder freuen sich, wenn sie mitentscheiden dürfen. Zwingt ihnen auch nicht überall und in jeder Schublade euer System auf. Vielleicht haben die Kids eine besondere Idee, um gewisse Utensilien aufzuräumen? Lasst es euch erklären, vielleicht macht es für uns Erwachsene keinen Sinn, doch in der bunten Fantasiewelt der Kleinsten eben schon! Es muss nicht alles perfekt sein in Kinderzimmern. Wenn ihr es schafft eine gute Ordnungsbasis zu schaffen, seid ihr bereits sehr erfolgreich unterwegs im Kinderzimmer-Dschungel : )

10. Wochenrhythmus einführen

Ganz wichtig: Damit das Kinderzimmer langfristig eine gewisse Grundordnung behält, sollte der Raum jede Woche einmal aufgeräumt werden. Wenn ihr das von Beginn an einführt, gewöhnen sich die Kinder automatisch daran. Außerdem dauert es wesentlich weniger lang die Unordnung von einer Woche zu beseitigen, als von einem Monat! Also: Ran an den Speck und Ordnungstag festlegen!

Fazit

Auch in einem Kinderzimmer lässt sich Ordnung halten. Meine Tipps sind zwar keine Pauschallösungen, aber sie können das Aufräumen mit Kindern erleichtern. Mit Kreativität und Durchhaltevermögen werden bereits die Kleinsten an das Thema Ordnung gewöhnt. Wichtig ist meiner Meinung nach, dass aufräumen Spaß macht und man dem Nachwuchs einen gewissen Spielraum lässt, um eigene „Ordnungswege“ zu entwickeln. In diesem Sinne wünsche ich euch viel Erfolg und hoffe, dass euch meine Anregungen ein bisschen helfen. Falls ihr weitere Anregungen oder praktische Erfahrungen habt, freue ich mich über eure Kommentare.

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